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Balkongemüse zum Naschen

Aromatische Tomaten, pralle Paprika oder knackige Salate können Sie auch auf Terrasse oder Balkon ernten. Die sind nicht nur lecker, sondern machen sogar den Zierpflanzen Konkurrenz.Am Strauch gereift, frisch gepflückt und absolut gesund – so schmecken Tomaten und Paprika und anderes Gemüse einfach am besten. Und das können Sie sogar auf dem Balkon ernten, denn die meisten Gemüsearten fühlen sich auch in Töpfen oder Kübeln pudelwohl. Und für die findet sich eigentlich immer ein Platz!
Balkongemüse: frisch von der Pflanze auf den Tisch.

Für Balkongemüse ist ein windgeschützter Platz an der Ost- oder Westseite des Hauses ideal. Am Morgen und am Abend verwöhnt dort die milde Sonne das in der Regel wärmebedürftige Balkongemüse. Problematisch ist allerdings die Südseite: Wenn im Hochsommer die Sonne erbarmungslos brennt, muss das Balkongemüse schattiert und ständig gegossen werden.

Vitaminbar: Hier warten Tomaten und Paprika darauf, gepflückt zu werden. Regelmäßiges Ernten steigert die Ausbeute bei Balkongemüse. Foto: Anke Schütz

Mit ihrem sattgrünen Laub, den leuchten Früchten und oft auch noch herrlichen Blüten kann es Balkongemüse locker mit Zierpflanzen aufnehmen, mit schönen Übertopfen und einigen Accessoires gestylt, wird es auf dem Nutzbalkon schön wohnlich. Mangold hat je nach Sorte weiße,, rote oder leuchtend gelbe Stiele, Kartoffeln haben große, rein weiße Blüten. Beide wachsen in großen Eimern oder Kübeln.

Jungpflanzen vom Balkongemüse gibt es beim Gärtner oder auch im Gartencenter. Fragen Sie beim Kauf von Tomaten, Auberginen oder Gurken nach veredelten Pflanzen. Sie sind zwar teurer, tragen dafür aber mehr Früchte und sind wesentlich robuster. Wichtig: Für Fruchtgemüse sollten die Pflanzgefäße mindestens zehn Liter Inhalt fassen und am Boden Löcher besitzen, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Salate oder Kräuter kommen mit kleineren Töpfen aus.

Bei der Auswahl von Balkongemüse sollten Sie neben dem Geschmack deren Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlinge berücksichtigen. Empfehlenswerte Paprikasorten sind etwa ‘Pinokkio’, eine gegen den Tabakmosaikvirus resistente Sorte, sowie ‘Cartago’ und ‘Toscana’. Radieschen, Schnittsalat und Rauke sät man direkt in den Balkonkasten. Die Salatrauke ‘Runway’ ist frosthart und kann rund ums Jahr geerntet werden. Mangold wie ‘Bright Lights’ sollte Ende April in kleine Töpfe gesät und im Mai in größere Gefäße gepflanzt werden.

Auch in kälteren Gebieten wachsen Weinreben wie Vitis 'Regent' auf dem Balkon, wenn man sie sonnig und geschützt platziert. Foto: Anke Schütz

Balkongemüse: Ein bisschen Pflege muss sein

Balkongemüse braucht hochwertige Erde und reichlich Dünger, den man ihnen am besten als Langzeitdünger gleich beim Einpflanzen mit auf den Weg gibt. Paprikapflanzen brauchen viel Licht und Wärme zum Wachsen. Damit die Pflanzen nicht unter der Last der Früchte zusammenbrechen, sollten Sie Balkongemüse mit Bambusstäben stützen.

Balkongemüse: Tomaten regelmäßig ausgeizen.

Damit spezielle Tomatenpflanzen ihre gesamte Energie in die Fruchtbildung steckt, sollten regelmäßig alle jungen Seitentriebe entfernt werden. Dazu bricht man sie möglichst früh mit den Fingern aus. Pro Pflanze sollte am besten nur ein einziger Haupttrieb aufgebunden werden!

Paprikablüte ausknipsen: Bei den großfruchtigen Paprikasorten sollte die erste Blütenknospe (manchmal sind es auch zwei) ausgeknipst werden. Sie befindet sich in der obersten Verzweigung. Die Pflanze steckt sonst ihre ganze Kraft in diese “Königsblüte” und versorgt weitere nicht genügend.

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Text: Thomas Heß