Kleinia neriifolia (früher Senecio kleinia) Affenpalme (Kleinia neriifolia, früher Senecio kleinia)

Tipps, Tricks und Alles über Pflege, Standort und Pflanzenschutz.
Affenpalme (Kleinia neriifolia, früher Senecio kleinia)

Pflanzenfamilie

Asteraceae (Korbblütler)

Allgemein

Mit den Palmen hat diese Sukkulente nichts zu tun, auch wenn ihr Blätterschopf Ähnlichkeiten aufweist. Sie lässt sich übrigens leicht anziehen und wächst schnell. Auch die Affenpalme gehört zu den genügsamen Sukkulenten. In der Kakteenabteilung der Blumengeschäfte werden meist kleine, eintriebige Pflanzen verkauft. Aber schon in relativ kurzer Zeit kann die Pflanze beachtlich an Höhe zulegen. Bei älteren Pflanzen bilden sich im Frühsommer gelblichweiße Blütenköpfchen, die in Trauben zusammensitzen.
Wundern Sie sich nicht, wenn nach der Blüte die Blätter fallen: Dann beginnt die Ruhezeit der Pflanze. Erst im September/Oktober treibt der nackte Stamm wieder neue Blätter aus. Vom zweiten oder dritten Lebensjahr ab bildet die Affenpalme nach jeder Blühperiode Seitentriebe aus.

Arten

Als Affenpalme wird nur eine Pflanzenart bezeichnet: Kleinia neriifolia, eine sukkulente Verwandte der bekannten Cinerarie. Früher zählte sie zur Gattung Senecio, jetzt hat sie eine eigene Gattung. Übrigens stammt diese Sukkulente von den Kanarischen Inseln. Vielleicht haben Sie sie dort schon einmal im Urlaub gesehen.

Standort

Die Affenpalme sollte das ganze Jahr über sehr hell stehen, ruhig am Südfenster. Wer die Möglichkeit hat, sollte sie im Sommer nach draußen auf die Terrasse oder den Balkon stellen. Im Herbst und Winter ist der ideale Platz im Schlafzimmer oder im zugluftfreien Flur, dort, wo es etwas kühler ist. Trockene Luft macht der Affenpalme nichts aus. Im Gegenteil: Dann fühlt sie sich besonders wohl.

Pflege

Wie alle Sukkulenten darf auch die Affenpalme nicht zu reichlich gegossen werden. Während der blattlosen Zeit genügen einmal in der Woche wenige Tropfen Wasser. Aber auch während der Wachstums- und Blütezeit sollten Sie immer erst mit dem Daumen prüfen, ob die Erde schon angetrocknet ist. Nach der Ruhezeit, im Herbst, sollten Sie die Pflanze umtopfen. Jüngere Pflanzen, die noch kräftig wachsen, jährlich, ältere nur noch alle drei Jahre. Nehmen Sie nicht zu tiefe Gefäße. Besser als Plastiktöpfe sind solche aus Ton geeignet, weil hohe Pflanzen sonst leicht Übergewicht bekommen. Verwenden Sie eine mit Sand gemischte Erde und vergessen Sie vor allem die Drainageschicht nicht. Wenn sich einige Zeit nach dem Umtopfen wieder neue Blätter bilden, sollten Sie dem Gießwasser etwa alle 14 Tage etwas Dünger beimischen. Am besten eignet sich Kakteendünger.
Affenpalmen, die zu schnell in die Höhe wachsen, sind oft wackelig. Binden Sie solche Pflanzen an eine Stütze.

Vermehrung

Affenpalmen kann man problemlos selbst aus Samen anziehen. An einem hellen, warmen Platz keimen die Pflanzen schnell. Allerdings sind die Samen nicht überall zu haben; am besten schauen Sie in die Kataloge großer Samenversender. Aber auch die Vermehrung durch Stecklinge ist einfach. Entweder werden Seitentriebe abgenommen oder die Stammspitze abgeschnitten. Bevor Sie diese in sandige Erde stecken, lassen Sie die Schnittstellen trocknen.

Krankheiten und Schädlinge

Wenn die Blättchen zu Beginn der Ruhezeit vertrocknen und abfallen, ist das ein ganz normaler Vorgang. Fallen sie während der Wachstumszeit, sollten Sie überprüfen, ob die Pflanze vielleicht im Zug steht. Auch zuviel Gießwasser kann dabei die Ursache sein. Am schlimmsten ist zu reichliches Gießen im Winter. Dann fault die Pflanze und ist nicht mehr zu retten.

Extratipp

Im unbeblätterten Zustand kann man Kleinia neriifolia, ein Korbblütlergewächs, leicht mit Euphorbiaceaen (Wolfsmilchgewächse) verwechseln.

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