Acacia Akazie, Känguruhdorn

Akazie, Känguruhdorn

Pflanzenfamilie

Mimosaceae (Mimosengewächse)

Allgemein

Im Frühling sieht eine Akazie besonders hübsch aus. Dann sitzt sie voll gelber Blütenkugeln. Als Topfpflanze ist sie leider nicht ganz pflegeleicht. Vor allem kommt es auf das richtige und regelmäßige Gießen an. Wenn zwei Leute über Akazien reden, müssen sie nicht zwangsläufig dieselbe Pflanze meinen. Zunächst einmal gibt es die echten Akazien (Acacia): Bäume und Sträucher, die ursprünglich aus Afrika und Australien stammen, inzwischen aber auch in Südeuropa beheimatet sind. Dort wird Acacia saligna vor allem als Schnittblume gezogen und bei uns im späten Winter verkauft. Und diese Schnittblumen werden häufig als (falsche) Mimosen gehandelt.
Was der Volksmund dagegen als Akazie bezeichnet, ist tatsächlich die Robinie (Robinia pseudoacacia), ein Baum mit weißen, duftenden Blüten. Hier aber geht es um die echten Akazien. In der Natur können diese Akazien meterhoch werden. Im Topf bleiben sie relativ klein, wachsen außerdem sehr langsam. Die Blätter sind winzig, oft sogar nur noch als verbreiterte Blattstiele (Phyllodien) vorhanden. Die winzigen gelben Blüten haben weit nach außen ragende Staubfäden, zehn oder noch mehr, die ihr ein kugeliges, wolliges Aussehen geben.

Arten

Über 800 verschiedene Arten kennt man. Als Topfpflanze wird zum Beispiel Acacia armata, der Känguruhdorn aus Australien, angeboten. Er blüht im März/April. Bei den Schnittblumen, den falschen Mimosen, handelt es sich meist um Blütenstände von Acacia dealbata, die von Januar bis April blüht.

Standort

Akazien können in der prallen Sonne, aber auch noch im Halbschatten stehen. Sorgen Sie für viel frische Luft; stellen Sie die Pflanze im Sommer ruhig nach draußen. Der Winterplatz sollte hell, aber sehr kühl sein. Ideal sind Temperaturen zwischen 4 und 6 Grad.

Pflege

Akazien brauchen viel Wasser. Auch im Winter darf die Erde nie austrocknen. Gleichzeitig aber müssen Sie - am besten durch eine dicke Drainageschicht - verhindern, dass sich Staunässe im Topf bildet. Sobald sich im Winter die ersten Blütenknospen bilden, müssen Sie täglich mit lauwarmem Wasser sprühen.
Im Frühjahr und im Sommer - bis Ende Juli - sollten Sie dem Gießwasser alle 14 Tage eine Portion Flüssigdünger zugeben. Wenn eine Akazie zurückgeschnitten werden muss, weil vielleicht einige Triebe zu lang geworden sind, sollten Sie das direkt nach der Blütezeit tun. Dann (Mai/Juni) ist auch Umtopfzeit - bei jungen Pflanzen jährlich, bei älteren nur noch alle drei Jahre.

Vermehrung

Akazien können Sie aus Samen anziehen, den Sie im Fachhandel bekommen. Um die von Natur aus lange Keimzeit zu verkürzen, sollte der Samen vorher in warmem Wasser eingeweicht werden.
Wenn Sie durch Stecklinge vermehren wollen, können Sie das im April oder im Juli/August tun. Schneiden Sie die Stecklinge nicht, sondern reißen Sie kurze Triebe mit einem Stückchen Borke vom Stamm ab.

Krankheiten und Schädlinge

Die Akazie ist gegen stauende Nässe genauso empfindlich wie gegen Ballentrockenheit. Lässt die Akazie bei richtiger Pflege die Blätter fallen, liegt es am Standort: zu warm oder zu trockene Luft. Zu niedrige Luftfeuchte ist meist auch die Ursache, wenn die Knospen eintrocknen und abfallen. An tierischen Schädlingen treten Woll- und Schildläuse auf, erkennbar als weiße Wollflöckchen bzw. als helle oder braune Schilde an den Trieben. Versuchen Sie, die Läuse mit einer Pinzette einzeln abzunehmen.

Extratipp

Beschneiden Sie Akazien nur wenig. Gerade ihr bizarrer Wuchs ist sehr dekorativ.

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