Alocasia Alokasie

alokasie

Pflanzenfamilie

Araceae (Aronstabgewächse)

Allgemein

Mit ihren großen, pfeilförmigen, ein wenig metallisch glänzenden Blättern ist die Alokasie Blickfang auf jeder Fensterbank. Wichtig für gutes Gedeihen ist feuchte Luft. Eine Alokasie gehört nicht gerade zu den pflegeleichten Pflanzen. Wer ihr aber die richtige Umgebung bieten kann, sollte auf die Pflanze nicht verzichten. Es ist eines der schönsten Blattgewächse, die es als Topfpflanze zu kaufen gibt.
Blüten hat die Alokasie zwar auch zu bieten, aber diese können mit den weißgrün gemusterten Blättern kaum konkurrieren. Im Laufe der Jahre werden die Blätter immer größer und die Stiele immer länger. Planen Sie dann genügend Platz ein. Alokasien stammen aus den Tropen, vor allem aus den Gebieten rings um den Stillen Ozean. Auch im Haus müssen Sie ihnen das notwendige Tropenklima verschaffen: schattig, warm und feucht. Nur dann wird sich die Pflanze gut entwickeln.

Arten

Insgesamt kennt man über 70 Alocasia-Arten. Die bekannteste (und gleichzeitig die häufigste Tropenpflanze) ist Alocasia sanderiana mit metallisch glänzenden Blättern und weißen Blattadern. A. lowii aus Borneo besitzt dunkler gefärbte Blätter, die von A. cuprea sind von oben kupferfarben mit dunklen Adern. A. plumbea schließlich, die auf Java zu Hause ist, hat sehr große, violettgrüne Blätter. Außerdem gibt es noch Kreuzungen verschiedener Arten. In der Pflege aber unterscheiden sich die verschiedenen Arten nicht.

Standort

Der ideale Platz für eine Alokasie wäre ein geschlossenes Blumenfenster oder ein warmes Gewächshaus. Da solche Bedingungen aber selten vorhanden ist, müssen Sie versuchen, in der Wohnung einen entsprechenden Platz zu finden. Das ganze Jahr über müssen die Temperaturen hoch sein: tagsüber bei etwa 22 Grad, nachts und im Winter bei mindestens 18 Grad.
Gleichzeitig aber braucht die Alokasie eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Sie müssen also täglich sprühen oder, besser noch, einen Luftbefeuchter aufstellen. Und schließlich sollte es ein heller, aber vor direkter Sonne geschützter Standort sein, an dem die Pflanze steht.

Pflege

Neben dem täglichen Sprühen kommt es auf das regelmäßige Gießen an. Im Sommer braucht die Alokasie verhältnismäßig viel Wasser. Aber auch im Winter darf die Erde nie austrocknen. Und das passiert bei den hohen Temperaturen schneller als man glaubt. Alle zwei Wochen sollten Sie dem Gießwasser Flüssigdünger zugeben, allerdings nur zwischen Mai und Oktober.
Im Februar/März wird die Alokasie umgetopft. Ideal ist eine Mischung aus Lauberde, Torf und etwas Sphangum-Moos. Da Lauberde aber nicht ganz einfach zu bekommen ist, müssen Sie wahrscheinlich auf Einheitserde zurückgreifen. Mischen Sie diese dann mit etwas Torf und einigen Holzkohlestückchen. Damit die Pflanze keine nassen Füße bekommt, wird zuunterst eine Drainageschicht aus Kieseln eingefüllt.

Vermehrung

Üppige Pflanzen können Sie beim Umtopfen teilen. Sie können aber auch - ebenfalls beim Umtopfen - Teile der Wurzelstöcke abschneiden und bei viel Wärme, hoher Luftfeuchtigkeit, aber wenig Bodenfeuchte antreiben. Achten Sie darauf, dass ein abgeschnittenes Wurzelstück bereits winzige Triebansätze zeigt, und legen Sie es waagerecht auf feuchten Torf.
Wenn man Samen bekommt, kann man es auch mit der Aussaat versuchen. Die Samen brauchen mindestens 23 Grad zum Keimen.

Krankheiten und Schädlinge

Selbst bei bester Pflege können ältere Blätter welken. Sie werden vorsichtig abgeschnitten. Werden Blattspitzen und -ränder braun, ist fast immer zu trockene Luft daran schuld. Häufig treten dann auch Spinnmilben auf. Am besten stecken Sie schon vorbeugend einige Pflanzenschutzzäpfchen in die Topferde. Gelegentlich treten Wolläuse auf. Sammeln Sie die Läuse mit einer Pinzette ab, oder betupfen Sie die Stellen mit einem alkoholgetränkten Wattestäbchen.

Extratipp

Alokasien sollten Sie am besten im Frühling oder Frühsommer kaufen. Dann fällt ihnen die Gewöhnung ans Raumklima ein wenig leichter.