Cyclamen persicum Alpenveilchen

In diesem Artikel
Pflanzenfamilie
Allgemein
Arten der Alpenveilchen
Standort
Pflege der Alpenveilchen
Vermehrung
Krankheiten und Schädlinge
Extratipp
Alpenveilchen

Pflanzenfamilie

Primulaceae (Primelgewächse)

Allgemein

Alpenveilchen gehören zu den bekanntesten, wenn auch etwas schwierigen Zimmerpflanzen, die im Winter blühen. Noch nicht so bekannt sind die Duftalpenveilchen (Wellensiek-Typ) und die Mini-Cyclamen. Das Alpenveilchen ist ein Knollengewächs. Es hat viele herzförmige Blätter und große Blüten mit zurückgeschlagenen Blättern. Der Name Alpenveilchen ist irreführend. Denn schließlich sind die wilden Verwandten unserer Zimmerpflanze nicht in den Alpen, sondern in Gebirgsregionen von Griechenland und der Türkei beheimatet. Sie wachsen dort an eher kühlen, schattigen Plätzen. Und genauso - kühl und nicht sonnig - sollte das Alpenveilchen auch in der Wohnung stehen. Dann bekommt es den ganzen Winter über ununterbrochen neue Blüten.

Arten der Alpenveilchen

Als Zimmerpflanze nur Cyclamen persicum. Daraus aber haben die Züchter viele Sorten gezogen: Alpenveilchen mit glatten, gekrausten oder gewellten Blütenblättern, mit ein- und zweifarbigen Blüten: von Weiß über Rosa und Rot bis Violett.

Standort

Zwar sollen die Pflanzen hell stehen, aber Sonne vertragen sie nicht gut. Ideal ist ein Ostfenster. Günstige Wintertemperatur: 12 bis 15 Grad. In normal geheizten Zimmern geht die Pflanze bald ein. Auch größere Temperaturschwankungen nimmt das Alpenveilchen übel.

Pflege der Alpenveilchen

Während der Blütezeit braucht das Alpenveilchen viel Wasser. Aber: Sie dürfen nie die Knolle mitgießen, die ein Stück aus der Erde schaut - sonst fault sie. Am besten gießen Sie von unten. Nach einer halben Stunde den Untersatz ausleeren. Hohe Luftfeuchtigkeit ist notwendig. Allerdings dürfen Sie blühende Pflanzen nicht besprühen, da sonst die Blüten Flecken bekommen. Besser setzen Sie die Pflanze in einen größeren Übertopf und füllen den Zwischenraum mit feuchtem Blähton oder Seramis. Welke Stiele werden nicht abgeschnitten, sondern mit einem Ruck herausgerissen.
So kommt das Alpenveilchen durch den Sommer: Nach der Blüte wird nur noch wenig gegossen, sodass die Blätter langsam vertrocknen. Welke Stiele herausreißen, den Topf ab Mai ein bis zwei Monate an einen halbschattigen Platz ins Freie stellen. Nur so viel gießen, dass die Knolle nicht schrumpft. Nach der Ruhezeit die Knolle aus dem Topf nehmen, neu eintopfen, wieder mehr gießen und mit dem Düngen beginnen. Vor dem Frost, Ende September, die Pflanze ins Haus holen, kühl und bei hoher Luftfeuchtigkeit aufstellen.

Vermehrung

Bei älteren Pflanzen während der Ruhezeit durch Knollenteilung. Auch Aussaat im Januar/Februar ist möglich. Bei 16-20 Grad dauert es vier bis sechs Wochen, bis die Sämlinge erscheinen.

Krankheiten und Schädlinge

Steht die Pflanze im Winter zu warm, vergilben die Blätter, vertrocknen Blüten und Knospen. Steht sie zwar kühl, aber zu feucht, kann Grauschimmel entstehen. Erste Anzeichen: Vergilbende, feuchte Blattränder, auf denen sich später Schimmelrasen bildet.
Cyclamenmilben rufen missgestaltete Blüten und Blätter, verdrehte Stiele und verkrüppelte Knospen hervor. Bekämpfen kann man sie kaum. Dickmaulrüßler fressen Löcher in die Blätter; ihre Larven aber sitzen in der Erde und fressen an Wurzeln und Knollen, so dass die Pflanze absterben kann. Befreien Sie die Wurzeln von der Erde und damit von Larven und Eiern, Knolle abspülen und neu eintopfen. Alte Erde mitsamt Topf wegwerfen. Bei der Cyclamenwelke, die durch einen Pilz im Boden entsteht, werden zuerst die Blätter welk, bald stirbt die Pflanze. Hilfe dagegen gibt es keine. Gelegentlich treten auch Blattläuse, Spinnmilben und sogar Mehltau auf.

Extratipp

Diese schöne Pflanze hat es in sich. Vor allem die Knolle ist giftig und führt bei Verzehr zu Erbrechen, Durchfall, Kreislaufstörungen und Krämpfen.

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