Ananas comosus Ananas

Ananas

Pflanzenfamilie

Bromeliaceae (Bromeliengewächse)

Allgemein

Was man bei uns als Topfpflanze zu kaufen bekommt, ist meist nicht die echte Fruchtananas, sondern verschiedene Zierformen der gleichen Gattung. Die ursprüngliche Pflanze wird fürs Wohnzimmer viel zu groß. Diese findet man gelegentlich als Kübelpflanze in Spezialgärtnereien und in botanischen Gärten. Ältere Pflanzen blühen auch im Zimmer. Dann können sich sogar Früchte bilden, die allerdings nicht besonders gut schmecken. Eine Blüte bildet die Ananaspflanze nur einmal im Leben - danach stirbt sie, wie viele Bromeliengewächse. Vorher aber entwickeln sich an der Basis der Pflanze noch neue Pflanzen, die man abnehmen kann.

Arten

Ananas comosus ist die Kübelpflanze mit langen, graugrünen Blättern. Für die Fensterbank eignen sich die Sorten A. comosus var. variegatus mit grün-gelb-weiß gestreiften Blättern und A. comosus var. aurovariegatus mit rosa überhauchten gestreiften Blättern.

Standort

Die Ananas braucht das ganze Jahr über einen sonnigen Platz. Vor allem die bunt gestreiften Zimmersorten haben dann besonders schöne Farben. Die Temperatur muss immer hoch sein. Im Sommer verträgt die Ananas Temperaturen bis 30 Grad, im Winter sollte es nicht kühler als 15-18 Grad sein. Vor allem jüngere Pflanzen brauchen hohe Luftfeuchtigkeit. Wichtig bei der Standortwahl: Schützen Sie Ihre Gardinen und Vorhänge vor den spitzen Blattstacheln.

Pflege

Das Gießen macht manchmal ein bisschen Mühe, weil größere Pflanzen über den Topfrand wachsen und man deshalb schlecht an die Erde kommt. Oft erhält die Ananas dadurch zu wenig Wasser und bekommt bald braune Blattspitzen. Vor allem im Sommer braucht sie viel und regelmäßig Wasser, sonst werden die Blattspitzen braun. Gießen Sie aber nicht zu häufig in die Blattrosette; im Gegensatz zu anderen Bromelien verträgt die Ananas stehendes Wasser im Blatttrichter nicht. Im Winter wird die Pflanze etwas trockener gehalten. Aber eine ausgesprochene Ruhepause braucht sie nicht.
Steigen die Temperaturen an Sommertagen sehr hoch, sollten Sie die Blätter besprühen und für frische Luft sorgen. Von Mai bis September wird dem Gießwasser alle zwei Wochen Flüssigdünger in üblicher Konzentration zugegeben.
Wird die Ananaspflanze zu groß und muss sie umgetopft werden, sollten Sie Einheitserde mit etwas grobem Sand oder Styromull auflockern.

Vermehrung

Am einfachsten lässt sich die Ananaspflanze durch die Kindel vermehren, die nach der Blüte am Fuß der Pflanze wachsen. Sie werden, am besten im März oder April, vorsichtig abgetrennt und extra eingepflanzt.
Interessanter ist es, die Blattrosette an der Fruchtspitze mit einem Stück der Frucht abzuschneiden. Lassen Sie die Schnittfläche 1-2 Tage antrocknen, stecken Sie sie dann in sandige Vermehrungserde. Der beste Platz: warm, hell und unter Glas.

Krankheiten und Schädlinge

Bei zu trockener Luft rollen sich die Blätter ein, und die Blattspitzen sterben ab. Wenn Sie sofort (und in der Folgezeit) regelmäßig sprühen, erholt sich die Pflanze wieder. Werden die Blätter blass, steht die Pflanze meist zu dunkel. Wenn der Wurzelhals fault, hat die Ananas zu nass und zu kalt gestanden. Manchmal können Sie die Pflanze so retten: wärmer stellen, austrocknen lassen, Wurzelhalszone mit einem Gemisch aus Sand und Blumenerde bedecken.

Extratipp

Achten Sie beim Standort der Pflanze darauf, dass die gezähnten Blattränder gefährlich scharf sind und zu Verletzungen führen können.

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