Avocado (Persea americana)

Tipps, Tricks und alles über Pflege, Standort und Pflanzenschutz.
Avocado (Persea americana)

Pflanzenfamilie

Lauraceae (Lorbeergewächse)

Allgemein

Die meisten Avocadobäumchen, die man bei uns auf den Fensterbänken sieht, sind selbst gezogen. Kaufen kann man die hübsche Pflanze nur selten. Avocados gehören zu den Topfpflanzen, die zwar einige Sonderwünsche haben, im Großen und Ganzen jedoch recht pflegeleicht sind. Aber: Selbst bei der besten Pflege bekommt die Avocado im Zimmer keine Früchte. In ihrer tropischen Heimat, in Nord- und Südamerika, kann ein Avocadobaum bis zu 20 m hoch werden. Dort bekommt sie gelbgrüne Blüten, die an den Spitzen der Zweige sitzen und betörend duften. Als Zimmerpflanze müssen Sie sich mit einer Grünpflanze begnügen, die etwa 1,50 m hoch wird.

Arten

Wild wachsend kennt man viele verschiedene Avocado-Arten. Die Avocados, die man bei uns zu kaufen bekommt, stammen von der Art Persea americana.

Standort

Eine Avocado kann, wenn es sich gar nicht anders einrichten lässt, das ganze Jahr über im geheizten Zimmer stehen. Allerdings verliert sie im Winter dann oft die Blätter. Besser ist von November bis Februar ein kühler Platz bei etwa 10-15 Grad. Aber sehr hell sollte er sein, mit hoher Luftfeuchtigkeit.

Pflege

Den ganzen Sommer über braucht eine Avocadopflanze sehr viel Wasser. Im Winter dagegen darf nur so viel gegossen werden, dass die Blätter nicht abfallen. Die Luft soll sehr feucht sein: Übersprühen Sie die Pflanze mehrmals täglich mit lauwarmem Wasser. Von März bis Ende August dem Gießwasser alle zwei Wochen Flüssigdünger zugeben.
Umgetopft wird im Frühjahr, in Einheitserde mit Lehmzusatz. Normale Blumenerde vertragen manche Avocados nicht, dann vergilben ihre Blätter. Beim Umtopfen können Sie lange, verkahlte Triebe beliebig zurückschneiden.

Vermehrung

Ein Avocadobaum wird immer aus Samen herangezogen. In die Erde gesteckt, bekommt der Kern bei etwa 25 Grad nach einiger Zeit Wurzeln.
Avocados keimen aber auch in einem Glas mit Wasser. Stecken Sie drei Zahnstocher ringsum in den Kern und hängen ihn so zur Hälfte ins Wasser. Nach einiger Zeit (oft erst nach Monaten) wächst unten eine Wurzel heraus. Oben trennen sich dann die beiden Kernhälften, um den Keimling freizugeben. Wichtig beim Antreiben: Das spitze Samenende muss nach oben zeigen.

Krankheiten und Schädlinge

Krankheiten und tierische Schädlinge treten bei richtiger Pflege so gut wie nie auf. Abfallende Blätter im Winter sind ein Zeichen für einen zu warmen oder zu dunklen Standort. Braune Blattspitzen können ein Zeichen für Wassermangel, aber auch für zu wenig Dünger sein.

Extratipp

Selbstgezogene Avocadopflanzen schießen oft senkrecht in die Höhe. Wenn Sie die Triebspitze abkneifen, entwickeln sich auch Seitentriebe.

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