Amaryllis bella-donna Belladonnalilie

Belladonnalilie

Pflanzenfamilie

Amaryllidaceae (Amaryllisgewächse)

Allgemein

Sie ist die echte Amaryllis, die einzige ihrer Gattung. Von dem im Volksmund als Amaryllis bezeichneten Ritterstern unterscheidet sie sich vor allem durch ihren Wachstumsrhythmus: Ihre Blütezeit ist im Herbst. Als Zimmerpflanze ist sie nicht ganz einfach zu halten. Belladonnalilie und Ritterstern (Hippeastrum) gehörten früher einmal zu derselben Pflanzengattung. Auch heute werden sie noch häufig miteinander verwechselt, obwohl es - von der Blütezeit einmal abgesehen - noch mehr Unterscheidungsmerkmale gibt: Die Blüten der Belladonnalilie sind kleiner, duften aber dafür intensiver als die vom Ritterstern; die Blütenstengel sind fest, die von Hippeastrum hohl; Belladonnalilien im Topf sieht man bei uns nicht allzu häufig. Meist werden die Zwiebeln zum Antreiben angeboten.

Arten

In der Gattung Amaryllis findet sich heute nur noch eine Art: Amaryllis bella-donna, die Belladonnalilie. Davon aber gibt es verschiedene Sorten mit weißen, rosa oder roten Blüten.
Die bekanntesten sind "Hathor", deren weiße Blüten einen gelben Kelch haben, und "Barberton" mit tiefrosa Blüten.

Standort

Die Belladonnalilie schätzt einen sonnigen Platz mit viel frischer Luft. Häufig wird sie im Sommer im Freien aufgestellt. Aber natürlich blüht sie dann noch nicht - sie ist also keine große Zierde für die Terrasse, aber der Frischluftaufenthalt tut ihr gut. Sie muss allerdings etwas regengeschützt stehen, sollte nicht vor Ende Mai hinaus und Anfang September wieder zurück ins Haus. Im Winter sollte die Pflanze zwar kühl stehen, aber auf keinen Fall darf sie Frost ausgesetzt werden.

Pflege

Als typische Zwiebelpflanze hat die Belladonnalilie - wie der Ritterstern - eine ausgesprochene Wachstums- und Blütezeit und danach eine Ruheperiode. Die Hauptwachstumsphase beginnt bei der Belladonnalilie im Sommer. Dann kann man Zwiebeln um- oder neu eintopfen. Ausgewachsene Pflanzen sollten Sie allerdings nur alle drei Jahre umsetzen, da sie in einem Topf, der von den Wurzeln ziemlich ausgefüllt wird, am besten gedeihen.
Bis zum Erscheinen der ersten neuen Triebe wird mäßig, danach reichlich gegossen. Dann können Sie auch mit dem Düngen beginnen: etwa alle zwei Wochen eine Portion Flüssigdünger ins Gießwasser geben.
Wenn die Blüten verwelkt sind, werden die Schäfte abgeschnitten und abgestorbene Blätter abgenommen. Im Winter und Frühjahr wird nur ganz wenig gegossen und nicht gedüngt. Wenn in dieser Zeit Blätter absterben, ist das ein ganz normaler Vorgang. Schon bald entwickeln sich neue.

Vermehrung

Die Belladonnalilie kann man durch Brutzwiebeln vermehren, die an der Mutterzwiebel sitzen. Diese beim nächsten Umtopfen vorsichtig abnehmen und extra eintopfen.

Krankheiten und Schädlinge

Wenn die Belladonnalilie kaum blüht, kann mangelhafte Ernährung die Ursache sein. Zeigen sich gar keine Blattspitzen, kann es sein, dass die Zwiebel in der Erde verfault ist. Das kommt vor, wenn Sie in der Zeit vom Einpflanzen bis zur Blattentwicklung zu viel gießen. Auch der Rote Brenner, eine Pilzkrankheit, kann Zwiebeln faulen lassen. Beugen Sie vor, indem Sie die Pflanzen hell, luftig und nicht zu warm stellen. Wenn Spinnmilben auftreten, die Schädlinge mit einem scharfen Wasserstrahl abspülen.

Extratipp

Die Zwiebel immer so eintopfen, dass sie zu etwa einem Drittel aus der Erde schaut.

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