Exacum affine Blaues Lieschen, Bitterblatt

Blaues Lieschen, Bitterblatt

Pflanzenfamilie

Gentianaceae (Enziangewächse)

Allgemein

Acht bis zehn Wochen lang, mitten im Sommer, blüht das Blaue Lieschen mit voller Kraft. Danach ist sein kurzes Leben meist vorbei - es sei denn, Sie überwintern die Pflanze zur Stecklingsvermehrung. Selbst bei bester Pflege wird ein Blaues Lieschen nicht alt. Trotzdem hat es sich zu einer der beliebtesten kleinen Blütenpflanzen entwickelt: wohl weil es gleichzeitig blühfreudig und problemlos ist.
Alles an der Pflanze ist klein und zierlich: die herzförmigen, glänzendgrünen Blättchen und die winzigen, duftenden Blüten. Neben den einfachen blauvioletten Blüten gibt es auch gefüllte und weiß blühende Blaue Lieschen. Blütezeit ist von Ende Juni bis September.

Arten

Als Blaues Lieschen wird nur eine Pflanzenart, Exacum affine, bezeichnet. Sie gehört zu den Enziangewächsen. Allerdings stammt das Blaue Lieschen nicht aus dem Hochland, wie man es von einem Enziangewächs erwarten könnte, sondern von der Insel Sokotra im Indischen Ozean.

Standort

Das Blaue Lieschen fühlt sich im Balkonkasten oder in einer Schale auf der Terrasse genauso wohl wie im Zimmer auf der Fensterbank. Wichtig ist ein heller Platz, an dem die Pflanze aber vor allzu greller Mittagssonne geschützt steht. Wenn Sie im Zimmer für viel frische Luft sorgen, hält die Blüte noch länger an. Die üblichen Sommertemperaturen sind der Pflanze gerade recht.
Soll sie nach der Blüte über den Winter gebracht werden, um im Frühjahr Stecklinge schneiden zu können, braucht die Pflanze einen kühleren Platz. Manchmal blüht auch eine überwinterte Pflanze im nächsten Jahr wieder, aber nicht mehr so schön.

Pflege

Das Wichtigste bei der täglichen Pflege ist: regelmäßig die welken Blüten auszupfen. Das macht zwar etwas Mühe, aber zum einen sieht das Blaue Lieschen dann immer hübsch und adrett aus, zum anderen kann es sich voll auf die Bildung neuer Blüten konzentrieren und vergeudet keine Kräfte, um langsam eintrocknende Blüten noch lange am Leben zu erhalten.
Gießen sollten Sie nicht zu viel und nicht zu wenig. Nasse Füße oder häufiges Austrocknen - beides verkürzt die Haltbarkeit der Pflanze beträchtlich. Sorgen Sie einfach dafür, dass die Erde stets leicht feucht ist. Machen Sie am besten vor jedem neuen Gießen die Daumenprobe. Bleibt Erde dran hängen, können Sie das Gießen noch aufschieben. Im Sommer alle 14 Tage düngen.

Vermehrung

Blaue Lieschen kann man im Januar und Februar aus Samen ziehen. Die Pflanze gehört zu den Lichtkeimern, d.h. Sie dürfen die Samen nicht mit Erde bedecken. Von überwinterten Pflanzen lassen sich auch im Frühjahr Stecklinge schneiden. Setzen Sie mehrere Sämlinge bzw. Stecklinge in einen Topf, damit die Pflanze buschiger wirkt. Der selbst gezogene Nachwuchs blüht nach etwa einem halben Jahr.

Krankheiten und Schädlinge

Das Blaue Lieschen ist eine robuste Pflanze, die nur selten krank wird oder Probleme macht. Bei zu warmer Überwinterung kann es vorkommen, dass die Triebe zu lang werden. Bei zu großer Feuchtigkeit kann Grauschimmel auftreten. Dann sehen die Pflanzenteile aus wie mit einem grauen Schimmelrasen überzogen. Entfernen Sie alle kranken Blätter und Triebe, und spritzen Sie den Rest der Pflanze mit einem Pilzbekämpfungsmittel.

Extratipp

Häufig werden Pflanzen in viel zu kleinen Töpfen verkauft. Darum sollten sie besser in größere Töpfe mit etwas mehr Erde umgesetzt werden.

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