Canna-Indica-Hybriden Blumenrohr

Blumenrohr

Pflanzenfamilie

Cannaceae (Cannagewächse)

Allgemein

Das Blumenrohr ist eine jener Pflanzen, die Terrasse oder Balkon südländisches Flair verleihen. Die Überwinterung ist einfach. Sie brauchen nur Platz für die Rhizome. Grüne oder rotbraune Blätter, gelbe, rosafarbene, rote oder auch zweifarbige Blüten - wer sich eine Canna kaufen will, hat eine reiche Auswahl. Verkauft werden die Rhizome zum Selbstantreiben im zeitigen Frühjahr oder blühende Pflanzen im Frühsommer. Die Blütezeit des Blumenrohrs beginnt im Juni und dauert bis zum Frost.

Arten

Was verkauft wird, sind immer Hybridensorten, also Kreuzungen, deren Eltern nicht mehr so genau bekannt sind. Gehandelt werden sie unter der Bezeichnung Canna-Indica-Hybriden. Davon gibt es viele verschiedene Sorten, auch niedrige für Kästen und Kübel.

Standort

Das Blumenrohr schätzt einen Platz an der Sonne. Steht es im Sommer draußen, dann möglichst windgeschützt. Wird die Pflanze im Zimmer gehalten, sollten Sie für viel frische Luft sorgen. Übrigens: Setzen Sie die Pflanzen immer erst nach den Eisheiligen nach draußen. Nach dem Welken im Herbst kommen die Rhizome zum Überwintern ins Haus. Die richtigen Wintertemperaturen: 8-10 Grad. Damit sie nicht eintrocknen, werden sie in leicht feuchten Torf oder Sand gebettet.

Pflege

Als ursprünglicher Sumpfbewohner braucht das Blumenrohr den ganzen Sommer über viel Wasser; es darf ruhig auch etwas im Untersatz stehen. Düngen sollten Sie wöchentlich. Damit Sie im Mai schon große Pflanzen haben, sollten Sie die Rhizome bereits im März eintopfen. Legen Sie mehrere Rhizomstücke zusammen in breite Töpfe mit guter, nährstoffreicher Blumenerde und stellen Sie diese warm. Sobald sich die ersten Triebe zeigen, muss der Standort sehr hell sein.

Vermehrung

Beim Eintopfen kann man die Rhizome teilen. Jedes Teilstück sollte aber drei bis vier Triebaugen haben. Lassen Sie die Stücke vor dem Einpflanzen etwas abtrocknen. Möglich ist auch eine Neuanzucht aus Samen.

Krankheiten und Schädlinge

Wenn der Überwinterungsraum für die Rhizome nicht trocken genug ist, können sie von Grauschimmel befallen werden. Merkt man den Schaden früh genug, kann man sie ins Wasser legen, dem ein Pilzbekämpfungsmittel beigemischt wurde. Bevor sie anschließend wieder zur Winteraufbewahrung kommen, müssen die Rhizome gründlich trocknen. Im Sommer treten vor allem im Freien häufig Blattläuse auf. Versuchen Sie, die Tiere mit dem Gartenschlauch abzuspülen.

Extratipp

Wer will, kann das Blumenrohr auch im Mai ins Gartenbeet setzen. Anfang Oktober kommen die Rhizome zum Überwintern wieder ins Haus.

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