Blutblume (Haemanthus katherinae)

Tipps, Tricks und Alles über Pflege, Standort und Pflanzenschutz.
Blutblume (Haemanthus katherinae)

Pflanzenfamilie

Amaryllidaceae (Amaryllisgewächse)

Allgemein

Blutblumen sind Liebhaberpflanzen, die große, imposante, aber kurzlebige Blütenkugeln bekommen. Manche Blüten ähneln Rasierpinseln, andere sind aus lauter Sternchen zusammengesetzt. Es sind Sommerblüher, im Herbst sterben sie ab. Die Blutblume gehört bei uns nicht gerade zu den häufigen Zimmerpflanzen. Dabei ist sie nicht schwieriger als viele andere Topfpflanzen. Allerdings ist sie eine ausgesprochene Saisonschönheit. Wie ihre Verwandte, die Amaryllis, legt sie im Winter eine strenge Ruhezeit ein, während der die Blätter eintrocknen. Die Blütendolden der Blutblume können einen Durchmesser von 15 cm erreichen. Sie sind blutrot, gelegentlich auch orangefarben.

Arten

Als Blutblumen bezeichnet man die rotblühenden, sommergrünen Haemanthus-Arten. Dazu gehören H. katherinae, bei der die Blätter gleichzeitig mit dem Blütenstand erscheinen, H. multiflorus (multiflorus = vielblütig), bei der sich die Blätter meist erst nach der Blüte (die schon im Frühjahr erscheint) entwickeln, außerdem die Haemanthus-Hybriden mit der bekannten Sorte "König Albert". Zur gleichen Gattung gehört auch das Elefantenohr (H. albiflos).

Standort

Blutblumen brauchen im Frühjahr und Sommer, während ihrer Wachstumszeit, einen Platz am hellen Ost- oder Westfenster. Ein Südfenster ist nur dann geeignet, wenn Sie an Sonnentagen in der Mittagszeit für etwas Schatten sorgen, zum Beispiel eine Jalousie vorziehen. Ältere Blutblumen können im Sommer auch im Freien stehen. Im Herbst, wenn die Ruhezeit beginnt, sollte die Blutblume kühler stehen, möglichst bei Temperaturen zwischen 12 und 15 Grad.

Pflege

Im Frühjahr und im Sommer brauchen Blutblumen reichlich Wasser. Stehende Nässe allerdings vertragen sie nicht. Dann beginnen sie zu faulen. Kontrollieren Sie deshalb stets eine halbe Stunde nach dem Gießen den Untersatz und leeren ihn notfalls aus. Im September sollten Sie allmählich weniger gießen. Während der Ruhezeit wird das Gießen noch mehr eingeschränkt; allerdings darf die Erde nicht komplett austrocknen. Im Frühjahr dann werden die Wassergaben allmählich wieder gesteigert. Damit die Pflanzen kräftig wachsen, sollten sie im Frühjahr und Sommer alle zwei Wochen gedüngt werden.
Etwa im März beginnen die Pflanzen neu auszutreiben. Kurz vorher, Anfang des Monats, sollten die Zwiebeln in frische Erde gesetzt werden. Bei älteren Pflanzen ist das jedoch nur noch alle drei Jahre notwendig. Achten Sie beim Umtopfen darauf, dass die Wurzeln nicht beschädigt werden.

Vermehrung

Ältere Pflanzen bilden kleine Nebenzwiebeln aus, die Sie beim Umtopfen vorsichtig abnehmen und extra eintopfen können. Auch eine Anzucht aus Samen ist möglich.

Krankheiten und Schädlinge

Wenn die Pflanze anfängt zu faulen, haben Sie zu viel gegossen. Meist ist sie dann nicht mehr zu retten. Bei zu feuchter oder stickiger Luft können bei einigen Haemanthus-Arten an Blättern und Blüten rötliche Flecken auftreten: Anzeichen für den Roten Brenner, eine Pilzkrankheit. Besorgen Sie sich im Fachhandel ein Kupferpräparat, mit dem Sie spritzen müssen. Und ändern Sie den Standort der Pflanze. Auch Schmier- und Wollläuse können auftreten. Sie sitzen meist versteckt in den Blattscheiden der unteren Blätter.

Extratipp

Bei Blutblumen, die nicht umgetopft werden, sollten Sie im Frühjahr vorsichtig die oberste Erdschicht im Topf erneuern.

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