Blütenbegonie, Knollenbegonie

Knollenbegonie (Begonia): Tipps, Tricks und Alles über Pflege, Standort und Pflanzenschutz.
Blütenbegonie, Knollenbegonie

Pflanzenfamilie

Begoniaceae (Begoniengewächse)

Allgemein

An blühenden Begonien können Sie sich das ganze Jahr über erfreuen. Es gibt solche, die im Frühjahr im Balkonkasten, solche, die im Sommer auf dem Gartenbeet und solche, die im Winter in der Wohnung blühen. Am Nordfenster, wo normalerweise wenig blüht, fühlen sich die Blütenbegonien wohl. Unter dem Sammelnamen Blütenbegonien sind verschiedene Arten zusammengefasst. Einige der schönsten Zimmerpflanzen findet man darunter. Leider sind sie alle etwas pflegebedürftig.

Arten

Die Knollenbegonie (B. tuberhybrida) ist die typische Balkon-Begonie, die sich aber im Zimmer fast genauso wohl fühlt. Sie blüht im Frühsomer. Im Herbst sterben die oberirdischen Teile ab, nur die Knolle überwintert und treibt im nächsten Frühjahr neu aus. Die immerblühenden Begonien (B. semperflorens) sind häufiger auf dem Gartenbeet als auf der Fensterbank zu finden. Es sind einjährige Pflanzen, die man im Frühjahr selbst aussäen kann. Lorraine-Begonien blühen mitten im Winter zum Advent. Diese Monate sind auch die natürliche Blütezeit der Elatior und Rieger-Begonien. Allerdings werden diese beiden durch spezielle Lichtbehandlungen heute das ganze Jahr über blühend verkauft.

Standort

Die meisten Begonien wollen einen halbschattigen bis schattigen Standort. Ausnahme: Die immerblühende Begonie braucht Sonne. Die Winterblüher sollten nicht zu warm stehen. Knollen bei 10 Grad überwintern.

Pflege

Alle Begonien brauchen regelmäßig und reichlich Wasser, aber nie die Blüten und Blätter mitgießen. Nasse Füße vertragen sie nicht, deshalb ist eine gute Drainageschicht im Topf wichtig. Die Luft sollte im Winter nicht zu trocken sein; stellen Sie einen Luftbefeuchter auf. Gedüngt werden die Begonien während ihrer jeweiligen Blütezeit etwa alle 14 Tage. Welke Blüten sofort abknipsen, da sich sonst Pilze darauf ansiedeln.

Vermehrung

Verschiedene Methoden sind möglich. Die immerblühenden Begonien kann man im Januar/Februar selbst aussäen. Da aber die Samen sehr fein sind, ist eine Stecklingsvermehrung im Sommer einfacher. Durch Stecklinge vermehrt man auch die Winterblüher, am besten zwischen November und Januar. Sie wurzeln leicht in Wasser, aber auch in Erde. Knollenbegonien schließlich kann man teilen: Die Knollen Ende Februar in einem feuchten Torfbett antreiben, bei etwa 18 Grad. Wenn sich Triebe zeigen, die Knolle durchschneiden, sodass jedes Teil einen Trieb hat.

Krankheiten und Schädlinge

Wenn Blätter und Blüten beim Gießen ständig nass werden, kann es zu Flecken und Fäulnis kommen. Auch Mehltau und Grauschimmel treten leicht auf. Deshalb dürfen die Pflanzen nicht besprüht werden; stellen Sie lieber einen Luftbefeuchter auf. Ist die Erde längere Zeit nass, entsteht Wurzel- und Stengelfäule. Dann können Sie die Pflanzen nur noch wegwerfen. Wichtig: Abgestorbene Pflanzenteile müssen so schnell wie möglich entfernt werden, um Pilzinfektionen vorzubeugen. Fallen die Blüten frühzeitig ab, ist oft die Luft zu trocken. Insekten, vor allem Spinnmilben und Thripse, stellen sich bei falschem Standort ein. Ganz generell lässt sich sagen, dass Begonien jeden Fehler, sei es ein falscher Platz oder falsche Pflege, übelnehmen.

Extratipp

Begonienknollen, die in Torf eingebettet überwintern, müssen Sie öfter kontrollieren. Fangen die Knollen an zu schrumpeln, den Torfmull etwas anfeuchten.

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