Kalanchoe daigremontiana Brutblatt, Kalanchoe

Brutblatt, Kalanchoe

Pflanzenfamilie

Crassulaceae (Dickblattgewächse)

Allgemein

Das Brutblatt hat seine Kinder immer dabei. Sie sitzen als Minipflanzen an den Blatträndern, rieseln auf die Erde und wachsen dort gleich weiter. Angeblich soll es das Brutblatt gewesen sein, das Goethe in seinem Gedicht "Die Metamorphose der Pflanzen" beschrieben hat. Von ihrer interessanten Vermehrungsart einmal abgesehen sind Brutblätter mit ihren bizarren Formen aber auch schmucke Blattpflanzen, die meterhoch werden können. Und die dazu leicht zu pflegen sind. Ausgewachsene Pflanzen bekommen glockenförmige, grauviolette Blüten.

Arten

Zwei Brutblatt-Arten, die früher eine selbständige Gattung mit dem Namen Bryophyllum bildeten, sieht man besonders häufig. Kalanchoe daigremontiana hat große, dreieckige Blätter, die ringsum mit Brutknospen besetzt sind. Kalanchoe tubiflora hat röhrenförmige Blätter, bei denen die Brutknospen nur an den Spitzen sitzen. Beide Arten wachsen eigentlich aufrecht. Bei K. tubiflora allerdings neigen sich die Triebe bei einer gewissen Höhe auch wieder nach unten und kriechen auf der Fensterbank entlang. Eine seltenere Nachwuchs tragende Art ist Kalanchoe crenata mit rundlichen Blättern.

Standort

Damit die Pflanzen kräftig wachsen und die schöne Blattzeichnung (vor allem bei K. tubiflora) erhalten bleibt, brauchen sie den sonnigsten Platz in der Wohnung. Im Sommer kann man alle Brutblattarten auch nach draußen, an eine wind- und wettergeschützte Stelle auf den Balkon oder die Terrasse stellen.
Im Winter sollten Brutblätter möglichst kühl, um 10 Grad, stehen. Sie können auch im geheizten Zimmer bleiben. Dann werden die Triebe aber sehr lang und die Pflanzen kommen nicht zur Blüte.

Pflege

Ein Brutblatt bekommt das ganze Jahr über nur wenig Wasser. Steht es im Winter sehr kühl, unter 5 Grad, kann es sogar wie Kakteen fast trocken gehalten werden. Gedüngt wird nur drei- bis viermal im Sommer mit Kakteendünger. Im März werden die Pflanzen umgetopft, in eine Mischung aus Kakteen- und Blumenerde (je zur Hälfte). Bei der Gelegenheit (oder im Sommer) können zu hohe Pflanzen eingekürzt werden.

Vermehrung

Die Vermehrung ist kinderleicht. Wenn die jungen Pflänzchen sich nicht schon von selbst einen Platz zum Wachsen suchen, brauchen sie nur abgenommen und - mehrere zusammen - auf einen Topf mit Erde gesetzt werden. Das kann das ganze Jahr über passieren. Werden ausgewachsene Pflanzen zu groß und deswegen geköpft, können sie die Triebspitzen auch als Stecklinge benutzen. Dabei sollten die Schnittstellen vorm Stecken aber erst einen Tag abtrocknen.

Krankheiten und Schädlinge

Brutblatt-Kalanchoen werden so gut wie nie krank. Allerdings sieht man in Wohnungen häufig Pflanzen mit sehr langen, aber ganz dünnen Trieben. Diese Kalanchoen sind dann zu warm überwintert worden. Wenn die Pflanzen zu stark gedüngt werden, verlieren sie ebenfalls ihren charakteristischen Wuchs.

Extratipp

Ist ein Brutblatt zu hoch geworden, können Sie es köpfen. Die beste Zeit: der Hochsommer, etwa im August. Dadurch wird auch eine Verzweigung gefördert.

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