Didymochlaena truncatula Didymochlaena

didymochlaena

Pflanzenfamilie

Dryopteridaceae (Wurmfarngewächse)

Allgemein

Ein fast unaussprechlicher Name für einen auf dem Markt noch relativ neuen Farn. Er ist zwar sehr dekorativ, hat aber viele Sonderwünsche an Platz und Pflege. Schon vor 200 Jahren wurde dieser Farn von einem schwedischen Botaniker auf den Westindischen Inseln entdeckt. Trotzdem gehört er auch heute noch zu den unbekannteren Zimmerfarnen. Wer ihm aber die richtigen Lebensbedingungen bietet, hat nach einiger Zeit eine große, üppige Pflanze.

Arten

Als Zimmerpflanze kennt man nur eine Art: Didymochlaena truncatula. Einen wirklich gebräuchlichen deutschen Namen besitzt dieser Farn nicht. Der botanische Name bedeutet übersetzt doppelte Hülle und bezieht sich auf die Umhüllungen der Sporenhäufchen. Didymochlaena gehört zur Familie der Wurmfarngewächse. Übrigens sind die jungen Blättchen bei diesem Farn noch bräunlich, erst später bekommen sie ihre dunkelgrüne Färbung.

Standort

In seiner Heimat wächst der Farn als Bodenpflanze im schattigen Regenwald. Einen schattigen Platz, an einem Nordfenster, sollten Sie ihm auch im Zimmer geben. Er darf sogar etwas weiter weg vom Fenster stehen. Ganz wichtig ist eine hohe Luftfeuchtigkeit, über 60 Prozent. Sprühen Sie die Wedel an warmen Tagen mit entkalktem Wasser. Im Sommer schätzt die Pflanze normale Zimmertemperatur. Im Winter steht sie, anders als viele andere Farne, lieber etwas kühler, bei etwa 14 Grad. Was Sie immer vermeiden sollten, sind plötzliche Temperaturschwankungen.

Pflege

Didymochlaena gehört zu den eher empfindlichen Farnen. Einerseits trocknet er sehr schnell aus, andererseits können Sie ihn leicht übergießen. Am besten aufgehoben ist er in einem Topf mit automatischer Bewässerung, aus dem er sich selbst das nötige Wasser holt. Ganz wichtig ist weiches, entkalktes Wasser zum Gießen, das immer zimmerwarm sein sollte. Salzempfindlich ist der Farn auch. Nehmen Sie deshalb höchstens die Hälfte der vorgeschriebenen Düngermenge (im Frühjahr und Sommer alle 14 Tage) und feuchten Sie vor dem Düngen die Erde an. Im Winter wird nicht gedüngt und auch weniger gegossen. Im Frühjahr, wenn der Farn neu austreibt, sollte er umgetopft werden. Dann ist auch das Besprühen besonders wichtig.

Vermehrung

Einen fülligen Farn können Sie beim Umtopfen problemlos teilen. Möglich, aber ein wenig mühsam ist die Sporen-Aussaat. Die reifen Sporen keimen am besten bei Temperaturen von 24-26 Grad, bei hoher Luftfeuchtigkeit. Sie dürfen nicht mit Erde bedeckt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Wenn die Stiele schlaff herabhängen und die Blättchen rieseln, fehlt es dem Farn wahrscheinlich an Wasser. Werden die Blättchen braun und welk, ist in den meisten Fällen eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit schuld. Sprühen Sie häufiger mit dem Wasserzerstäuber, vor allem die Jungpflanzen. An Schädlingen können Schildläuse auftreten. Bei den vielen kleinen Blättern allerdings ist das bewährte Abkratzen mit einem spitzen Messer eine mühsame Angelegenheit.

Extratipp

Diesen Farn findet man oft in Geschenkkörben zusammen mit anderen Pflanzen. Setzen Sie ihn möglichst bald in einen separaten Topf.