Drehfrucht (Streptocarpus-Hybriden)

Tipps, Tricks und alles über Pflege, Standort und Pflanzenschutz.
Drehfrucht (Streptocarpus-Hybriden)

Pflanzenfamilie

Gesneriaceae (Gesneriengewächse)

Allgemein

Ein hübscher Sommerblüher, der nur wenig Platz auf der Fensterbank braucht. Im Frühjahr findet man die Drehfrucht in allen Blumengeschäften. Ihre Heimat ist Südafrika und Madagaskar. Nur dort wächst sie als Bodendecker in Gebirgswäldern, in Gegenden mit einem milden Tropenklima.
Vor rund 150 Jahren kam sie nach Europa. Aber erst in den letzten Jahren haben sich die Züchter ausgiebig mit der Pflanze beschäftigt. Heute bekommt man die Drehfrucht in allen möglichen Blütenfarben, auch mit zweifarbigen Blüten, nur nicht in Gelb. Die Blätter der Pflanze sitzen ohne Stiel in einer Rosette zusammen. Sie sind grob und runzlig, allerdings auch etwas empfindlich. Sie brechen leicht ab.
Die Drehfrucht blüht vom Frühjahr bis zum Herbst. Am besten kaufen Sie die Pflanze rechtzeitig im Jahr, damit Sie die lange Blütezeit so richtig genießen können. Suchen Sie sich ein Exemplar aus, das recht viele Knospen hat und dunkelgrüne, unbeschädigte Blätter. Übrigens: Den Namen Drehfrucht verdankt die Pflanze ihren Fruchtkapseln, die korkenzieherähnlich verdreht sind. Auch der botanische Name Streptocarpus hat die gleiche Bedeutung.

Arten

Als Zimmerpflanze werden vor allem Streptocarpus-Hybriden verkauft, mit verschiedenen Blattformen und unterschiedlichen Blütenfarben. An ihrer Entstehung sind mehrere Arten beteiligt.

Standort

Was den Standort angeht, ist die Drehfrucht ein bisschen heikel. In einem Zimmer, in dem sehr viel geraucht wird, in dem es zu warm oder zu kühl ist oder in dem es zieht, welken die Blüten bald. Und wenn sie zu oft hin und hergerückt wird, mag sie das auch nicht. Haben Sie also einen Platz gefunden, der Ihrer Pflanze zusagt, dann sollte sie dort auch stehenbleiben. Ideal ist ein Ost- oder Westfenster, mit der milden Morgen- oder Abendsonne. Im Sommer verträgt die Pflanze die normalen Zimmertemperaturen, im Winter allerdings sollte sie besser in einem kühleren Raum stehen. Erst im März wird die Drehfrucht wieder wärmer gestellt.

Pflege

Im Sommer müssen Sie die Erde stets gleichmäßig feucht halten. Da aber die Blätter zum Faulen neigen, wenn sie zu nass werden, gießen Sie am besten von unten über einen Untersatz. Ist die Pflanze einmal ausgetrocknet und beginnt zu welken, dann erholt sie sich wieder bei einem Tauchbad. Im Winter, an einem kühlen Platz, genügt es meist, wenn Sie einmal in der Woche gießen. Nehmen Sie immer abgestandenes, lauwarmes Wasser. Gedüngt wird von April bis Oktober einmal in der Woche. Umtopfen nach der Winterruhe, etwa im März. Nehmen Sie nicht zu große Töpfe, und sorgen Sie für eine gute Drainageschicht.

Vermehrung

Die Drehfrucht wird durch Blattstecklinge vermehrt. Schneiden Sie die Blätter entlang des Mittelnervs durch. Die beiden Hälften mit den Schnittflächen in ein Erde-Sand-Gemisch stecken und mit Folie abdecken. Am Nerv bilden sich neue Pflänzchen, die man extra eintopfen kann.

Krankheiten und Schädlinge

Bei Nässe und niedrigen Temperaturen kann Grauschimmel (Botrytis) auftreten. Dann müssen Sie sofort die kranken Stellen wegschneiden und den Rest mit einem Pilzbekämpfungsmittel behandeln. Wenn Sie die Blätter besprühen, kommt es leicht zu Blattflecken. Solche Flecken können allerdings auch bei direkter Sonneneinstrahlung entstehen (Verbrennungen).

Extratipp

Die Blütezeit der Drehfrucht kann - mit einem kleinen Trick - bis weit in den Herbst hinein reichen: Verlängern Sie einfach den Pflanzen-Tag mit etwas Kunstlicht.

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