Gerbera (Gerbera jamesonii)

Tipps, Tricks und Alles über Pflege, Standort und Pflanzenschutz.
Gerbera (Gerbera jamesonii)

Pflanzenfamilie

Asteraceae (Korbblütler)

Allgemein

Als Schnittblume ist die Gerbera weit verbreitet. Leider ist sie als Zimmerpflanze nicht ganz pflegeleicht. Die Gerbera im Topf sieht ein wenig anders aus als jene Pflanzen, die für Schnittblumen gezogen werden. Es handelt sich dabei nämlich um besonders schwachwüchsige Sorten, die zudem noch mit wachstumshemmenden Mitteln behandelt wurden. Nach einigen Monaten allerdings lässt die Wirkung dieser Mittel nach. Blüten können zwischen April und September erscheinen; es gibt viele verschiedene Blütenfarben. Jede einzelne Blüte hält sehr lange.

Arten

Insgesamt kennt man rund 45 Gerbera-Arten, die im südlichen Afrika und Asien beheimatet sind. Die wichtigste ist Gerbera jamesonii, die vor 100 Jahren von dem Engländer William Jameson eingeführt wurde. Früher hatte diese Art einfache Blüten, inzwischen gibt es auch Sorten mit gefüllten Blüten.

Standort

Die Pflanzen sind sehr lichthungrig, vertragen auch volle Sonne. Stellen Sie sie im Winter ans hellste Fenster; besser noch wäre ein temperiertes Gewächshaus. Im Sommer kann eine Gerbera draußen stehen, jedoch nur, wenn die Temperaturen nicht unter 16 Grad fallen. Im Winter muss es kühler sein, aber auch nicht unter 12 Grad. Während der Wachstumszeit braucht die Gerbera eine hohe Luftfeuchtigkeit; sprühen Sie täglich die Blätter an.

Pflege

Im Sommer müssen Sie kräftig gießen; die Erde darf nie austrocknen. Im Winter, am kühleren Platz, wird natürlich etwas weniger gegossen. Geben Sie dem Gießwasser von April bis September wöchentlich Flüssigdünger zu - aber weniger, als auf der Packung angegeben. Umgetopft werden ältere Pflanzen im Frühjahr in normale Blumenerde.

Vermehrung

Eine Gerbera kann man im Februar oder Mitte September aus Samen ziehen. Dieser muss aber sehr frisch sein; seine Keimfähigkeit lässt rasch nach. Die beste Keimtemperatur beträgt 22-24 Grad. Ältere Pflanzen kann man auch beim Umtopfen teilen. Gärtner vermehren ausgefallene Sorten auch häufig durch Stecklinge.

Krankheiten und Schädlinge

Die schlimmste Krankheit, die diese Pflanze befallen kann, ist die Gerberafäule. Zuerst verfärben sich die Blätter fahlgrün bis graubraun, dann fault die Pflanze am Stammansatz und an den Wurzeln. Schuld an der Erkrankung können zu hohe Bodenfeuchtigkeit, zu niedrige Temperaturen, zu saurer Boden und zu viel Dünger sein. Erkrankte Pflanzen sind nicht mehr zu retten; sie müssen sofort weggeworfen werden. Grauschimmel tritt auf, wenn es den Pflanzen an frischer Luft fehlt, wenn sie zu eng stehen, die Erde zu nass ist und/oder die Temperaturen schwanken. Pflücken Sie erkrankte Blätter ab, schützen Sie die restliche Pflanze durch Spritzen mit einem Fungizid vor Ansteckung. Und ändern Sie vor allem die falschen Umweltbedingungen. An Schädlingen können vor allem Weiße Fliegen und Blattläuse auftreten. Gegen die Fliegen helfen Gelbtafeln, die in den Topf gesteckt werden; Läuse kann man im Anfangsstadium oft noch abspülen.

Extratipp

Ältere Pflanzen blühen nicht mehr so schön. Sorgen Sie deshalb immer rechtzeitig für Nachwuchs.

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