Chrysalidocarpus lutescens Goldfruchtpalme

goldfruchtpalme

Pflanzenfamilie

Arecaceae (Arecapalmen)

Allgemein

Die Goldfruchtpalme gehört zu den beliebtesten Zimmerpalmen. Sie wächst relativ langsam, kann aber im Laufe der Jahre meterhoch werden. Dann ist sie mit ihren ausladenden, überhängenden Wedeln in einem geräumigen Wintergarten besser aufgehoben als im Wohnzimmer. Ältere Palmen machen sich im Sommer auch gut als Kübelpflanzen auf Terrasse oder Balkon. Häufig kommt die Goldfruchtpalme unter falschem Namen daher, wird als Arecapalme bezeichnet. Das ist um so verwirrender, da es daneben eine echte Areca gibt, auch als Betelpalme bekannt. Glücklicherweise setzt sich der richtige Name heutzutage mehr und mehr durch. Goldgelb sind die Früchte dieser Fiederpalme, die sich allerdings bei Zimmerpalmen kaum bilden. In der Natur kann die Goldfruchtpalme über 10 m hoch werden. Im Topf bleibt ihr Stamm, der sich durch das allmähliche Abwelken der unteren Wedel bildet, niedriger.

Arten

Es gibt nur eine Art: Chrysalidocarpus lutescens. Sie ist auf Madagaskar zu Hause. Dort findet man sie nicht nur überall in den Gärten, sondern auch als Straßenbaum.

Standort

Die Goldfruchtpalme verträgt sowohl Sonne als auch Halbschatten. Steht sie allerdings im Zimmer, hinter Glas, sollte sie vor allzu greller Sommersonne geschützt werden. Hohe Temperaturen sind wichtig für ihr gutes Gedeihen. Auch im Winter können diese 18 bis 22 Grad betragen. Auf keinen Fall sollte die Temperatur unter 15 Grad absinken. Die Luft darf nicht zu trocken sein; sprühen Sie bei hohen Temperaturen und vor allem im Winter, wenn die Zentralheizung läuft, häufig die Blattwedel an.

Pflege

Die Pflanze verträgt viel Feuchtigkeit. Sie verträgt sogar gelegentliche Fußbäder. Diese Vorliebe fürs Nasse macht sie auch zu einer idealen Hydrokulturpflanze. Wenn Sie sehr kalkhaltiges Wasser haben, sollten Sie es zum Gießen und auch zum Sprühen vorher entkalken. Von Zeit zu Zeit sollten Sie auch die Wedel mit einem feuchten Tuch vom Staub befreien.
Gedüngt wird von März bis Anfang August einmal in der Woche mit Flüssigdünger. Junge Palmen sollten jährlich umgetopft werden, ältere nur noch alle drei bis vier Jahre. Sie können normale Einheitserde benutzen, die Sie um den Wurzelballen herum gut andrücken müssen. Nach dem Umtopfen sollten Sie zunächst etwas sparsamer gießen. Die beste Zeit zum Umtopfen ist - wie bei den meisten Pflanzen - das zeitige Frühjahr.

Vermehrung

Ältere Palmen bilden am Fuß zahlreiche Sprossen aus, die man beim Umtopfen vorsichtig abtrennen und extra eintopfen kann. Einfach ist aber auch die Anzucht aus Samen. Allerdings brauchen diese 30-40 Tage zum Keimen. Setzen Sie ruhig mehrere Sämlinge zusammen in einen Topf; dann wirkt Ihre neue Palme fülliger.

Krankheiten und Schädlinge

Bei zu großen Temperaturschwankungen und bei zu trockener Luft nisten sich in den Palmwedeln leicht Schädlinge ein: Woll- und Schmierläuse, Spinnmilben und Weiße Fliegen. Mit Schädlings-
bekämpfungsmitteln sollten Sie vorsichtig sein; die Wedel reagieren häufig mit Kälteschäden. Besser duschen Sie die Pflanze von oben bis unten gründlich mit lauwarmem Wasser ab. Sie können auch, wenn die Palme an einem nicht ganz optimalen Platz steht, vorbeugend Pflanzenschutzzäpfchen in die Erde stecken. Erstes Anzeichen für zu niedrige Luftfeuchtigkeit sind braune Blattspitzen. Sie können vorsichtig abgeschnitten werden, aber auf keinen Fall bis ins gesunde Gewebe hinein.

Extratipp

Die Goldfruchtpalme ist eine Pflanze, die sehr gut in Hydrokultur zu halten ist.