Hortensien (Hydrangea macrophylla) im Portrait

Hortensien gehören zu den beliebtesten Blütengehölzen. Alles über Pflege, Standort, Krankheiten und wie man rosafarbene Hortensien blau färbt.
Hortensien (Hydrangea macrophylla) im Portrait

Pflanzenfamilie

Hydrangeaceae (Hortensiengewächse)

Allgemein

Die dicken Blütenbälle der Hortensien halten viele Wochen lang. Wer einen Garten hat, pflanzt sie später nach draußen. Die ersten Hortensien sieht man schon zu Ostern in den Geschäften, vorgetrieben in den Gewächshäusern für einen langen, blütenreichen Sommer. Und sogar im Winter kann man sich noch über Hortensienblüten freuen: wenn man die dicken Blütenbälle im Sommer abschneidet, die Blätter abknipst und die Stiele in ein Gefäß mit Wasser stellt, dem ein Esslöffel Glyzerin zugegeben wurde. So trocknen sie ganz allmählich aus und werden zu samtig-schönen Trockenblumen. Die riesigen weißen, rosa oder blauen Blütendolden bestehen übrigens aus umgewandelten farbigen Kelchblättern. Die eigentlichen Blüten sitzen eher unscheinbar in der Mitte.

Arten

In China und Südostasien, in Nord- und Südamerika findet man etwa 90 verschiedene Hydrangea-Arten wildwachsend. Als Zimmerpflanze wird nur eine kultiviert: Hydrangea macrophylla, auch als Gartenhortensie bezeichnet. Durch Züchtungen entstanden mehrere Sorten in verschiedenen Farben.

Standort

Vor allem braucht eine Hortensie viel Platz. Eingeklemmt zwischen anderen Pflanzen kommen die Blütendolden kaum zur Wirkung. Halbschattig sollte der Standort sein, darf auf keinen Fall der grellen Sommersonne ausgesetzt sein. Im Sommer fühlt sie sich auch im Freien wohl, ausgepflanzt im Garten oder im Topf auf dem Balkon. Im Winter sollten Hortensien sehr kühl, aber frostfrei stehen, bei etwa 4-6 Grad. Da sie ihr Laub abwerfen, braucht der Winterplatz nicht hell zu sein. Winterhart, also ganzjährig fürs Freie geeignet, sind nur sehr wenige Sorten. Ab Februar werden die Pflanzen wieder wärmer (18-20 Grad) und hell gestellt.

Pflege

Während der Wachstums- und Blütezeit brauchen die Pflanzen ungeheuer viel Wasser, das aber immer enthärtet und temperiert sein sollte. An heißen Tagen muss man vielleicht sogar zweimal gießen. Dann sollten die Pflanzen auch gelegentlich übersprüht werden. Im Winter nur so viel gießen, dass die Erde nicht austrocknet.
Düngen Sie vom zeitigen Frühjahr bis zum Herbst einmal wöchentlich mit kalkfreiem Spezialdünger. Triebe mit welken Dolden werden etwa um die Hälfte zurückgeschnitten, und zwar dicht über einem Blattansatz. Umgetopft wird die Pflanze, wenn alle Blüten verwelkt sind. Nehmen Sie spezielle Moorbeeterde vom Gärtner oder Torfkultursubstrat.

Vermehrung

Hortensien lassen sich sehr einfach durch Triebspitzenstecklinge vermehren. Diese bewurzeln sich sogar schon in einem Glas mit Wasser. Die jungen Pflanzen müssen mehrere Male gestutzt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Schädlings- und Pilzbefall (vor allem Spinnmilben und Mehltau) treten auf, wenn die Hortensie zu warm oder zu feucht überwintert. Wenn die Blätter schlapp herunterhängen, setzen Sie die Pflanze am besten in einen Eimer mit Wasser, damit sich der Erdballen richtig vollsaugen kann. Ist die Erde zu kalkhaltig, verfärben sich die Blätter gelb (Chlorose). Umpflanzen hilft. Manchmal ist aber auch ein falscher oder zu wenig Dünger daran schuld.

Extratipp

Rosafarbene Hortensien kann man blau färben: Mischen Sie beim Umpflanzen je Liter Erde 10 g Ammoniakalaun zu, und gießen Sie die Pflanze, wenn sie neu austreibt, zweimal wöchentlich mit einer zweiprozentigen Alaunlösung.

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