Jasmin (Jasminum)

Süßer Duft liegt in der Luft, wenn auf der Fensterbank ein Jasmin steht. Die zierliche Pflanze gehört zu den anspruchslosen Zimmergewächsen und blüht bis zum Herbst.
Jasmin (Jasminum)

Pflanzenfamilie

Oleaceae (Ölbaumgewächse)

Allgemein

Süßer Duft liegt in der Luft, wenn auf der Fensterbank ein Jasmin steht. Die zierliche Pflanze gehört zu den anspruchslosen Zimmergewächsen, muss nur reichlich gegossen werden. Sie blüht bis zum Herbst. Aus den weißen Blüten von Jasminum officinale wird das für die Parfümherstellung wichtige Öl gewonnen. Die langen, dünnen Triebe der Pflanze sind dicht mit kleinen, dunkelgrünen Blättchen besetzt; die duftenden Sternchenblüten sitzen in lockeren Dolden zusammen.

Arten

200-300 Arten kennt man in den tropischen Gebieten Afrikas, Asiens und Australiens. Einige von ihnen sind heute auch in den Mittelmeergebieten eingebürgert. Als Zimmerpflanze wird meist J. officinale verkauft. Zum Verwechseln ähnlich ist J. polyanthum. Er wächst stärker und duftet intensiver. Manchmal sind seine Blüten leicht rosa überhaucht. Schwächer wächst J. sambac aus dem tropischen Asien. Er beginnt schon im März zu blühen und braucht, im Gegensatz zu den anderen Arten, einen wärmeren Winterplatz (ca. 18 Grad).

Standort

Jasmin schätzt einen sehr hellen Platz, verträgt auch volle Sonne. Wenn Sie ihn Mitte Mai an einen windgeschützten Platz auf den Balkon oder die Terrasse stellen, wächst und blüht er besonders gut. Mitte September, vor den ersten Nachtfrösten, muss er wieder zurück ins Haus an einen hellen Platz. Bleibt Jasmin den Sommer über im Zimmer, sollten Sie durch häufiges Lüften für viel frische Luft sorgen. Der Winterplatz sollte für einen Jasmin kühl sein, mit Temperaturen um 10 Grad. Wenn die Pflanze zu warm überwintert, blüht sie im Folgejahr oft nicht. Nur J. sambac darf im warmen Wohnzimmer bleiben. Gegen Ende des Winters sollten Sie auch das kühle Quartier häufiger lüften. Sonst treiben die Pflanzen sehr schnell aus, bekommen dabei aber schwache Triebe.

Pflege

Jasmin braucht viel Wasser, vor allem während der Wachstumszeit im Frühjahr und Sommer. Achten Sie aber darauf, dass sich keine Staunässe bildet. Am kühlen Winterplatz wird natürlich weniger gegossen. Es tut der Pflanze auch recht gut, wenn Sie an heißen Tagen öfter die Blättchen ansprühen.
Gedüngt wird von April (umgetopfte Pflanzen erst ab Mai) einmal in der Woche, bis Anfang September. Umgetopft wird im Frühjahr, junge Pflanzen jährlich, ältere nur noch alle zwei bis drei Jahre. Sie können ganz normale Einheitserde nehmen. Damit die langen Triebe einen Halt finden, müssen Sie ein Spalier oder einen Rundbogen mit in den Topf setzen und die Triebe daran entlang führen.

Vermehrung

Vom Frühjahr bis zum Ende des Sommers können Sie Stecklinge schneiden. Nehmen Sie solche Triebe, die nicht mehr zu weich, aber auch noch nicht verholzt sind. Die Bodenwärme sollte zum Bewurzeln etwa 20 Grad betragen. Stülpen Sie eine Plastiktüte über den Stecklingstopf - feuchte Luft fördert die Bewurzelung. Die jungen Pflanzen mehrmals stutzen!

Krankheiten und Schädlinge

Wenn Jasmin zu warm überwintert oder im Frühjahr zu rasch wächst, wird er für Blattläuse anfällig. Stecken Sie notfalls vorbeugend Pflanzenschutzzäpfchen in die Erde. Wenn Blätter vertrocknen und Knospen fallen, haben Sie meist zu wenig gegossen.

Extratipp

Wenn Sie einen Jasmin kaufen, achten Sie darauf, dass er viele Knospen besitzt, die bereits weiße Farbe zeigen.

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