Kardamom (Elettaria cardamomum)

Kardamom kennt man vor allem als Gewürz in Weihnachtsgebäck, Konfekt und Kompott, aber auch an Fleisch und Reis. Aber Kardamom ist auch eine sehr schöne Zimmerpflanze mit schön duftenden Blättern.
Kardamon

Pflanzenfamilie

Zingiberaceae (Ingwergewächse)

Allgemein

Auch wenn Kardamon im Haus oder Kübel zu einer eindrucksvollen Pflanze heranwächst, dürfen Sie in unserem Klima keine Blüten und Samenkapseln erwarten. Besondere Pflegeprobleme aber macht die Pflanze nicht. Kardamom wächst in den Regenwäldern Südindiens und Sri Lankas. Dort kann die Staude bis zu 3 m hoch werden. Dann bekommt sie am Ende der Triebe auch lange Blütenrispen und später Fruchtschoten, in denen das eigentliche Gewürz, die rotbraunen Samenkörner, liegen. Im Topf bleibt Kardamom natürlich niedriger, kann aber immerhin noch 1 m Höhe erreichen. Dabei wird die Pflanze immer üppiger, weil sich aus dem fleischigen Wurzelstock heraus immer neue Triebe nach oben schieben.

Arten

Zwei Kardamom-Arten kennt man. Die bekanntere, die auch als Topfpflanze angeboten wird, ist der Malabarkardamom (Elettaria cardamomum) von der Insel Malabar. Etwas seltener ist der Ceylonkardamom (E. major), natürlich von Ceylon. Kardamom zählt zur Familie der Ingwergewächse. Beide Pflanzen, Ingwer und Kardamom, ähneln sich von der Wuchsform her sehr, sodass sie häufig verwechselt werden.

Standort

Oft liest man, dass Kardamom nur in einem warmen Gewächshaus gut gedeiht. Er kommt aber auch im Wohnzimmer recht gut zurecht, wenn Sie nur für hohe Temperaturen und nicht zu trockene Luft sorgen. Auch im Winter sollte ein Kardamom nie kühler als bei 16 Grad stehen. Mehr Wärme schadet nicht. Wenn die Heizung die Luft austrocknet, sollten Sie die Blätter mit einem Zerstäuber besprühen. Kardamom braucht viel Licht, damit er rasch und üppig wächst. Vor praller Sonne allerdings sollte er im Frühjahr und Sommer geschützt werden.

Pflege

Kardamom ist zwar eine durstige Pflanze, darf aber nie so viel gegossen werden, dass sich im Topf Staunässe bildet. Kontrollieren Sie deshalb eine halbe Stunde nach dem Gießen noch einmal den Untersatz, und leeren Sie ihn eventuell aus. Zu trocken darf die Erde aber auch nicht sein, dann sterben die Blattspitzen ab. Gedüngt wird etwa von April bis September alle zwei Wochen mit einer schwachen Portion Flüssigdünger. Die beste Zeit zum Umtopfen ist - wie bei den meisten Topfpflanzen - im Februar/März. Sie können normale Einheitserde nehmen; füllen Sie aber zuunterst eine dicke Schicht Kies oder Blähton als Drainageschicht in den Topf.

Vermehrung

Am einfachsten ist es, beim Umtopfen den Wurzelstock von dicken Pflanzen zu teilen. Dazu schneiden Sie das Rhizom mit einem scharfen Messer durch und topfen die Einzelteile getrennt ein. Kardamom kann man durch Aussaat vermehren. Dabei müssen Sie für eine Bodenwärme von 20-25 Grad sorgen.

Krankheiten und Schädlinge

Wenn die Blattspitzen braun werden, haben Sie entweder zu wenig gegossen oder die Luft nicht angefeuchtet. Wurde dagegen zu viel gegossen, beginnt der Wurzelstock zu faulen. Solche Pflanzen sind meist nicht mehr zu retten. Sonnenbrand, der sich in braunen Blattflecken äußert, kann auftreten, wenn die Pflanze sengender Sommersonne ausgesetzt ist. Gelbliche Blätter sind meist ein Zeichen, dass zu wenig gedüngt wurde.

Extratipp

Das bekannte Gewürz wird aus den Samen der Pflanze gewonnen. Aber auch die Blätter der Staude duften ähnlich wie Zimt. Allerdings nur, wenn man daran reibt.