Howea Kentiapalme

kentiapalme

Pflanzenfamilie

Arecaceae (Arecapalmen)

Allgemein

Die Kentie ist eine der bekanntesten Palmen und gleichzeitig eine der beliebtesten. Sie ist relativ pflegeleicht und kann auch im Zimmer 2-3 m Höhe erreichen. Kaufen kann man sie in vielen Größen, vom winzigen (preiswerten) Jungpflänzchen bis zum ausgewachsenen (teuren) Prachtexemplar. Unser Rat: Beginnen Sie mit kleinen Palmen. Wenn Sie sich eine Kentiapalme kaufen, dann ist das eine Anschaffung fürs Leben. Nahezu unbegrenzt ist ihre Lebensdauer. Und da sie viele Jahre braucht, um ihre recht ansehnliche Endgröße von über 2 m zu erreichen, braucht man sich auch so schnell keine Gedanken zu machen, wo so ein ausgewachsenes Exemplar seinen Platz findet. 15-20 cm im Jahr, das ist für eine Kentia schon eine recht ansehnliche Leistung. Außer der üblichen Blumenpflege stellt sie dabei keine großen Ansprüche. Mit ihrem gleichmäßigen, dichten Wuchs und den schmalen Fiederblättern, die auf langen Stielen sitzen, ist sie wahrhaft ein Schmuckstück als Topfpflanze.

Arten

Man kennt nur zwei Arten, die beide als Topfpflanzen kultiviert werden: Howea forsteriana und Howea belmoreana. Beide ähneln sich sehr; vor allem bei jungen Palmen erkennen nur Experten die Unterschiede. Die erste Art bekommt breitere Wedel, die eher waagerecht abstehen, die zweite ist die schwächerwachsende. Trotzdem gibt es ein deutliches Unterscheidungsmerkmal. Die Blätter von H. forsteriana sind unterseits ganz leicht schuppig, die von H. belmoreana sind glatt. Beide Palmen stammen von der Lord-Howe-Insel östlich von Australien, nach deren Hauptstadt Kentia sie ihren Namen erhielten.

Standort

Geben Sie einer Kentiapalme einen Platz im Zimmer, an dem sie die Sonne nicht erreicht. Das kann auch weiter entfernt vom Fenster sein. Nur im Winter, in den dunklen Monaten, muss sie ein wenig näher ans Licht gerückt werden. Im Sommer fühlt sie sich auch an der frischen Luft wohl, auf dem Balkon oder der Terrasse. Junge Pflanzen brauchen mehr Wärme, ältere sollten bei etwa 14-18 Grad überwintern.

Pflege

Im Sommer braucht die Palme viel Wasser. Achten Sie darauf, dass die Erde nie austrocknet. Gelegentlich können Sie sogar den Topf in einen Eimer mit Wasser stellen, sodass sich die Erde richtig vollsaugt. Geben Sie von März bis Ende August einmal in der Woche eine Portion Flüssigdünger. Und besprühen Sie die Palme häufig an heißen Sommertagen, vor allem aber in zentralgeheizten Räumen im Winter. Während der Ruhepause wird weniger gegossen und gar nicht gedüngt. Umgetopft wird alle zwei, drei Jahre. Nehmen Sie hohe Töpfe, und sorgen Sie für einen guten Wasserabzug.

Vermehrung

Wie alle Palmen vermehrt man auch diese durch Samen. Allerdings muss der Samen sehr frisch sein und braucht selbst bei hoher Bodentemperatur einige Monate, bis er endlich keimt. Ideal für die Aussaat ist ein Fensterbank-Treibhaus.

Krankheiten und Schädlinge

Schädlinge wie Schildläuse, Spinnmilben, Wollläuse oder auch Thripse sind bei dieser Palme leider häufig. Da sie aber empfindlich gegen chemische Sprühmittel ist, sollten Sie es zuerst mit anderen Methoden versuchen (abkratzen oder abduschen).

Extratipp

Im Sommer sollten Sie die Palmen ruhig einmal nach draußen in einen milden Regen stellen. Decken Sie dann aber etwas Folie über die Erde, damit diese nicht zu nass wird.