Cordyline Keulenlilie

keulenlilie

Pflanzenfamilie

Agavaceae (Agavengewächse)

Allgemein

Die Keulenlilie gehört zu den schönsten Pflanzen, die auf der Fensterbank gedeihen. Je nach Art hat sie grüne, purpurrote, gelbe oder auch mehrfarbige Blätter. Aber: Sie verlangt ein bisschen Pflege von ihrem Besitzer. Drachenbaum und Keulenlilie kann man mit ihren schwertförmigen Blättern leicht miteinander verwechseln. Doch auch wer botanisch weniger bewandert ist, kann sich beim Umtopfen endgültig Gewissheit holen: Die Keulenlilie hat dickfleischige, weiße Wurzeln; die des Drachenbaumes sind gelblich. Die Heimat der Keulenlilie ist Südostasien, die Malaiische Halbinsel und Nordaustralien. Dort wachsen die Pflanzen in tropischen Urwäldern, mit einem Schopf grüner oder roter Blätter auf einem dünnen Stämmchen.

Arten

Bei den Keulenlilien unterscheidet man zwischen Kalt- und Warmhauspflanzen. Die bekannteste Art, Cordyline fruticosa, gehört zur zweiten Gruppe. Von ihr gibt es rote, aber auch grünblättrige und mehrfarbige Sorten. Die rotlaubigen sind übrigens gut geeignet für die Hydrokultur. C. fruticosa hat lang gestielte, lanzenförmige Blätter mit deutlich erkennbaren Adern. Bekannte Kalthaus-Keulenlilien sind unter anderem C. australis mit einem am Grund stark verdickten Stamm und gebogenen Blättern und C. indivisia mit blaugrünen Blattunterseiten und roten oder gelben Blattadern. Die Kalthausarten sind die robusteren.

Standort

Hier kommt es auf die Art an. Die wärmeliebenden Keulenlilien, also C.-fruticosa-Sorten, brauchen das ganze Jahr über eine gleich-
bleibende Temperatur von 18-20 Grad, dazu eine recht hohe Luftfeuchtigkeit. Die Kalthauspflanzen dagegen können im Sommer auch gut draußen stehen. Ihre ideale Überwinterungstemperatur liegt bei etwa 10 Grad. Sie kommen mit einer Luftfeuchtigkeit von etwa 50 Prozent gut zurecht. Alle Keulenlilien, gleich welcher Art, brauchen einen sehr hellen Platz, sonst bleiben die Blätter nicht lange bunt. Grelle Sonne allerdings vertragen sie nicht.

Pflege

Die Erde muss immer gleichmäßig feucht, darf aber nicht nass sein. Kalthausarten werden im Winter weniger gegossen. Bei hohen Temperaturen müssen Sie fleißig sprühen. Gedüngt wird einmal im Monat, die Warmhauspflanzen das ganze Jahr über, die anderen Arten nur im Frühjahr und Sommer. Umgetopft wird bei Bedarf, am besten im Frühjahr.

Vermehrung

Fast alle Teile der Keulenlilie kann man benutzen, um daraus neue Pflanzen zu ziehen: Kopf- und Triebstecklinge und sogar Stammstücke. Bei allen Vermehrungsmethoden sind hohe Bodentemperaturen Voraussetzung für die Wurzelbildung. Wer durch Aussaat vermehrt, muss auf frische Samen achten.

Krankheiten und Schädlinge

Wenn die Erde zu trocken ist, werden die Blattspitzen braun. Zu nasse Erde dagegen führt zu Wurzelschäden. Schädlinge, vor allem Spinnmilben, treten bei einem zu sonnigen, lufttrockenen Stand auf. Aber auch von Schildläusen werden Keulenlilien häufiger befallen. Beide Schädlinge können mit den üblichen Mitteln bekämpft werden. Wenn die Blätter ihre hübschen Zeichnungen verlieren und blass werden, steht die Pflanze zu dunkel.

Extratipp

Eine Keulenlilie, die von unten kahl geworden ist, kann man im Frühjahr auf etwa 10 cm zurückschneiden. Sie treibt dann wieder neu aus.