Syzygium paniculatum (früher Eugenia paniculatum) Kirschmyrte

Pflanzenfamilie

Myrtaceae (Myrtengewächse)

Allgemein

Für die Fensterbank ist eine Kirschmyrte weniger geeignet, weil sie in relativ kurzer Zeit beachtliche Größe erreicht. Meist wird sie als Kübelpflanze kultiviert, steht im Sommer auf der Terrasse, im Winter im Treppenhaus. Allzu schwierig ist sie nicht. Schon vor über 150 Jahren war sie in Deutschland überall zu haben, wurde als Wintergartenpflanze, aber auch - wie in alten Büchern nachzulesen - zur Ausschmückung von Wohnräumen sehr empfohlen. Im Frühsommer bekommen Kirschmyrten hübsche, büschelartige Blüten, später folgen winzige rote Früchte. Die Blüten duften zart, ebenso wie die Blättchen, wenn man diese zwischen den Fingern zerreibt. Kirschmyrten kann man gut in Form schneiden. In tropischen Ländern findet man die Sträucher auch oft als Heckenpflanzen. Allerdings blühen sie dann nur selten.

Arten

Die bekannteste Art ist Syzygium paniculata. Ihr Kennzeichen: rötliche Zweige und Blätter beim Neuaustrieb, mehrere Blüten an einem Stiel. Diese Art stammt aus Australien, und sie zählt zu den Kalthauspflanzen. Mehr Wärme schätzt Eugenia myriophylla, ebenfalls aus Brasilien. Sie hat dünne Zweige und ganz schmale, lange Blättchen. Als Topfplanze im Zimmer blüht diese Art nicht.

Standort

Die Kirschmyrte braucht Sonne. Auch im Winter ist sie auf viel Licht angewiesen. Wenn Sie nur einen weniger hellen Winterraum haben, müssen Sie zusätzlich Pflanzenleuchten installieren. Da sie viel frische Luft schätzen, stehen sie im Sommer am besten auf dem Balkon oder der Terrasse, aber möglichst windgeschützt. Die Kalthausarten sollten kühl überwintern, im Idealfall bei 5-10 Grad; die Warmhausart will Wintertemperaturen von mindestens 14 Grad.

Pflege

Im Sommer sind Kirschmyrten ziemlich durstig; dann sollten Sie reichlich gießen. Im Winter werden vor allem die Kalthausarten trockener gehalten, dürfen aber natürlich nicht austrocknen. Ganz wichtig: Gießen Sie immer nur mit entkalktem Wasser.
Von Zeit zu Zeit sollten Sie die Blätter vom Staub befreien: Die Pflanze in die Badewanne stellen und abbrausen. Gedüngt wird während der Wachstumszeit von April bis Anfang September alle zehn Tage. Junge Pflanzen sollten Sie in jedem Jahr umtopfen; bei älteren ist das nur noch alle drei Jahre notwendig. Sie können ganz normale Einheitserde benutzen.

Vermehrung

Üblich ist die Stecklingsvermehrung im Frühjahr. Zum Bewurzeln brauchen die Stecklinge Temperaturen um 16 Grad, die Warmhausarten 25-30 Grad.

Krankheiten und Schädlinge

Spinnmilben treten dann auf, wenn die Luft zu trocken ist. Im Anfangsstadium kann man sie über der Wanne abduschen. Schildläuse, die braunen Buckel unter den Blättern, kratzen Sie am besten Stück für Stück mit einem scharfen Messer ab.

Extratipp

Eine Kirschmyrte kann man ganz nach Belieben in Form schneiden. Allerdings blüht sie dann nicht mehr so reichlich. Gelegentlich wird die Pflanze auch als Bonsai angeboten.