Klebsame (Pittosporum tobira)

Wissenswertes, Tipps, Tricks und alles über Pflege, Standort und Pflanzenschutz.
klebsame

Pflanzenfamilie

Pittosporaceae (Klebsamengewächse)

Allgemein

Ein Klebsame braucht Platz. Er ist die ideale Kübelpflanze, robust und unempfindlich, aber immer durstig. Es ist noch gar nicht so lange her, dass man Klebsamengewächse nur in botanischen Gärten fand. Heute sieht man sie häufig als so genanntes Stadtgrün, als Kübelpflanze auf öffentlichen Plätzen. Und hat dabei festgestellt, dass es sich wohl um ein echtes Stadtkind handelt, das sogar zwischen den Abgasen gut gedeiht. Die Pflanze wächst recht schnell. Im Winter kann das manchmal zum Problem werden, wenn man irgendwann nicht mehr weiß, wohin mit der Pflanze. Den Namen Klebsame verdankt die Pflanze ihren Früchten: Kapseln, in denen die Samen in einer harzigen Flüssigkeit kleben. Der Gattungsname Pittosporum hat die gleiche Bedeutung: Pitta = Harz oder Pech, Spora = Samen.

Arten

In Asien und in einem Teil Afrikas findet man insgesamt etwa 160 Arten. Als Kübelpflanze empfehlen sich vor allem drei: Pittosporum revolutum hat schmale, bis 10 cm lange Blätter, von oben dunkelgrün, von unten mit rostfarbigem Filz überzogen. Die gelben Blüten duften besonders am Abend. P. tobira hat dickledrige dunkle Blätter und cremeweiße Blüten. Hiervon gibt es auch eine grünweiße Sorte: "Variegatum". P. undulatum hat Blätter mit gewellten Rändern und blüht erst im Mai bis Juli.

Standort

Am besten aufgehoben sind Klebsamen ab Mitte Mai im Freien, an einem sonnigen oder leicht schattigen Platz. Im Winter müssen Sie einen hellen, aber kühlen Platz finden (5-10 Grad). Holen Sie den Kübel vor den ersten Nachtfrösten Ende September ins Haus.

Pflege

Den ganzen Sommer über müssen Sie die kräftig wachsenden Pflanzen reichlich gießen. Auch im Winter braucht ein Klebsame regelmäßig Wasser, aber natürlich weniger. Nehmen Sie möglichst abgestandenes Wasser.
Zwischen April und September dem Gießwasser alle 14 Tage Flüssigdünger zugeben. Junge Pflanzen werden in jedem Jahr umgetopft, ältere nur noch alle drei Jahre. Je ungestörter sie wachsen können, desto schöner werden sie. Ideal sind Holzkübel. Als Substrat sollten Sie spezielle Kübelpflanzenerde verwenden.

Vermehrung

Wenn Sie ein bisschen bei der Bestäubung mithelfen, bilden sich auch bei Kübelpflanzen reichlich Samen, die man zur Vermehrung benutzen kann. Säen Sie möglichst bald nach der Samenreife aus. Die Sämlinge wachsen sehr rasch heran. Die jungen Pflanzen sollten Sie im ersten Jahr mehrmals stutzen, damit sie sich kräftig verzweigen. Möglich ist natürlich auch eine Vermehrung durch Stecklinge. Schneiden Sie diese am besten im August, und zwar von halbausgereiften Trieben. Unter Glas und bei etwas Bodenwärme bilden sie bald Wurzeln.

Krankheiten und Schädlinge

Im Allgemeinen ist ein Klebsame selten krank. Auch Schädlinge sind nicht allzu häufig. Wird eine Pflanze allerdings zu warm überwintert, stellen sich unweigerlich Schildläuse ein. Da diese Läuse mit ihrem harten Panzer mit den üblichen Sprühmitteln nicht so einfach zu vernichten sind, sollten Sie Schildlaus für Schildlaus mit einem spitzen Messer von den Blättern abkratzen. Außerdem gibt es Pflanzenschutzzäpfchen, deren Wirkstoffe vorbeugend gegen neuen Befall wirken.

Extratipp

Die Pflanzen werden schnell groß. Überlegen Sie deshalb vor dem Kauf, ob Sie auch genügend Platz haben.