Pisonia Pisonie

Pflanzenfamilie

Nyctaginaceae (Wunderblumengewächse)

Allgemein

Die Pisonie ist noch nicht sehr alt auf dem Topfpflanzenmarkt, hat sich aber im Zimmer schon bewährt, weil sie leicht zu pflegen ist. Pisonien erinnern von ihrer Blattform her an eine panaschierte Birkenfeige (Ficus benjamina), gehören aber zu einer ganz anderen Familie, zu den Wunderblumengewächsen. Somit sind sie eng verwandt mit der Bougainvillea. Wie diese bekommen sie kleine, unscheinbare Blüten und werden bei uns deshalb hauptsächlich als Blattpflanze gehalten.

Arten

Nur eine der vielen Arten wird als Zimmerpflanze angeboten: Pisonia umbellifera. Man findet sie wildwachsend auf Neuseeland, den Norfolk-Inseln, Hawaii und in Australien. Von dieser Art wiederum ist die Sorte "Variegata" der häufigste Vertreter: mit weiß oder cremegelb gefleckten Blättern, manchmal mit einer leichten rosa Schattierung.

Standort

Damit das schöne Blattmuster erhalten bleibt, brauchen die Pisonien viel Licht. Grelle Sonne aber vertragen sie nicht; stellen Sie den Topf an ein Ost- oder Westfenster. Für die Pisonie darf es nie zu kühl sein; sie sollte auch im Winter im warmen Wohnzimmer bleiben. Allerdings müssen Sie dann für eine höhere Luftfeuchtigkeit sorgen.

Pflege

Hohe Luftfeuchtigkeit - das bedeutet für die Pflege: regelmäßig sprühen, im Winter täglich, aber auch an heißen Sommertagen. Nach dem Gießen sollte die Erde immer leicht feucht, darf aber nie nass sein. Vom Frühjahr bis zum Herbst wird alle zwei Wochen gedüngt. Da die Pflanze keine ausgesprochene Ruhezeit hat, sollten Sie auch im Winter einmal im Monat eine Portion Flüssigdünger geben. Etwa alle zwei bis drei Jahre sollte eine Pisonie in frische Erde gesetzt werden. Dazu können Sie jede gute, handelsübliche Blumenerde benutzen. Aber denken Sie an eine Drainageschicht im Topf. Füllen Sie zuunterst 2-3 cm hoch Kiesel oder Blähton ein. Darauf kommt die Blumenerde.

Vermehrung

Kompliziert ist sie nicht. Im Frühjahr, beim Umtopfen, können Sie Triebspitzen als Stecklinge abschneiden. Stecken Sie mehrere in einen Topf, dann wird die Pflanze später schön buschig. Stülpen Sie eine Plastikfolie über, und sorgen Sie für etwas Bodenwärme. Dann bilden sich schon nach kurzer Zeit Wurzeln.

Krankheiten und Schädlinge

Die schlimmsten Feinde der Pisonie sind Spinnmilben. Sie treten vor allem bei Wärme und trockener Luft auf. Achten Sie schon auf die ersten Anzeichen: silbrige, später graubraune Blattflecken. In diesem Stadium können Sie die Insekten noch mit Leitungswasser abspülen. Sind erst Gespinste zu sehen, helfen meist nur noch Pflanzenschutzmittel. Wenn die Blattzeichnung verschwindet, steht die Pisonie zu dunkel. Werden die Blätter gelb und fallen ab, steht sie zu sonnig. Hässliche, braune Blattränder sind ein Zeichen für zu viel Wasser oder einen zu kühlen Standort.

Extratipp

Pisonien sind ganz ausgezeichnete Pflanzen für die Hydrokultur.