Ruellia Ruellie

Pflanzenfamilie

Acanthacea (Bärenklaugewächse)

Allgemein

Die Ruellie ist ein seltener Gast in unseren Blumenläden. Und das, obwohl sie das ganze Jahr über mit dekorativen Blättern und im Winter zusätzlich mit hübschen Blüten aufwarten kann. So richtig viele Blüten allerdings bekommt sie nur in einem Wintergarten oder im geschlossenen Blumenfenster. Selten aber im normalen Wohnzimmer. Ein bisschen problematisch ist die Ruellie schon. Am richtigen Platz und bei guter Pflege kann sich die Pflanze aber zu einem 50-60 cm hohen Busch auswachsen. Es gibt grünblättrige, aber auch Arten mit gemusterten Blättern. Die wunderschönen, trompetenförmigen Blüten sind meist rosa oder karminrot.

Arten

Früher waren in der Gattung Ruellia eine ganze Reihe von Arten vertreten, die auch als Zimmerpflanzen gehalten wurden. Heute sind nur noch vier Arten übrig geblieben, die anderen wurden umgruppiert, gehören jetzt zum größten Teil zur Gattung Dipteracanthus. Von diesen vier werden vor allem zwei als Topfpflanze gehalten. Zum einen Ruellia graecizans. Sie bekommt im Sommer, zwischen Mai und Oktober, karminrote, manchmal auch violett angehauchte Blüten. Die zweite, Ruellia macrantha aus Brasilien, trägt zwischen Dezember und Mai eine Fülle von rosaroten Blüten.

Standort

Keine Sonne, keine trockene Luft, kein Zug - wenn Sie sich daran halten können, gibt es mit der Pflanze keine Probleme. Am liebsten ist der Ruellie ein leicht halbschattiger Platz, ein Ost- oder Westfenster. Warm soll es das ganze Jahr über sein; auch im Winter dürfen die Temperaturen nicht unter 15 Grad fallen. Um die Luft anzufeuchten, sollten Sie sehr häufig sprühen. Besser allerdings stellen Sie gleich einen elektrischen Luftbefeuchter auf.

Pflege

Was die Pflege angeht, unterscheidet sich die Ruellie nicht sehr von anderen Pflanzen. Die Erde sollte stets gleichmäßig feucht, aber nie nass sein. In der Ruhezeit wird etwas weniger gegossen. Das Wasser allerdings muss entkalkt sein. Gedüngt wird während der Wachstums- und Blütezeit alle 14 Tage. Umgetopft wird nach der Blüte. Junge Pflanzen in jedem Jahr, ältere nur noch alle paar Jahre umtopfen.

Vermehrung

Ruellien können Sie relativ problemlos durch Stecklinge vermehren. Das empfiehlt sich vor allem dann, wenn ältere Pflanzen bereits ihre hübsche Wuchsform verlieren. Damit die jungen Pflanzen schön buschig verzweigt wachsen, sollten Sie mehrmals die jungen Triebspitzen abknipsen.

Krankheiten und Schädlinge

Wenn die Luft zu trocken ist, treten bei der Ruellie leicht Spinnmilben auf. Wenn Sie die Schädlinge im Anfangsstadium bemerken (regelmäßig die Blattunterseiten kontrollieren), können sie oft über der Badewanne abgespült werden. Später hilft oft nur noch ein Pflanzenschutzmittel, das gegen Spinnmilben hilft. Beides, sprühen und abduschen, müssen Sie mehrmals wiederholen.

Extratipp

Ältere, kahl gewordene Pflanzen können Sie nach der Blüte radikal zurückschneiden. Sie werden dann wieder mit einer schön buschig wachsenden Ruellie belohnt. Wichtig ist hierfür regelmäßiges Düngen.