Polystichum falcatum (früher Cyrtomium falcatum) Sichelfarn

Pflanzenfamilie

Dryopteridaceae (Wurmfarngewächse)

Allgemein

Er ist ein Farn von der seltenen Art: anspruchslos und robust. In Gegenden mit einem nicht allzu rauhen Klima gedeiht er sogar im Garten. Anders auch als seine Artgenossen steht er im Winter am liebsten kühl. Aber auch die warme, trockene Heizungsluft verträgt er, wenn er dann ein bisschen mehr Pflege bekommt. Die langen Wedel des Sichelfarns mit den ilexähnlichen, kräftig grünen Blättchen werden häufig als Schnittgrün für Blumensträuße benutzt. Schauen Sie beim nächsten Mal nach, ob Sporen unter den Wedeln sitzen. Dann können Sie Ihren eigenen Farn daraus anziehen. Der Sichelfarn wächst ziemlich rasch.

Arten

Die bekannteste Zimmerart ist Polystichum falcatum. Ursprünglich stammt sie aus Asien, ist heute aber auch in England und auf den Azoren zu Hause. Neben der ursprünglichen Art gibt es auch noch die Sorte "Rochefordianum", die noch kräftiger gefärbte, tief eingeschnittene Blätter hat. Hellgrüne Blättchen kennzeichnen C. caryotideum, der aber nur selten zu finden ist.

Standort

Am Schattenplatz, an einen Nordfenster, fühlt sich dieser Farn am wohlsten. Vor Sonne muss er immer geschützt werden. Den Sommer über kann er auch draußen stehen. Im Winter sollten Sie den kühlsten Platz Ihrer Wohnung suchen, im Idealfall mit Temperaturen um 10 Grad. Muss der Farn wärmer überwintern, sollten Sie gelegentlich sprühen.

Pflege

Im Sommer müssen Sie reichlich gießen, am kühlen Winterplatz weniger. Aber auch dann sollte die Erde nie austrocknen. Im Frühjahr und Sommer alle zwei Wochen düngen. Umtopfzeit ist Ende Februar.

Vermehrung

Füllige Pflanzen können Sie beim Umtopfen teilen. Schwieriger ist die Anzucht durch Sporenaussaat. Wichtigste Voraussetzung fürs Gelingen ist dabei penible Sauberkeit und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Außerdem brauchen Sie Geduld - es dauert lange, bis sich Pflänzchen bilden.

Krankheiten und Schädlinge

Wenn der Farn falsch, vor allem zu warm überwintert, wird er leicht von Läusen befallen. Vor allem Schild- und Wollläuse treten dann auf. Kratzen Sie die Läuse Stück für Stück mit einem spitzen Messer von den Wedeln - auch wenn das mühsam ist. Achten Sie vor allem auf die Ansatzstellen der Wedel, das sind beliebte Schlupflöcher. Steht der Farn zu hell, können seine Blättchen verbrennen. Dann entstehen scharf abgegrenzte braune Flecken. Beheben können Sie so einen Schaden nicht mehr; Sie müssen warten, bis die alten Wedel welken und sich neue bilden. Wenn sich die Blätter zusammenrollen, braun und welk werden, haben Sie wahrscheinlich zu wenig gegossen. Schneiden Sie solche Wedel ab, und ändern Sie die Pflege.

Extratipp

In Gegenden mit einem milden Klima kann dieser Farn sogar im Garten wachsen. Dann sollten Sie ihn aber im Herbst vor Frost schützen und mit trockenem Laub abdecken.