Saintpaulia Ionantha Usambaraveilchen

Usambaraveilchen

Pflanzenfamilie

Gesneriaceae (Gesneriengewächse)

Allgemein

Kaum eine Zimmerpflanze hat so viele Freunde wie das Usambaraveilchen. Kaum eine Pflanze ist in so vielen Sorten auf dem Markt. Und kaum eine unserer Blütenpflanzen im Zimmer blüht so unermüdlich. In Amerika gibt es sogar einen Verein der Usambaraveilchen-Liebhaber.
Früher waren Usambaraveilchen vor allem blau - heute gibt es sie nicht nur in Weiß und allen denkbaren Pastelltönen, sondern auch das Aussehen und die Form der Blüten haben sich geändert. Neben den einfach blühenden Pflanzen mit glatten Blütenblättern finden Sie im Blumenladen solche mit gefüllten Blüten, gekrausten Rändern, gewellten Blättern und mit mehrfarbigen Blüten. Und Usambaraveilchen gibt es natürlich auch im Miniaturformat. Die Minis sind von allen Kleinausgaben die dankbarsten: Wie ihre großen Geschwister blühen sie fast das ganze Jahr über - nur nicht in den ganz dunklen Wintermonaten.

Arten

Alle unsere Umsabaraveilchen-Sorten stammen von einer Art ab: Saintpaulia ionantha, die der deutsche Gouverneur Walter von Saint Paul-Illaire um 1890 im Usambaragebirge in Ostafrika fand. Er schickte einige Exemplare nach Deutschland, nach Hannover-Herrenhausen. Dort wurden sie zuerst kultiviert und traten dann ihren weltweiten Siegeszug an.

Standort

Im Zimmer brauchen Usambaraveilchen einen hellen bis halbschattigen Platz. Sie können auch an einem Nordfenster stehen. In der prallen Sonne allerdings werden die Blätter leicht gelb, und die Blüte lässt nach. Wichtig ist eine gleichmäßige Raumtemperatur: Sie sollte das ganze Jahr über etwa bei 20 Grad liegen; auf keinen Fall darf es kälter als 16 Grad sein. Zugluft vertragen die Pflanzen ganz und gar nicht.

Pflege

Die behaarten Blätter sollten nicht nass werden - achten Sie beim Gießen darauf. Nehmen Sie stets enthärtetes Wasser mit Zimmertemperatur, das Sie am besten nicht auf die Erde, sondern in einen Topfuntersatz gießen. Gedüngt wird vom Frühjahr bis zum Herbst alle zwei Wochen mit einem Blühpflanzendünger, im Winter einmal im Monat.

Vermehrung

Ein Blatt genügt beim Usambaraveilchen zur Vermehrung. Schneiden Sie es tief unten an der Rosette ab, stecken Sie es in ein Glas mit Wasser oder in einen Topf mit Erde. Nach einiger Zeit bilden sich nicht nur Wurzeln, sondern am Blattgrund eine komplette Jungpflanze. Manche Pflanzen kann man auch im Frühjahr beim Umtopfen einfach teilen.

Krankheiten und Schädlinge

Braune oder hellgelbe Blattflecken entstehen immer dann, wenn beim Sprühen Blätter nass geworden sind. Bilden sich helle Ringe auf den Blättern, war das Gießwasser mit Sicherheit zu kalt. Wenn Usambaraveilchen zwar sehr viele Blätter, aber nur wenige Blüten bilden, kann eine einseitige Ernährung (zu stickstoffhaltiger Dünger) schuld sein. Fallen Knospen, sollten Sie den Standort überprüfen: Er kann zu dunkel sein. Sind vor allem die inneren Blätter, aber auch Blüten verkrüppelt, fleckig und hart, handelt es sich um einen Befall mit Weichhautmilben. Sie treten vor allem bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit auf. Spritzen Sie mit entsprechenden Gegenmitteln. Zu viel Wasser lässt die Wurzeln faulen.

Extratipp

Welke Blätter und Blüten sollten Sie nicht abschneiden, sondern mit einem kräftigen Ruck aus der Rosette ziehen.

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