Direkt zum Inhalt

Winterstrauß aus Tazette, Ritterstern und Calla

Es war einmal eine weiße Tazette. Die wollte nicht in einem Blumenladen verwelken. Dann passierte etwas Wunderbares...
Ganz locker wirken die Kelche von Calla und Ritterstern zwischen Tazette und Wachsblumen.
Ganz locker wirken die Kelche von Calla und Ritterstern zwischen Tazette und Wachsblumen.

Draussen war es kalt und grau – und der Wassereimer im Blumenladen ein recht ungemütlicher Ort, um sich zu vergnügen, dachte die weiße Tazette. Sie träumte davon, bald in ein Wohnzimmer einzuziehen. So zeigte sie ihr freundlichstes Lächeln und verströmte den süßesten Duft, um das Herz eines Menschenwesens zu erobern. Mit Erfolg. Eine Frau pack­te gleich ein ganzes Bündel der Blumen ein.


Im neuen Zuhause landeten sie mit gestutz­ten Stängeln flugs im nächsten Wassereimer. Aber die Tazetten wussten, was das bedeutete: Sie würden Gesellschaft bekommen. Im Eimer sollten sie nur den Schleim ihrer Stängel lassen, den andere Blumen nicht mögen.

Zu unserem Strauß gehören: Wachsblumen, Tazette, Calla, Ritterstern und Pistazienzweige (von links nach rechts).
Zu unserem Strauß gehören: Wachsblumen, Tazette, Calla, Ritterstern und Pistazienzweige (von links nach rechts).

Tazette, Ritterstern und Calla: Ein Wintermärchen

Tatsächlich zogen die Tazetten am nächsten Tag in eine weiße Vase um, zusammen mit Wachsblumen, majestätischen Callas und stolzen Rittersternen. Die weiße Pracht von Calla und Ritterstern beeindruckte die Tazette tief, doch ein wenig steif wirkten sie schon, dachte sie. Umso mehr freute sie sich, als die Diven sich zwischen ihren temperamentvollen Schwestern und den Wachsblumen allmählich ein wenig entspannten.

Die Frau steckte noch Pistazienlaub dazu, denn vor lauter Weiß sah sie die Blüten nicht mehr. Das gefiel der Tazette, brachte doch das dunk­le Grün die weiße Blumenrunde so richtig zum Strahlen. Und wenn sie nicht verwelkt sind, dann blühen sie noch heute.

Tipp: Ritterstern sollte in der Vase nicht gequetscht werden, da deren Stängel hohl sind.

Fotos: Heike Schröder