Magazin: Den warmen Süden ins Haus gepackt Grüner wohnen mit exotischen Pflanzenl

Das Vergnügen unter Glas wird nur zum Genuss, wenn dort die richtigen Pflanzen wachsen. Richtig heißt hier: Die Standortansprüche der Pflanzen müssen auf die Temperaturen im Glasanbau abgestimmt sein. Damit verhindern Sie, dass aus ihrem Wintergarten ein Sammelbecken für zu groß gewordenen Pflanzen aus dem Haus wird.
Grundsätzlich gibt es dabei drei Möglichkeiten: kühl, dann wird der Wintergarten nicht beheizt und lediglich frostfrei gehalten; subtropisch kühl, das bedeutet im Winter 5 - 8 °C. Oder tropisch warm mit ganzjährig 15 - 20 °C.
Ökologisch sinnvoller sind die ersten beiden Varianten, das sogenannte "Kalthaus", das auch weitaus günstiger im Preis ist. Die Anforderungen an die Wärmedämmung sind nicht so hoch, und es fallen zudem geringere Heizkosten an.
Wer im Winter dagegen in einem mollig warmen Glashaus inmitten tropischer Pflanzen entspannen möchte, der muss dieses auf etwa 20 °C heizen. Damit die kostbare Wärme nicht verloren geht, werden teure Wärmedämmscheiben verwendet. Das treibt den Preis für den Wintergarten nach oben, ganz abgesehen von dem hohen Energieverbrauch fürs Heizen.
Um hin und wieder süßen Zitronen- und Akazienduft mitten im Winter zu schnuppern, reicht das winterkühle Glashaus aus. Zudem ist dies der ideale Platz zum Überwintern der Kübelpflanzen. In tropisch warmen Räumen kommen sie nicht zu ihrer notwendigen Winterruhe und kümmern. Die Auswahl an Pflanzen für den winterkühlen Glasanbau ist groß. Sie stammen durchaus nicht nur vom Mittelmeer. Wobei von diesen der Olivenbaum und die Navelorangen sehr pflegeleicht sind. Aber auch Pflanzen aus Australien sind gut geeignet. Die bekanntesten sind die Akazien, deren leuchtendes Gelb und betörender Duft den Winter draußen fast vergessen lassen. Der Pflanzenvielfalt Ostasiens verdanken wir die eleganten Bambushorste. Vor allem subtropische Bambus-Arten gedeihen bei 8–12 °C prächtig. Besonders dekorativ sind Sorten mit leuchtend gelben Stämmen wie Bambusa vulgaris "Striata" oder mit verdickten Stammabschnitten wie die Art "Buddhas Bauch" (B. tuldoides ventricosa).
Unter Palmen entspannen – dies scheitert oft an der Höhe des Glashauses. Die bekannte Dattelpalme vom Mittelmeer wird zu groß. Nur kleinwüchsige Arten wie die Zwerg-Schirmpalme haben in einem normalen Wintergarten genug Platz.
Süße Früchte pflücken - auch das ist ohne große Heizkosten möglich, zum Beispiel bei Navelorangen. Sie verwöhnen doppelt: mit süßem Duft im Winter und saftigen Früchten im Frühjahr. Bananen wachsen dagegen nur in warmen Wintergärten, die auch im Winter auf 15 °C geheizt werden können. Sie tragen nach ca. 6 Jahren die ersten Früchte.
Die Blätter fallen? Kein Grund zur Sorge
Wenn Ihre neuen Pflanzen in den ersten Wochen nach dem Kauf die Blätter verlieren, ist das normal. Die Pflanzen brauchen eine gewisse Zeit, um sich zu akklimatisieren.

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