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Gartendeko

Gartendeko gibt jedem Garten eine persönliche Note. Ob aus Holz, Metall, mit Rost oder im asiatischen Stil - Gartendeko kann man kaufen, vieles aber auch selber machen.

Gartendeko für jeden Garten

Gartendeko passt in jeden Garten, egal wie groß dieser ist oder wie er gestaltet ist. Für Naturgärten kommen eher natürliche Deko-Objekte infrage als für moderne oder formal angelegte Gärten. Aber für welche Art Gartendeko Sie sich auch entscheiden, es gilt “weniger ist mehr”, denn zu viel überfrachtet den Garten und lässt ihn kleiner erscheinen.

Mini-Teich für den Tisch: Wasserpflanzen wie Tannenwedel oder Tausendblatt sind eine perfekte Gartendeko für den Gartentisch. Foto: Thomas Hess
Mini-Teich für den Tisch: Wasserpflanzen wie Tannenwedel oder Tausendblatt sind eine perfekte Gartendeko für den Gartentisch. Foto: Thomas Hess

Zu einer Gartendeko gehören nicht bloß reine Zier-Accessoires wie Windlichter oder Figuren, sondern auch Gegenstände, die wie Vogelhäuser oder Nistkästen auch einen ganz praktischen Nutzen haben.

Gartendeko selber machen

Küchensiebe als Blumenampeln, Dosen werden zu Windlichtern und Auflaufformen zu Übertöpfen. Gartendeko muss man nicht unbedingt kaufen, sie lässt sich leicht selber machen und sogar alte Gebrauchsgegenstände werden mit wenig Aufwand zur Gartendeko.

Schon eine alte Baumwurzel wird zum schönen Blickfang, wenn man Moose oder Sedum-Arten darauf ansiedelt, so dass die Wurzel mit der Zeit immer uriger aussieht.

Natursteine lassen sich zu einer Trockenmaurer aufschichten, die dann nicht nur als Gartendeko eine gute Figur macht, sondern auch noch Eidechsen und andere Tiere anlockt. Trockenmauern brauchen festgestampften Kies oder Steinplatten als Fundament und sollten zum Hang hin eine leicht Neigung haben.

Gartendeko auf die Schnelle: Bunte Schwimmkerzen in eine wassergefüllte Zinkwanne setzen - fertig. Tagsüber bunter Blickfang und abends stimmungsvolles Licht. Foto: Keimzeit-Saatgut
Gartendeko auf die Schnelle: Bunte Schwimmkerzen in eine wassergefüllte Zinkwanne setzen - fertig. Tagsüber bunter Blickfang und abends stimmungsvolles Licht. Foto: Keimzeit-Saatgut

Herbstlaub gehört mit zur schönsten natürlichen Gartendeko überhaupt, es sorgt mit satten Farben für gute Laune und lässt sich zu toller Deko arrangieren.

Gartendeko muss wetterfest sein

Gartendeko muss unbedingt wetterfest und gut befestigt sein, bei Wind darf nichts durch den Garten fliegen. Windspiele sollten so hängen, dass sie einem nicht im Weg sind und sich vor einem Sturm leicht wieder abnehmen lassen, damit sie nicht beschädigt werden.

Gartendeko im Shabby-Stil, Holz, Metall, Rost und auch Beton setzen mit der Zeit eine dekorative Patina an, die dem Garten eine ländlich rustikale Note wie in englischen Gärten verleiht. Dazu kann man Fundstücke vom Flohmarkt mit Selbstgemachtem kombinieren, fertig ist eine schicke Gartendeko.

Ist Verwitterung oder Patina dagegen unerwünscht, sollte man Gartendeko aus Holz mit einer Schicht Lasur oder Lack gegen Wind und Wetter wappnen.

Licht als Gartendeko

Licht und Feuer sind eine ganz besonders stimmungsvolle Gartendeko, die abends als Gartenbeleuchtung für Sicherheit und Atmosphäre sorgt.

Licht kommt auf unterschiedliche Weise als Gartendeko infrage: als LED, Halogenlampen oder auch Feuer in Form von Kerzen, Feuerschalen und Fackeln. Tagsüber verstecken sich elektrische Lampen hinter Steinen oder im Unterholz und erwachen erst zur abendlichen Show zum Leben. Und dann werden auf einmal auch Pflanzen zur Gartendeko, die man tagsüber gar nicht beachtet.

Schwimmende Gartendeko: Solarkugeln mit Dämmerungsschalter verzaubern den Teich.
Schwimmende Gartendeko: Solarkugeln mit Dämmerungsschalter verzaubern den Teich.

Die meisten Lampen und auch Fackeln fixiert man einfach mit Erdspießen, so dass man sie beliebig oft neu platzieren kann. Wer einzelne Objekte als Gartendeko ins rechte Licht setzten will, greift zu speziellen Strahlern, deren Kopf in alle Richtungen gedreht werden kann. Erforschen Sie zunächst mit einer Taschenlampe den Garten. So können Sie die interessantesten Objekte bestimmen und die optimalen Plätze für die Beleuchtung aus verschiedenen Blickwinkeln ausprobieren. Wichtig ist in allen Fällen, dass die Leuchten nicht blenden, sonst haben sie ihre Funktion als Gartendeko verfehlt.

Asiatische Gartendeko

Japanische bzw. asiatische Gartendeko steht für Harmonie und Ruhe. Und das funktioniert auch in kleinen Gärten oder sogar nur in einem bestimmten Bereich auf der Terrasse oder auf dem Balkon. Größe ist nicht alles, es muss aber stimmig sein. Eine einsame Buddha-Figur auf einem Hocker macht noch keine japanische Gartendeko, das gelingt nur mit der Kombination mehrerer Dekoelemente: eingerahmt von einem kleinen Wasserspiel, Bambus und Japanischem Ahorn im Kübel oder einem Bonsai verbreitet eine Figur auf kleinem Raum Ruhe. Noch einen Sichtschutz aus Bambus dazu und die asiatisch anmutende Ecke wird perfekt.

Bambus wie dieser kleine Brunnen von japan-gardens.de gehört zu einer Gartendeko im asiatischen Stil einfach dazu.
Bambus wie dieser kleine Brunnen von japan-gardens.de gehört zu einer Gartendeko im asiatischen Stil einfach dazu.

Wege aus Kies, mit Moos bedeckte Steine, Japanischer Ahorn vor Rhododendren und Steinlaternen: Im Garten hat man natürlich mehr Möglichkeiten, dort geben unterschiedliche Grüntöne, Steindeko und auch Bambuselemente den Ton im Asiagarten an. Accessoires für eine asiatische Gartendeko gibt es z.B. unter www.japan-gardens.de.

Gartendeko mit Rost

Sonnenuhren, Windlichter, Kerzenständer, Rankhilfen oder Fantasiefiguren: Gartendeko mit so genanntem Edelrost wird immer beliebter. Kein Wunder, lassen sich die Objekte mit der edlen Patina in warmen Braun oder hellen Orangetönen doch wunderbar harmonisch in den Garten einfügen und mit Holz oder Pflanzen kombinieren. Auch zum beliebten Shabby Chic passen die Objekte perfekt.

Eine Gartendeko aus Edelrost fügt sich harmonisch in den Garten ein. Foto: keimzeit-saatgut.de
Eine Gartendeko aus Edelrost fügt sich harmonisch in den Garten ein. Foto: keimzeit-saatgut.de

Edelrost ist nie statisch, er verändert sich laufend und nimmt neue Farbnuancen an.

Achtung: Auf Steinböden kann Rost unter Umständen bei Regen Flecken verursachen. Am besten stellt man die Gartendeko auf eine Holzplatte oder auf den Boden. Wer Rostflecken ausschließen möchte oder auch eine bestimmte Farbe dauerhaft erhalten möchte, behandelt den Edelrost mit speziellen Pflegeölen.

Was ist Edelrost überhaupt?

Eigentlich ist Rost unerwünscht, denn Objekte aus Metall rosten, sobald sie beschädigt sind. Edelrost bedeutet, dass man blanken Stahl unter kontrollierten Bedingungen großflächig rosten lässt. Auch wenn es zunächst ungewöhnlich klingt, dieser Edelrost schütz den Stahl dann wie eine Lackschicht vor einer weiteren Reaktion mit Luft und somit vor schnellem Rosten.

Oft wird robuster, wetterfester Baustahl, so genannter Corten-Stahl verwendet. Der blanke Stahl wird mit Säure behandelt und setzt nach und nach eine gleichmäßige Rostschicht an, den Edelrost. Normaler Stahl rostet schneller, wird aber auch für Gartendeko verwendet, da er preiswerter ist.

Wie lange hält eine rostige Gartendeko?

Deko mit Edelrost hält im Garten zwischen 10 und 30 Jahren, je nachdem, ob die Deko dauerhaften Kontakt zu Wasser oder dem Boden hat. Eine direkt bepflanzte Schale wird nicht so lange halten wie eine frei stehende Skulptur oder ein Objekt unter einem Überdach.

Gartendeko mit praktischen Nutzen

Zu einer Gartendeko gehören nicht bloß die reinen Zier-Accessoires wie Windlichter oder Figuren, sondern auch Gegenstände, die wie Vogelhäuser oder Nistkästen einen ganz praktischen Nutzen haben. Das gilt natürlich auch für edle Gartengeräte oder Pflanzkübel in schickem Gewand.

Nistkästen sind nicht nur erstklassige Gartendeko, sondern bieten Vögeln ein kuscheliges Zuhause.
Nistkästen sind nicht nur erstklassige Gartendeko, sondern bieten Vögeln ein kuscheliges Zuhause.

Ein Nistkasten hängt idealerweise im Schatten oder Halbschatten in 2 bis 3 Metern Höhe und mit dem Einflugloch nach Südosten. Wenn sich der Kasten leicht nach vorne neigt, kann kein Regenwasser ins Einflugloch fließen. Sind Katzen oder Marder im Garten, sollte der Nistkasten frei hängen oder an einer Mauer befestigt sein.

Pflanzen als Gartendeko

Leuchtendes Rot, knalliges Gelb oder ein sattes Blau: Eine üppige Blütenpracht im Beet oder im Kübel ist der Traum jedes Gartenbesitzers. Das geht mit Stauden am besten. Damit Blüten als Gartendeko im Beet richtig zur Geltung kommen, sollten Sie die Pflanzen von Anfang an richtig arrangieren.

Das Spiel mit Farbkontrasten macht Blütenkombinationen erst richtig interessant.
Das Spiel mit Farbkontrasten macht Blütenkombinationen erst richtig interessant.

Das A und O eines schönen Staudenbeetes ist nicht nur eine stimmige Farbkombination, sondern auch das richtige Verhältnis von hellen zu dunklen Tönen. Bei der Planung wird zuerst festgelegt, welche Farbe das Beet bestimmen soll oder ob es eine kunterbunte Gartendeko werden soll. Um die Wirkung einer Leitfarbe zu erhöhen, werden ihr einige Pflanzen mit helleren Farbtönen zur Seite gestellt. Beim dunklen Purpurbeet ist man mit Silber gut beraten.

Wichtig ist, dass diese Begleitfarbe optisch nicht so viel Raum einnimmt wie die Hauptfarbe. Eine blühende Gartendeko beeinflusst den gesamten Garten, denn blaue Pflanzen erzeugen generell Weite und vergrößern ihn optisch optisch, wenn man sie in hintere Bereiche pflanzt. Gelbe Blüten verkleinern einen Garten optisch, wirken aber freundlich und peppen dunkle Ecken auf. Rot drängelt sich gerne in den Vordergrund und dominiert den Garten, Weiß bildet einen angenehmen Ruhepol.

Text: Thomas Heß