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Gartengeräte: Gärtners Helfer

Kein Gartenbesitzer kommt ohne Gartengeräte aus. Aber nur mit den richtigen Gartengeräten geht die Arbeit auch leicht von der Hand. Geräte gibt es in Hülle und Fülle, Vieles braucht man nicht unbedingt. Wir haben zusammengestellt, welche Gartengeräte in Ihrem Schuppen auf keinen Fall fehlen sollten!


Gartengeräte gegen Unkraut
In einem frischen Gartenboden fühlen sich leider auch Unkräuter wohl. Hier sind Gartengeräte gefragt, die auch dem hartnäckigsten Unkraut zu Leibe rücken. Samenbildende Unkräuter wie Vogelmiere, Hirtentäschel, Franzosenkraut und Ehrenpreis sollten entfernt werden, bevor sie stören, sich versamen und damit in Massenproduktion gehen. Denn dann müssen sich auch Gartengeräte richtig anstrengen!

Unkräutern im Beet oder zwischen Gemüsereihen rücken Sie mit Zieh-Hacken und sogenannten Jätschuffeln zu Leibe. Beide Gartengeräte haben scharfe Klingen und schneiden Unkräuter dicht unter der Erde ab, so dass diese vertrocknen. Beim Hacken bewegt man sich Rückwärts durchs Beet, während man mit Schuffeln nach vorne stößt.

Löwenzahn hat schöne Blüten, aber sehr tiefreichende Wurzeln, für die man spezielle Gartengeräte wie den Unkrautstecher von Gardena zum Entfernen braucht.

Gegen Wurzelunkräuter wie Quecke, Giersch oder Löwenzahn kommen Gartengeräte zum Einsatz, die die Wurzeln tief ausgegraben oder ausstechen. Tiefgründiges Hacken wäre fatal, da jedes Wurzelstück neu austreibt! Solche Gartengeräte sind z.B. die Unkrautstecher von Fiskars, Wolf-Garten oder Gardena, die lange Stiele haben, so dass sie sich bei der Arbeit nicht bücken müssen. Hat sich Giersch großflächig im Beet breit gemacht, graben Sie ihn mit einer Grabegabel aus oder spritzen mit Gierschmitteln.

Auch gegen Unkräuter zwischen Pflasterfugen gibt es Gartengeräte: Fugenbürsten kratzen Unkräuter mit Stahlbürsten aus den Fugen, Thermogeräte heizen Unkräutern mit einer Gasflamme ein, bis sie vertrocknen.

Gartengeräte zur Bodenpflege

Graben, Pflanzen oder Rasenkanten stechen – bei der Bodenbearbeitung geht es richtig zur Sache, daher müssen die Gartengeräte auch besonders stabil sein. Gartengeräte aus Edelstahl sind rostfrei und unverwüstlich. Wenn Sie einen kleinen Garten haben, sind Gartengeräte mit platzsparendem Stecksysteme (Fiskars, Wolf oder Gardena) eine Überlegung wert.

Die wohl wichtigsten Gartengeräte zur Bodenbearbeitung sind Spaten. Damit werden vor allem Beete umgegraben und Pflanzlöcher ausgehoben. Achten Sie beim Kauf auf die passende Größe – der Stiel sollte etwa bis zum Ellenbogen reichen – und darauf, dass Blatt und Schaft dieser Gartengeräte aus einem Stück geschmiedet sind.

Grabegabeln – diese Gartengeräte sehen wie eine Mischung aus Spaten und Gabeln, damit können Sie Stauden und Gehölze sowie Knollen- und Wurzelgemüse aus der Erde hebeln und den Boden lockern. Auch Wurzelunkräuter legen Sie mit der Grabegabel besser im Ganzen frei als mit dem Spaten.

Hacke, Grubber oder Harke: Gartengeräte mit auswechselbaren Werkzeugen wie hier von Wolf-Garten sind besonders bei der Bodenpflege sehr praktisch.

Gartengeräte mit Verlängerung: beim manchen Gartengeräten wie den “Telescopic-Geräten” von Fiskars lässt sich der Stiel ausziehen. Ein Dreh am Knopf genügt, schon wird beim Spaten oder Unkrautstecher der Stiel ausgezogen und durch einen weiteren Dreh arretiert. Ideal, wenn verschieden große Gärtner im Garten arbeiten wollen. Einer für Alle!

Für größere Gärten lohnen sich auch Gartengeräte zur Bodenbearbeitung mit Motor – Motorhacken nämlich. Diese gibt es entweder mit 230 V-Elektromotor oder mit Vier-Takt-Motor. Gartengeräte mit Elektromotor sind leise, ziehen aber ein Kabel hinter sich her. Wesentlich mobiler und leistungsstärker sind dagegen Gartengeräte mit Benzin, die aber auch lauter sind.

Rasenmäher

Rasenmäher sind mit die wichtigsten Gartengeräte überhaupt. Alle Infos und für wen sich welcher Mäher lohnt, erfahren Sie auf unsren Rasenmäherseiten.

Gartengeräte zum Sägen und Schneiden

Wenn Bäume und Sträucher zum Frisör müssen, kommen scharfe Gartengeräte wie Scheren und Sägen zum Einsatz. Diesen Gartengeräten ist kein Holz gewachsen, kleineren Zweigen rückt man mit Gartenscheren zu Leibe, Äste mit bis zu 5 cm Durchmesser werden mit einer Astschere bewältigt.

Gartengeräte für dicke Äste: Astscheren wie die "Power Cut" von Wolf-Garten.

Diese Gartengeräte schneiden nach zwei verschiedenen Methoden, entweder als Amboss- oder als Bypass-Schere:
Grundsätzlich liegen Sie für den sauberen Schnitt an Rosen, zum Schneiden von Steckhölzern und für den Schnitt an grünem Holz mit einer Bypass-Schere richtig. Amboss-Scheren sind zwar robuster, doch die Rinde wird unter dem Druck auf dem Amboss gequetscht. Deshalb eignen sich diese Scheren besser zum Schnitt von trockenem Altholz.

Gartenscheren sind einhändig geführte Gartengeräte, mit denen Sie Zweige oder auch Blüten für die Vase abschneiden.

Nur bei dickeren Ästen müssen Sie zur Säge greifen. Sägen Sie einen dicken Ast zunächst von unten etwas an. So vermeiden Sie, dass der Ast abbricht und noch einen Teil der Rinde mit abreißt. Großflächige Schnittflächen, etwa ab der Größe eines 2-Euro-Stückes, sollten mit Wundverschlussmittel behandelt werden.

Ergonomische Gartengeräte

Immer leichter, immer bequemer – das ist der Trend bei allen Gartengeräten. Dazu passen immer mehr Hersteller ihre Geräte wo es möglich ist an die menschliche Anatomie an, so dass die Gartengeräte gut in der Hand liegen und verkrampfte Körperhaltungen bei der Arbeit ausgeschlossen sind. Für Arbeitserleichterung sorgt auch die inzwischen absolut praxistaugliche Akkutechnik mit leistungsstarken Li-Ionen-Akkus, die es inzwischen nicht nur bei Rasenmähern und Heckenscheren, sondern auch bei anderen Gartengeräten gibt, z.B. bei der Säge “Keo” von Bosch.

Schneiden per Knopfdruck: Gartengeräte mit Akku wie die "RR 3000" (Wolf-Garten) erleichtern die Arbeit.

Bei vielen Astscheren sorgt eine Getriebeübersetzung dafür, dass Sie mit weniger Kraftaufwand deutlich dickere Äste bewältigen. Der Nachteil: man muss die Griffe oft sehr weit öffnen, wofür es im Geäst oft sehr eng ist.

Ob Spaten oder Bodenhacke, Ganz wichtig ist die richtige Stiellänge von Geräten. Zu kurze Stiele zwingen einen in gebückte, unnatürliche Körperhaltungen, zu lange Stiele machen viele Gartengeräte ineffektiv, da sie in einem ungünstigen Winkel auf den Boden treffen. Gartengeräte mit ausziehbaren Stielen (Fiskars Telescopic Gärtnerspaten) sind daher besonders bequem und passen sich der jeweiligen Größe des Anwenders an.

Viele aktuelle Spaten (Fiskars, Wolf, Gardena) haben deutlich geknickte Stiele, die beim Anheben von Lasten für eine optimale Körperhaltung sorgen.

Gartengeräte zum Graben haben oft wie der Ergo-Spaten (Wolf) einen ergonomisch angepassten Stiel.

Eine Dämpfung sorgt beim “Terraline” Sortiment (Gardena) dafür, dass Stöße beim Auftreffen auf Hindernisse größtenteils geschluckt und nicht auf die Hand übertragen werden.

Text: Thomas Heß