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Grundkurs Gartengestaltung

Gartengestaltung: Planen Sie mit diesen Ideen, praktischen Tipps und Beispielen Ihren persönlichen Traumgarten - ob Sie den Garten neu anlegen oder nur verschönern wollen. Unser Grundkurs Gartengestaltung zeigt, was es zu beachtend gibt.

Gartengestaltung: ein Motto für jeden Garten

Bevor Sie sich an die Gartengestaltung machen, sollten Sie sich überlegen, welchen Stil Ihr Garten haben soll. Wer Farben und üppige Vielfalt liebt, sollte über einen Blumengarten mit Staudenbeeten nachdenken, in dem je nach Saison Blüten in harmonischen Farbkombinationen für Opulenz und Romantik sorgen. Wichtige Voraussetzung für eine gelungene Gartengestaltung sind Kenntnisse über die Beschaffenheit des Gartenbodens, die Blühphasen und Wuchshöhen der Pflanzen – und sorgfältige Planung.

Gartengestaltung: romantische Bauerngärten versprühen pure Lebensfreude.

Wer schlichte Eleganz liebt und einen pflegeleichten, attraktiven Sichtschutz oder Blickfang möchte, sollte einen Rhododendrongarten in seine Gartengestaltung einbeziehen, der zur Blütezeit wochenlang verzaubert und sonst grünen Sichtschutz bildet. Im Sommer bieten auch Kübelpflanzen tollen Sichtschutz. Ein Schattengarten kommt für Kreative in Frage, die die Herausforderung lieben und gern experimentieren. Denn überraschend viele Pflanzen fühlen sich gerade im Schatten wohl. Ziehen Sie Farne, Schaumblüte, Kaukasus-Vergissmeinnicht oder Bergwald-Storchschnabel in Ihre Gartengestaltung ein. Ein Kiesgarten ist eine reizvolle Alternative zum Staudenbeet: sparsam im Wasserverbrauch, ökologisch und dennoch ästhetisch. Und perfekt für eine Gartengestaltung im Asiatischen Stil!

Gartengestaltung: zeitsparend Gärtnern

Wenn Sie Ihren Garten zeitsparend anlegen, haben Sie umso mehr Zeit, um ihn auch zu genießen.

1. Bodendecker pflanzen: Das A und O im pflegeleichten Garten sind Bodendecker. Sie sehen gepflegt aus und machen nahezu keine Arbeit.
2. Automatisch Bewässern: Morgens und abends gießen? Eine automatische Bewässerung nimmt ihnen die Arbeit ab. So können Sie sich im Sommer zurücklehnen.
3. Rasenkanten anlegen: Der Rand des Rasens lässt sich leichter mähen, wenn rundherum ein fester Belag anschließt. Dieser sollte etwas tiefer als der Rasen liegen.
4. Mulchen: Eine Schicht mit 3-5 cm  Mulch aus Rindenhäcksel oder Kies verhindert das Aufkeimen von Unkraut.
5. Blütenhecken anlegen: Ziersträucher und Immergrüne wie Bambus, Kirschlorbeer und Rhododendron brauchen nicht oder nur bei Bedarf geschnitten zu werden.

Gartengestaltung: schlechter Boden oder zu viel Schatten? Ideal für einen gemütlichen Sitzplatz! Foto: Graf Luckner

Grundlegende Gartenprobleme erfordern nicht immer eine komplette Neugestaltung. Wenn Sie mit Ihrem Garten im Großen und Ganzen zufrieden sind und es nur an ein paar Stellen hapert, bekommen Sie das schnell mit einer geschickten Gartengestaltung in den Griff.

Gartengestaltung: Ideen für ungenutzte Ecken

1. Geschützter Rückzugsort: Ecken sind oft von zwei Seiten durch Hecken, Wände oder einen Zaun eingefasst und laden so zum Verweilen ein.
2. Stauraum für Geräte: Ein Gartenhäuschen bietet Platz für Werkzeug, Rasenmäher und andere Utensilien. Davor passt ein Tisch zum Umtopfen.
3. Überraschungseffekt: Lassen Sie einen geschwungenen Weg in einer Ecke hinter Sträuchern verschwinden. Das erweckt den Eindruck eines größeren Gartens.
4. Dekoration: Eine Skulptur, eine Bank oder ein malerischer Zierstrauch bekommt in einer Gartenecke erhöhte Aufmerksamkeit.
5. Blütenzauber: Es wäre schade, wenn der Blick in eine leere Ecke geht. Es ist schöner, wenn dort etwas steht oder Pflanzen blühen. Bei schlechtem Boden z.B. im Kübel.

Gartengestaltung: Tipps für Sitzplätze

Ein paar Stühle und ein Tisch machen oft noch keinen lauschigen Sitzplatz. Wir zeigen Ihnen, mit welchen Tricks der Gartengestaltung Sie für Gemütlichkeit sorgen.

1. Vor Blicken geschützt: An erster Stelle steht ein Sichtschutz, der für Privatsphäre sorgt. So können Sie sich entspannen und die Welt um sich herum vergessen.
2. Dach überm Kopf: Eine Pergola, ein Baldachin aus Blättern oder ein Segeltuch, das aufgespannt wird, schützt vor Sonnenstrahlen und Nieselregen.
3. Ebener Belag: Damit Stühle und Tisch nicht wackeln, sollte die Oberfläche von Platten und Pflastersteinen eben, aber trotzdem rutschfest sein.
4. Blütenduft: Rosen, Kräuter und andere Duftpflanzen verströmen am Sitzplatz ein herrliches Aroma. Die Pause wird so zu einem sinnlichen Erlebnis.
5. Aussicht: Wenn möglich, lassen Sie einen Ausblick in die Ferne frei – in den Garten, in die Landschaft oder vom Garten auf das Haus.

Gartengestaltung: Grundkurs Gartengestaltung

Grundkurs Gartengestaltung: in Räume einteilen
Lassen Sie sich von ungünstigen Grundrissen nicht entmutigen: eine geschickte Gartengestaltung macht jeden Garten zum Schmuckstück. Zuerst kommt die räumliche Gliederung des Grundstücks. Denn meist sät man erst Rasen und bepflanzt dann intuitiv nur die Grundstücksgrenzen. So ist der Garten überschaubar, aber monoton. Verschieden geformte Flächen dagegen strukturieren den Garten und geben ihm ein Gesicht. Außerdem gilt es, Räume voneinander zu trennen, Wege anzulegen und geschickt für Spannung zu sorgen.
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Grundkurs Gartengestaltung: Blickpunkte
Kennen Sie das? Sie bummeln durch eine Stadt und fühlen sich von gewundenen Straßen oder schmalen Gassen magisch angezogen und Sie fragen sich, was sich wohl dahinter verbirgt.
Und schon ist die Neugierde geweckt, man muss einfach wissen, was einen erwartet. Die Lust am Entdecken funktioniert auch bei der Gartengestaltung – oft mit einfachen Tricks!
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Grundkurs Gartengestaltung: Proportionen
Ob bei Pflanzenhöhe oder den Beetgrößen – finden Sie das rechte Maß für Ihren Garten, damit Harmonie und richtige Proportionen garantiert sind. Oft pflanzt man erst zu viel und zu dicht und denkt nicht an die Endhöhen von Gehölzen. Denn die brauchen ja viele Jahre. Dann aber versucht man dann verzweifelt, zu große Bäume mit der Schere klein zu halten, was nicht gelingt. Für eine harmonische Gartengestaltung ist auch die Pflanzenverteilung im Beet sehr wichtig.
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Grundkurs Gartengestaltung: schlicht und einfach
Hier noch eine Steinskulptur, da noch ein weiterer Sitzplatz und die gerade im Gartencenter spontan gekauften Pflanzen finden bestimmt auch noch irgendwo Platz. Bloß nicht, das hat nichts mit Gartengestaltung zu tun!
Überladen Sie Ihren Garten nicht und beschränken Sie sich bei der Gartengestaltung auf ein Thema und spielen Sie dann lieber mit verschiedenen Formen oder Farben.
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Grundkurs Gartengestaltung: Kontraste
Ob Groß und Klein oder Hell und Dunkel: nutzen Sie zur  Gartengestaltung die Kraft der Gegensätze. Denn neben der räumlichen Gliederung, sind Kontraste bei Farben und Formen der Schlüssel für eine gelungene Gartengestaltung.
Eine gepflegte Hecke, davor eine Rabatte mit Stauden und vielleicht noch außergewöhnlichen Blattschmuckpflanzen? Eher dezent. Setzen Sie lieber weiß blühende Stauden vor die grüne Wand, denn jetzt ist Showtime.
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Pflanzen zur Gartengestaltung

Weniger ist oft mehr, das gilt auch bei der Gartengestaltung: Solisten – Bäume, ausdrucksstarke Gräser, formierte Gehölze – können eine außergewöhnliche Wirkung bei der Gartengestaltung erzielen, etwa als Blickfang im Zentrum einer Rasenfläche oder in der Biegung eines Weges. Mit zwei gleichen Bäumen lässt sich ein Durchgang markieren, mit drei eine Grundstücksgrenze, mit sechs eine Allee.

Gartengestaltung mit Farben: Stauden wie Sonnenbraut (Helenium) wirken als Solitär ebenso wie in Gruppen.

Flächige Pflanzungen wirken großzügig und brauchen dazu noch wenig Pflege. Inseln aus Gras etwa sind ein attraktives Mittel der Gartengestaltung und bilden Gartenräume, ohne einzuengen und die Sicht zu versperren. Und: Das umständliche Mähen um die Baumstämme herum entfällt.

Gartengestaltung: Neugestaltung in drei Schritten

1. Bestandsaufnahme: Wer seinen Garten umgestalten möchte, sollte ihn zunächst genau unter die Lupe nehmen. Das hat ein bisschen was vom Ausräumen eines überfüllten Kleiderschrankes: was soll bleiben, was soll weg? Gehen Sie dazu hinaus und begutachten Sie, in welchem Zustand Terrasse, Wege, Pflanzen, Zäune, Gartenhaus usw. sind und geben Sie Ihre Wertung ab. Nutzen Sie für diese Startphase der Gartengestaltung folgende Kriterien:

• schön?
• sinnvoll?
• praktisch?
• genutzt?
• wie lange hält es noch?
• woanders platzieren?

Dann wird die Gartengestaltung konkreter: was kann bleiben, was stört und sollte somit verbessert oder entfernt werden. Notieren Sie auf einem Notizblock, welche Elemente reparaturbedürftig sind und was vollständig aus dem Garten entfernt werden soll. Ein Rhododendron, der auf sonnigem, trockenem Boden kümmerlich wächst, kann an einem schattigen Ort und in saurem Boden wieder aufblühen. Pflanzen Sie ihn also um. Halten Sie auch fest, ob Holzpfähle oder -latten einen Anstrich brauchen oder besser ganz entfernt werden, weil sie brüchig sind oder faulen. Sie werden sehen, wie gut es tut, sich von solchen Dingen zu befreien!

Pflanzen, Graben, Beete anlegen: steht das Konzept Ihrer Gartengestaltung, geht's los. Foto: Andreas Bock

2. Wünschen und Planen: Nachdem Sie Ihren Garten von kränkelnden Pflanzen, wackligen Betonplatten und anderen Dingen befreit haben, ist nun wieder Platz für neue Ideen. Jetzt sind Ihre Wünsche und Ihre Vorstellungskraft gefragt. Soll der Garten pflegeleichter werden, dann pflanzen Sie Bodendecker an unwegsame Stellen und planen eine automatisierte Bewässerung ein. Möchten Sie einen Sitzplatz oder ein neues Beet anlegen, dann überlegen Sie, wo es am meisten Sinn macht. Messen und probieren Sie! Benutzen Sie einen Schlauch, um sich einen Beetrand leichter vorstellen zu können oder machen Fotos von den entsprechenden Gartenecken, drucken die Bilder aus und legen eine Folie darüber, auf der Sie die Neuerungen skizzieren können.

3. Her mit dem Spaten!: Im dritten Schritt wird es handfest. Pflanzen werden neu gesetzt oder umgepflanzt, Rasenkanten verlegt, Beläge ausgebessert, und das Gartenhaus erhält einen neuen Anstrich. Holen Sie sich für anspruchs-volle Holzkonstruktionen, Mauerbau oder Baumfällarbeiten die Hilfe eines Fachmanns, der altes Material gleich mit entfernt.

Text: Thomas Heß