Letzte Handgriffe im Garten

Bei der Regentonne geht es ganz schnell, Wasser raus, umdrehen, schon ist sie winterfest. Der Garten braucht etwas mehr Aufmerksamkeit, aber mit wenigen Handgriffen werden auch Kübelpflanzen, Rabatten und Teiche fit für den Winter.
Frisch geernetete Birnen im Weidenkorb im Garten.
Wenn die letzten Obstbäume abgeerntet sind, wird der Garten winterfest gemacht.

Herbstzeit ist nicht nur Erntezeit, im Garten wird auch Klarschiff gemacht! Und bevor es daran geht, den Garten winterfest zu machen (und auf keinen Fall vergessen: Wasserhahn abstellen!), sollten Sie Ihren Rasen nach der anstrengenden Saison noch einmal richtig verwöhnen und dann mit gut fünf Zentimeter Höhe in die Winterruhe schicken, allerdings ohne Laubdecke.

Beauty-Kur für den Rasen

Sommerhitze, Gartenpartys und Kinderfeste haben ihre Spuren hinterlassen. Bringen Sie Ihren Rasen jetzt wieder auf Vordermann, damit er gestärkt in den Herbst gehen kann!

Bäume mit buntem Herbstlaub im Garten.
Auf den Bäumen sieht buntes Herbstlaub toll aus, vom Rasen sollte man es unbedingt entfernen. Tipp: Das Laub einfach mit dem Rasenmäher aufsammeln.

Schicken Sie den Rasen mit einer Portion Herbstdünger in den Winter, der die Halme stark gegen Fröste macht und auch Unkräuter wie Klee verdrängt.

Fünf Wege zu schönem Rasen im Herbst

  1. Kleine Wehwechen ausbessern: Kleine Macken und Flecken im Rasen lassen sich mit wenig Aufwand beheben: Der Boden muss vorher gründlich gelockert, gebnet und vom Unkraut befreit sein. Bodenunebenheiten gleichen Sie am besten mit Pflanzerde aus, die Sie am besten schon mit dem Rasensamen vermischt haben. Anschließend die Erde mit einer Walze andrücken und gut wässern.
     
  2. Neueinsaaten: Bis Ende Oktober ist der Boden noch warm, so dass die Saat schnell keimt! Lockern Sie den Boden zunächst gründlich und entfernen mit einer Harke Steine und Wurzelunkräuter. Wenn der Boden geebnet ist, drücken Sie ihn mit einer Walze an und streuen die Samen längs und quer mit dem Streuwagen aus. Die Samen flach einharken.
     
  3. Kraftnahrung für den Winter: Damit der Rasen gut durch den Winter kommt, die Gräser nicht frostanfällig sind und auch Unkräuter keine Chance haben, düngt man noch einmal mit einem speziellen "Rasen-Herbstdünger". Dieser enthält viel Kalium und erhöht die Frosthärte. Leidet Ihr Rasen an Rotspitzigkeit, dann haben Sie wahrscheinlich zu wenig gedüngt.
     
  4. Letzter Schnitt: Spindelmäher schneiden mit einer rotierenden Messerwalze die Gräser ab - eine saubere Sache, denn der Rasen sieht anschließend wie mit einer Schere geschnitten aus! Mit einem Akku-Spindelmäher (z.B. von Gardena oder Brill) wird das Mähen zum Kinderspiel.
     
  5. Weg mit Unkräutern: Löwenzahn und Disteln rücken Sie ohne Gift, aber dennoch mühelos mit einem Unkrautstecher zu Leibe, die es auch mit langen Stielen gibt, so dass lästiges Bücken entfällt. Wegerich, Braunelle, Hornkraut und Klee vertreiben Sie durch regelmäßiges Düngen und Mähen.

Leidet Ihr Rasen an Rotspitzigkeit, dann haben Sie wahrscheinlich zu wenig gedüngt. Löwenzahn und Disteln rücken Sie ohne Gift, aber dennoch mühelos mit einem Unkrautstecher zu Leibe, die es auch mit langen Stielen gibt, so dass lästiges Bücken entfällt.

Letzte Handgriffe im Garten
Der Rasen bekommt im Herbst eine knapp gehaltene Winterfrisur. Dann noch etwas Herbstdünger, schon sind die Halme winterfest.

Kübelpflanzen: ab ins Winterquartier

Nicht winterfeste subtropische Kübelpflanzen müssen vor den ersten Herbstfrösten in ein frostfreies Winterquartier gebracht werden. Dort möchten die Pflanzen in der Regel trocken, hell und kühl (zwischen +2°C und +10°C) stehen. Ideal sind kühle Wintergärten, Kellerräume mit großen Fenstern oder Treppenaufgänge. Laubabwerfende Arten können auch dunkel überwintert werden. Pflanzen im Winterquartier dürfen nur sehr sparsam gegossen werden, wenn der Ballen ganz ausgetrocknet ist. Dabei gilt, je dunkler die Pflanzen stehen, desto trockener sollte der Ballen sein.

Ab ins Winterquartier: Kübelpflanze auf einer Sackkarre.
Winterfester Garten: Kübelpflanzen kutschiert man am besten mit einer Transporthilfe we einer Sackkarre ins Winterquartier.

Tropische Pflanzen wie Bananen, Cycas und viele Palmen sind empfindlicher und werden nach der Devise “lieber zu früh als zu spät” eingeräumt. Diese Pflanzen werden bei 15 °C und hell überwintert. Manche Pflanzen, wie beispielsweise Agaven, haben kräftige Stacheln, an denen man sich pieksen kann. Um das zu verhindern, stecken Sie vor dem Transport einfach Weinkorken auf die Spitzen. Pflanzen mit dornigen Trieben wie Zitrusgewächse verpacken Sie für den Transport mit Jute.

Überwinterung bei 2-12°C

Schönmalve, Akazie, Strauchmargerite, Erdbeerbaum (Arbutus), Aukube, Zylinderputzer, Kamelie, Hammerstrauch, Zitrusgewächse, Engelstrompete, Korallenstrauch, Eucalyptus-Arten, Fuchsien, Jasmin, Lorbeer, Oleander, Oliven, Bleiwurz, Mittelmeerschneeball, Zwergpalme, Livistonia, Dattelpalme, Hanfpalme, Baumtomate, Feige, Granatapfel

Letzte Handgriffe im Garten
Dicht am Haus überstehen Geranien auch erste Frostnächte im Garten, dann aber müssen sie ins Winterquartier.

Überwinterung bei 15°C

Bougainvillea, Zierbanane, Hibiscus, Palisander, Großblätige Thunbergie, Fischschwanzpalme, Zwergdattelpalme, Cherimoya, Papaya, Kaffeestrauch, Passionsfrucht

Frisör-Termin für Stauden

Verzichten Sie soweit wie möglich auf das radikale Abschneiden verwelkter Staudenbüsche. Die meisten werden zwar später vom Wind umgeweht, bilden dann aber eine lockere Schutzdecke auf den Beeten. Lediglich Stauden, deren Blätter schnell faulen und schimmeln, sollte man jetzt zurückschneiden. Das sind zum Beispiel Taglilie, Aster, Flockenblume, Storchschnabel oder Frauenmantel. Setzen Sie die Schere erst zwei Hand breit über dem Boden an. So liegen die Knospen an der Basis der Stängel nicht völlig bloß. Bedecken Sie den Boden zwischen den Stauden mit einer fünf Zentimeter hohen Schicht aus trockenem Laub und halbreifem Kompost.

Letzte Handgriffe im Garten
Stauden mit weichen Blättern werden im Herbst zurückgeschnitten.

Gartenteiche winterfest machen

Mit den fallenden Temperaturen sollten Sie auch Ihren Gartenteich winterfest machen und alle absterbenden Seerosenblätter und andere Pflanzenteile entfernen. Fischen Sie vor allem Fall-Laub ab, bevor es auf den Teichboden sinken kann und spannen Sie vorbeugend Maschendraht oder Netze über den Teich. Wenn kein Laub mehr auf den Bäumen ist, nehmen Sie das Netz wieder ab.

Die Zersetzung von Laub verbraucht so viel Sauerstoff, dass Frösche und Fische unter einer geschlossenen Eisdecke ersticken können. Zusätzlich entstehen übelriechende und giftige Faulgase wie Schwefelwasserstoff und Methan. Diese Gase steigen vor allem in größeren Teichen als Blasen an die Wasseroberfläche. Sie können einen natürlichen Abzug schaffen, indem Sie Rohrkolben und andere Pflanzen dicht über der Wasseroberfläche abschneiden. Durch die Hohlräume in ihren Stängeln zieht das Gas wie durch einen Schornstein ab.

Teichschutznetz
Lassen Sie Beeren an den Sträuchern hängen, mit Raureif überzogen werden daraus kleine Kunstwerke.

Ist der Teich tiefer als einen Meter, friert er nicht durch und Fische können im Wasser bleiben. Ansonsten halten Eisfreihalter aus Styropor den Teich punktuell eisfrei. Fische aus kleinen Teichen überwintern in einer Wanne im Haus.

Schutzmantel für Rosen

Das Thema Winterschutz ist für Rosenliebhaber besonders wichtig. Allerdings brauchen die Rosen im Garten keineswegs eine wärmende Rundumpackung, es reicht, die empfindliche Veredlungsstelle zu schützen und den Rest vor Wintersonne und austrocknenden Winden zu schützen. Denn viel mehr als Frost schadet die intensive Wintersonne den Rosentrieben. Sie erwärmt die Rinde und zwingt die Pflanzen zum Verdunsten von Wasser. Wenn der Boden gefroren ist, liefern die Wurzel jedoch nichts nach – die Triebe vertrocknen.

Letzte Handgriffe im Garten
Mit dem richtigen Winterschutz werfen sich Ihre Rosen auch im nächsten Jahr wieder so richtig in Schale.

Deshalb werden die Triebe mit Vlies oder Reisig winterfest. Beet- und Strauchrosen werden so mit Kompost oder Rindenmulch angehäufelt, dass die Verbindungsstelle zwischen Unterlage und Edelsorte gut bedeckt ist. Nicht zu hohe Stammrosen werden mit Hasendraht umwickelt, der Zwischenraum mit Laub aufgefüllt. Ist die Rose schon recht hoch, wird nur die Krone kugelförmig mit Draht umwickelt und mit Laub oder Holzwolle geschützt.

Blumenstrauß der Woche