Direkt zum Inhalt

Rasenmäher: Welcher ist der richtige für mich?

Rasenmäher sorgen dafür, dass Ihr Rasen schön dicht wird und in Form bleibt. Ob Rasenmäher mit Akku, Radantrieb, Mulcher oder doch ein Rider – welches ist das richtige Modell für mich? Damit Sie sich schneller zurecht finden, haben wir eine kleine Typ-Beratung für Rasenmäher zusammengestellt.

Eine zentrale Höhenverstellung sollte bei einem Rasenmäher inzwischen Standard sein, sehen Sie aber vor dem Kauf trotzdem noch einmal genau hin, besonders bei preiswerten Mähern. Denn es ist einfach lästig, jedes Rad oder auch nur jede Achse vom Rasenmäher einzeln zu verstellen. Generell gilt: Je größer die Schnittbreite ist, desto schneller geht die Arbeit mit dem Rasenmäher von der Hand.

Rasenmäher: Fänger oder Mulcher?

Unabhängig von der Antriebsart unterscheidet man Rasenmäher nach der Art und Weise, wie sie mit dem Rasenschnitt umgehen: Üblicherweise hängt ein Fangkorb am Gerät, der die abgeschlagenen Halme auffängt. Wem das regelmäßige Entleeren zu mühsam ist, greift auf Mulchmäher zurück. Diese zerhacken die geschnittenen Grashalme  mit speziellen Messern so fein, dass sie einfach auf dem Rasen liegen bleiben können und ihn sogar düngen.

Aber: Mulchen geht nur, wenn der Rasenmäher mindestens einmal in der Woche zum Einsatz kommt. Sonst sind Rasenmäher mit Fangkörben praktischer. Das Gras sollte auf keinen Fall nass sein, damit kommen Mulchmäher nicht klar und Rasenmäher mit Fangkörben bekommen leicht Verstopfungen.

Viele Rasenmäher kann man mit wenigen Handgriffen vom Fänger zum Mulcher umrüsten, so dass Sie später immer noch entscheiden können, auf welche Art Sie mähen wollen.

Rasenmäher auf High-Wheels: Mit großen Rädern meistern Rasenmäher wie hier der AL-KO Highline 473 VS auch hohes Gras oder hügeliges Gelände.
Rasenmäher auf High-Wheels: Mit großen Rädern meistern Rasenmäher wie hier der AL-KO Highline 473 VS auch hohes Gras oder hügeliges Gelände.

Wenn Sie nach einem längeren Urlaub hohes Gras mähen müssen, haben die Rasenmäher oft Probleme mit den hohen Halmen. In diesem Fall mähen Sie zweimal: stellen Sie den Rasenmäher erst ganz hoch ein und mähen dann ein weiteres Mal mit der üblichen Schnitthöhe. Für einen Zierrasen sind 3-4 cm ideal, für Gebrauchsrasen 5cm. Im Schatten können die Halme ruhig noch einen Zentimeter länger sein, damit sie das wenige Licht optimal einfangen können.

Sehr bequem sind Rasenmäher mit Radantrieb, der durch Drücken eines Hebels zugeschaltet werden kann. Der Rasenmäher muss dann nur noch gelenkt werden und fährt in angenehmen Schritt-Tempo. Perfekt für abschüssige Gärten und große Flächen. Denken Sie daran, dass man bei einem 1000 qm Rasen fast so viel läuft wie bei einem Spaziergang von 3 km Länge!

Unabhängig von den persönlichen Vorlieben spielt die Größe des Gartens eine entscheidende Rolle bei der Auswahl des Rasenmähers.

Spindelmäher: der Rasenmäher für feinsten Schnitt

Der Spindelmäher "Momentum" von Fiskars wirft das Gras nach vorne aus, so dass die Schuhe sauber bleiben und der Fangkorb nicht stört.
Der Spindelmäher "Momentum" von Fiskars wirft das Gras nach vorne aus, so dass die Schuhe sauber bleiben und der Fangkorb nicht stört.

Der gute alte Spindelmäher hat noch längst nicht ausgedient, selbst Rasenprofis schwören drauf: Spindelmäher eignen sich für Flächen bis 300 qm. War die Arbeit mit einem solchen Rasenmäher früher ein reines Fitness-Training, lassen sich moderne Spindelmäher fast so leicht wie jeder andere Rasenmäher schieben.

Großes Plus der per Muskelkraft betriebenen Rasenmäher: Mit ihrer rotierenden Messerwalze arbeiten sie so sauber, als würden Sie die Halme mit einer scharfen Schere abschneiden, während die sonst üblichen Sichelmäher die Halme nur abschlagen.

Spindelmäher gibt es inzwischen auch mit Akku-Antrieb (z.B. Al-Ko). Die Rasenmäher eignen sich dann für ca. 350 qm. Für mehr ist die Schnittbreite zu gering.

Rasenmäher mit Elektromotor oder Akku

Akku Rasenmäher von Wolf-Garten
Akku Rasenmäher von Wolf-Garten

Rasenmäher mit Elektroantrieb eignen sich für Gärten bis 600 qm, mit ordentlich Leistung von über 1000 W auch bis 800 qm.

Ist der Garten sehr verwinkelt oder stehen viele Bäume oder Sträucher im Garten, sollten Sie ein Modell mit Akku wählen. Das ständige Nachziehen und Entwirren des Kabels kann den Spaß an der Gartenarbeit sonst schnell trüben.

Elektro- und Akku-Rasenmäher sind leise und daher besonders für dicht bebaute Gebiete zu empfehlen.

Rasenmäher-Roboter

Mähroboter wie der R70Li (Gardena) fahren selbstständig über den Rasen und mähen rund um die Uhr.
Mähroboter wie der R70Li (Gardena) fahren selbstständig über den Rasen und mähen rund um die Uhr.

Diese Rasenmäher fahren selbstständig über den Rasen und halten ihn mit Mulchmessern kurz. Dabei orientieren sie sich an einmalig verlegtem Begrenzungsdraht, der ein schwaches Magnetfeld erzeugt und den Rasenmäher wenden lässt, sobald er in die Nähe kommt.

Mähroboter haben den Vorteil, dass der Rasen durch die Häufigkeit des Mähens gesund bleibt und immer gepflegt aussieht – auch wenn man mal im Urlaub ist.

Ist sein Akku leer wird, fährt der Rasenmäher selbstständig zur Ladestation und wird automatisch aufgeladen. Und was müssen Sie tun? Nichts! Einziger Wermutstropfen: Mähroboter sind mit Preisen ab ca. 1500 Euro noch verhältnismäßig teuer.

Rasenmäher mit Benzinmoter

Für Rasenflächen bis 1500 qm. Das Starten moderner Rasenmäher mit Benzinantrieb hat übrigens nichts mehr mit dem lästigen Zerren an viel zu langen Anreißseilen zu tun. Je nach Modell genügt heute ein kurzer Ruck, das Umlegen eines Bügels oder das Drehen eines Zündschlüssels wie beim Auto.

Rasenmäher mit ordentlich Dampf unter der Abdeckung: Honda HRX.
Rasenmäher mit ordentlich Dampf unter der Abdeckung: Honda HRX.

Die Rasenmäher haben alle laufruhige Viert-Takt-Motoren mit geringem Verbrauch. Benziner bekommen auch bei hohem Gras selten Verstopfung und murren sogar bei dünnen Zweigen nicht, alles wird zerkleinert.

Für sehr große Gärten: Aufsitzrasenmäher und Rasentraktoren

Lohnt sich nur für wirklich große Gärten: Rasentraktor von John Deere
Lohnt sich nur für wirklich große Gärten: Rasentraktor von John Deere

Diese Rasenmäher lohnen sich ab ca. 1500 qm Rasenfläche. Aufsitzrasenmäher haben oft Schnittbreiten von über 1 m, was in verwinkelten Gärten allerdings zugleich ein Nachteil ist. Denn wo die Rasenbrummis passen müssen, muss ein Handmäher die Nacharbeit leisten.

Ansonsten aber sind Aufsitzrasenmäher und Rasentraktoren sehr vielseitig und echte Arbeitstiere. Man unterscheidet “Rider”, also die eigentlichen Aufsitzmäher, und Rasentraktoren. Bei Aufsitzmähern sitzt man über dem Motor, bei Rasentraktoren dahinter. Aufsitzer sind kleiner und preiswerter, Rasentraktoren leistungsstark und für den Anbau vieler Zusatzgeräte wie Schneeräumschild oder Kehrbürste geeignet. Inzwischen gibt es sogar Aufsitzer mit Akku-Antrieb, leiser geht’s nicht.

Weitere Infos über Rasenmäher und alle Modelle finden Sie auf den Seiten der Rasenmäher Hersteller:

Rasenmäher von Gardena:

Rasenmäher von Honda:

Rasenmäher von Husqvarna:

Rasenmäher von Partner:

Rasenmäher von John Deere:

Rasenmäher von Sabo:

Rasenmäher von Viking:

Rasenmäher von Wolf-Garten:

Text: Thomas Heß