Schwimmteich: hinein ins Vergnügen

Ein Schwimmteich ist die optimale Mischung aus Teich und Swimmingpool: er bietet sauberes, weiches Wasser ohne Chemikalien und Freizeitspaß der ganz besonderen Art. Und auch ohne zu baden ist es interessant und entspannend, das Leben am Schwimmteich zu beobachten.
Badespaß wie im Pool, aber nur mit dem Pflegeaufwand eines Gartenteiches: es gibt verschiedene Systeme und Anbieter von Schwimmteichen. Egal, wofür Sie sich entscheiden – grundsätzlich besteht ein Schwimmteich aus zwei Bereichen: der Schwimmzone und der Pflanzzone, die der Regeneration des Teichwassers dient. Beide Bereiche werden im Schwimmteich baulich voneinander abgegrenzt. Entweder mit Betonelementen, Natursteinmauern oder mit sogenannten Teichsäcken, die zu einer Mauer aufgestapelt werden.
Bevorzugen Sie glasklares Wasser im Schwimmteich, oder genügt Ihnen auch naturtrüb? Je klarer das Wasser sein soll, desto intensiver muss es gefiltert werden. Das führt zu höheren Bau- und auch Betriebskosten.
Schwimmteich: hinein ins Vergnügen

Systembauweise Manzke – Typ “Design” (1)

Die Schwimmzone ist terrassiert und rechts flach genug für Nichtschwimmer. Das Wasser wird in so einem Schwimmteich in geschlossenen Kreislauf durch mehrere Kammern gepumpt: vom Bachlauf in den Regenerationsbereich, der fließend übergeht in den Schwimmteich, dann in den Bodenfilter, wo es sowohl mechanisch als auch biochemisch gereinigt wird. Von dort wird es unterirdisch zur Quelle gepumpt. Ein Skimmer saugt im Schwimmteich bei Bedarf Blätter und Pollen ab.

Glasklar wie im Pool (2)

Bei diesem System (z. B. von Ecopool, Teichmeister) wird das Wasser im Schwimmteich ständig oben abgesaugt, durch die Reinigungszone gepumpt und tritt am Teichgrund durch Düsen wieder ein. Dabei werden dem Wasser so viele Nährstoffe entzogen, dass sich fast keine Algen bilden.

Fast wie in der Natur (3)

Dieses Einkammersystem (z. B. von Biotop) arbeitet vor allem mit Pflanzen zur Wasserreinigung im Schwimmteich. Der Technikeinsatz ist gering und damit die Kosten. Dafür sind die Reinigungszonen groß, das Wasser kann eintrüben, am Boden sammelt sich Schlamm. Algen müssen abgefischt werden.
Man kann dem Schwimmteich eine natürliche, geschwungene äußere Form geben oder ihn formal und rechteckig gestalten. Wichtig sind in jedem Fall verschiedene Wassertiefen in der Pflanzzone, damit diese möglichst vielfältig bepflanzt werden kann.
Schwimmteich: hinein ins Vergnügen
Mit flachen Rändern und geschwungenen Ufern wirken Schwimmteiche fast wie Naturteiche. Foto: Werkfoto re-natur
Ein Schwimmteich reinigt sich wie natürliche Gewässer durch Pflanzen und Mikroorganismen im Wasser. Deshalb ist auch die Pflanz- oder Regenerationsfläche so wichtig. Unterstützt wird der Regenerationsprozess durch speziell für Schwimmteiche entwickelte Technik: Umwälzpumpen, Oberflächenskimmer und Filtersubstrate wie Zeolith.
Schwimmteich: hinein ins Vergnügen
Technik für den Schwimmteich: vom Skimmer sieht man nur die kreisrunde Öffnung, in der ins Wasser gefallene Blätter gesogen werden. Foto: Werkfoto Teichmeister
Das Wasser im Schwimmteich wird von der Oberfläche ständig mithilfe einer Pumpe über den Skimmer angesaugt und in einem Grobfilter von Laub und Ähnlichem gereinigt. Dann fließt es durch unterirdisch verlegte Rohre zu einem Bachlauf oder Sprudelstein und wieder zurück in den Teich. Je größer der Schwimmteich ist, umso besser funktioniert der natürliche Regenerationsprozess und desto weniger Technik und Pflege braucht er.
Im Gegensatz zum Pool kann einem im Schwimmteich natürlich der ein oder andere Frosch über den Weg schwimmen, obwohl diese sich bei häufiger Benutzung des Schwimmteiches mehr am Rand aufhalten werden. Damit man ungehindert schwimmen kann, sollte der Schwimmteich mindestens 1,50 Meter tief sein. Ab einer Breite von 3,50 Metern kann man im Kreis schwimmen, und ab einer Länge von etwa 9 Metern lassen sich im Teich schon ein paar kräftige Schwimmzüge machen.
Im Garten sollte der Schwimmteich an einer sonnigen Stelle liegen, damit sich das Wasser im Frühjahr schnell erwärmt und die Badesaison früh beginnen kann. Ideal wäre allerdings etwas Schatten in der Mittagszeit, damit sich das Wasser im Schwimmteich im Sommer nicht zu sehr aufheizt.
Schwimmteich: hinein ins Vergnügen
Ein neu angelegter Schwimmteich kann sofort genutzt werden. Foto: BGL
Wie bei allen Wasserflächen im Garten müssen Sie auch beim Schwimmteich dafür Sorge tragen, dass kleine Kinder nicht hineinfallen können. Zäunen Sie den Garten zur Nachbarschaft hin auf jeden Fall ein und ziehen Sie eventuell zusätzlich vorübergehend einen Zaun um den Schwimmteich, wenn die eigenen Kinder noch nicht schwimmen können.
Die Anlage eines Schwimmteiches sollte man unbedingt einem Profi überlassen. Schauen Sie sich vor der Auftragsvergabe auf jeden Fall das eine oder andere Referenzobjekt der jeweiligen Firma an und sprechen Sie mit anderen Schwimmteichbesitzern über deren Erfahrungen.

Schwimmteich: was kostet der Badespaß?

Je nach Ausstattung muss man mit 300 bis 700 Euro pro Quadratmeter rechnen, wenn der Schwimmteich durch eine Fachfirma geplant und ausgeführt wird. Durch Eigenleistungen, etwa beim Aushub oder beim Bepflanzen, können diese Kosten entsprechend gesenkt werden. Macht bei 75 qm Gesamtfäche also schnell über 20.000 €. Der Preis hängt sehr stark von der Größe, Bauweise und Ausstattung wie Gegenstromanlage oder Unterwasserscheinwerfer ab.

Blumenstrauß der Woche