Eine Terrasse planen und bauen

Mit diesen Tipps zum Bauen wird die Terrasse zum gemütlichen Wohnraum. Eine geeignete Überdachung schützt vor Regen, ein Sichtschutz vor Blicken.
Terrassenmöbel von Garpa

Die Terrasse ist der perfekte Ort zum Ausruhen. Wichtig sind bequeme Möbel wie etwa "Monterey" aus Teakholz und Alu.

In diesem Artikel
Eine Terrasse planen und anlegen
Brauchen Terrassen eine Baugenehmigung?
Rund oder eckig? Bewährte Formen einer Terrasse
Geeignete Terrassenbeläge
Gestaltungsbeispiele: Eine Terrasse, dreimal anders
Materialien für den Terrassenboden: Warenkunde
Überdachungen und Sonnenschutz für die Terrasse
Sichtschutz auf der Terrasse

Ohne Terrasse ist der Garten doch nur halb so schön! Denn was gibt es Schöneres, als den Sommer mit der Familie hinterm Haus zu genießen?

Eine Terrasse planen und anlegen

Ob als Platz zum Sonnenbaden, als Erweiterung des Wohnzimmers, fürs gemütliche Essen mit der Familie oder als Spielfläche für die Kinder: wofür die Terrasse sein soll, sollten Sie bei der Planung immer im Hinterkopf haben, denn die Nutzung bestimmt die Ausstattung und den geplanten Bodenbelag. Die Ausrichtung der Terrasse kann man sich natürlich in der Regel nicht aussuchen, da sie von der Lage des Grundstückes bestimmt wird. In der Regel wird sie natürlich nach Süden ausgerichtet. Da wohl auf jeder Terrasse Kübelpflanzen wie Oleander stehen sollen, sollte man auf Südterrassen von vornherein über eine automatische Bewässerung nachdenken.

Eine Terrasse liegt meist direkt am Haus, erweitert das Wohnzimmer in den Garten, und auch die Wege zur Küche sollten kurz sein, so dass Sie auf auch einen kleinen Kräutergarten einplanen können.
Ein besonders praktischer Sonnenschutz sind Markisen, die sich bei Bedarf schnell aus- oder einfahren lassen. Sie brauchen keinen extra Platz, da sie an der Hauswand befestigt werden.

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Planen und Gestalten:
Planen Sie Ihre Terrasse ebenerdig, so dass Sie diese ohne Treppenstufen erreichen. Nie zu klein planen, eine spätere Erweiterung ist mit viel Aufwand verbunden. Überlegen Sie bei kleinen Reihenhausgärten, ob Sie nicht lieber einen großzügigen Terrassengarten anstelle eines winzigen Sitzplatzes plus einer beengten Gartenfläche in die Gartengestaltung einbeziehen.

Wenn Sie gerne im Garten und auf der Terrasse feiern, pflastern Sie diese mit Steinen oder anderen robusten Materialien.

Terrasse mit Eisenmöbeln.

Die Ausrichtung:
Ideal ist die Ausrichtung der Terrasse nach Südwesten. So können Sie die volle Mittags- und Abendsonne nutzen. Falls nur eine Ausrichtung nach Norden möglich ist, sollten Sie Ihre Terrasse etwas weiter vom Haus entfernt planen oder sie weiter in den Garten ziehen, um so die Lichtausbeute zu erhöhen.

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Der Belag:
Steinpflaster oder -platten sind robust, dauerhaft und speichern Wärme über Stunden. Holz erwärmt sich wesentlich schneller, ist angenehm zum Barfuß laufen, braucht aber eine luftige Konstruktion, damit nichts fault.

Planen Sie Terrassen mit mindestens 2 % Gefälle vom Haus weg, damit Regenwasser ablaufen kann. Wer Pflastersteine bevorzugt, sollte die Steine nicht in einem Sandbett verlegen, sondern in Splitt oder feinem Kies und versiegelt die Fugen möglichst noch. Nichts ist ärgerlicher als Ameisen zwischen den Fugen!

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Sichtschutz:
Die Terrasse ist kein Marktplatz, sondern ein Ort für die Familie. Legen Sie sie so an, dass sie vom Vorgarten aus weder einsehbar noch erreichbar ist. Sonst werden viele Gäste einfach über die Terrasse ins Haus kommen. Ein Sichtschutz zum Nachbarn schafft eine gemütliche Atmosphäre.

Denken Sie unbedingt an ausreichend Steckdosen und möglichst auch einen Wasseranschluss, damit Sie einen Gartenschlauch anschließen können und zum Gießen von Kübelpflanzen nicht immer Gießkannen schleppen müssen.

Brauchen Terrassen eine Baugenehmigung?

Eine Baugenehmigung ist in der Regel nicht nötig, fragen Sie aber trotzdem bei der Baubehörde nach, ob es Ausnahmen gibt. Legen Sie die Terrasse so groß wie möglich an, denn nicht nur Gartenmöbel, sondern auch Grill und Sonnenschirm wollen auf ausreichend Platz haben.

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Eine Markise spart Platz auf der Terrasse, kein Sonnenschirm steht im Weg.

Damit Stühle und andere Gartenmöbel nicht ständig im Weg stehen und sich bei Bedarf auch bequem verrücken lassen, sollte eine Terrasse mindestens 3×3 Meter groß sein.

Rund oder eckig? Bewährte Formen einer Terrasse

Angepasst an die Haus- und Gartenarchitektur kann die Terrasse auch in runder oder leicht verwinkelter Form gestaltet werden.

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Zeichnung: Lochner

Runde Terrassen:
Eine runde oder halbrunde Terrassenform fällt im Gegensatz zu einer rechteckigen Variante stärker auf, da sie meist im Kontrast zum Haus steht. Kreisförmig verlegte Natursteinbänder zwischen den Platten betonen die runde Form.

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Zeichnung: Lochner

Rechteckige Terrassen:
Um rechteckige Flächen interessanter zu gestalten, kann man eine Ecke als Bogen anlegen, der zugleich den Übergang zum Garten markiert. Wie in allen Beispielen betont eine niedrige Beeteinfassung die Form der Sitzplätze.

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Zeichnung: Lochner

Vermeiden Sie Treppenstufen von der Terrasse zum Haus – sie sind lästig, wenn man häufig zwischen drinnen und draußen pendelt. Legen Sie die Terrasse lieber höher an und bauen dann eine Treppe zum Garten hin, die durch einen kleinen Hanggarten mit Stauden führt, in einem großen Beet oder auf dem Rasen endet.

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Ideale Lösung für Terrassen am Hang: eine Treppe führt durch üppig bepflanzte Beete in den Garten.

Geeignete Terrassenbeläge

Achten Sie generell darauf, dass die Terrasse einen befestigten Untergrund aus Schotter hat, denn einsinkende Stuhlbeine und kippelnde Tische sind einfach lästig. Berücksichtigen Sie auch die Witterungsbeständigkeit der Materialien, damit Sie den Boden nicht schon nach dem ersten Winter ausbessern müssen.

Gestaltungsbeispiele: Eine Terrasse, dreimal anders

Böden und Bepflanzung:
Mobiliar, Pflanzen und Belag bestimmen den Charakter einer Terrasse. Die Beispiele zeigen unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten derselben Situation. Auch viele Zimmerpflanzen eignen sich im Sommer perfekt als Draußen-Pflanzen, dürfen aber in der Regel nicht in praller Sonne stehen.

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Eine niedrige Hecke rahmt die mit Sandstein gestaltete Terrasse ein, lässt aber gleichzeitig den Blick dorthin frei. Zwei kleinkronige Hochstammgehölze spenden Schatten, ein Torbogen schafft Verbindung zum Garten.

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Kiesbeete umgrenzen das große Holzdeck. Passend zum Belag bietet eine Holzwand zusätzlich Sichtschutz. Die eleganten Bambushalme bringen zusammen mit einem Wasserspiel Dynamik in das Ensemble.

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Ein schlichter Terrassenbelag aus Betonplatten wirkt attraktiver, wenn man Bänder aus Klinker einarbeitet. In das Schachbrettmuster sind ein Wasserbecken und rechteckige Pflanzinseln integriert.

Materialien für den Terrassenboden: Warenkunde

Holz, Naturstein, Beton oder WPC: Als Bodenbelag für kommen viele Materialien in Frage. Steinbeläge sind witterungsbeständig, robust und leicht zu pflegen, aber in der Regel auch teurer als Holz. Ein Belag aus Holz sieht einheitlich aus, muss aber jährlich gepflegt werden. Im Gegensatz zu Steinterrassen kann man unschöne oder beschädigte Bereiche leicht erneuern. Auch eine Terrassenerweiterung ist problemlos möglich.

Was bei der Anlage der Terrasse oft vergessen wird, ist ein ausreichender und vor allem funktionierender Wasserabzug. Sonst bleiben nach einem Sommergewitter ständig Wasserlachen stehen und es machen sich nach und nach Algen und Moose breit. Daher sollte die Terrasse ein Gefälle von gut 2 % haben und Regenwasser entweder in einen Gully oder auf eine geeignete Fläche neben der Terrasse leiten.

Natursteinplatten: für die Terrasse sind mittlerweile nicht viel teurer als gute Betonsteinplatten und behalten auf Dauer ihre Farbe, während Betonsteinplatten ohne Versiegelung mit Speziallack mit der Zeit verblassen können, sonst aber auch unverwüstlich sind.

Eine echte Alternative zu großformatigen Platten sind Klinker, die sich auch gut für eine kleine Terrasse eignen. Klinker sind zwar künstlich, bestehen aber aus Naturmaterial, so dass die Terrasse dann wie bei Natursteinen ihre Farbe behält.
Achtung: dunkle, fast schwarze Terrassenbelage zum Beispiel aus Schiefer sehen zwar edel aus, heizen sich aber in der Sonne so stark auf, dass man kaum Barfuß laufen kann.

Holz wirkt besonders natürlich und heizt sich in der Sonne nicht auf, so dass Sie auch an heißen Tagen barfuß über die Terrasse laufen können. Allerdings muss man das richtige Holz und die richtige Konstruktion wählen, denn Holz darf nicht im Wasser stehen. Sonst sieht die Terrasse nicht nur hässlich aus, sondern wird bei Regen auch sehr glatt.

Fliesen sind auch ein guter Terrassenbelag, aber nur, wenn sie nicht direkt auf Beton verlegt werden. Denn so können winzige Wassermengen durch feine Risse in den Fugen eindringen und im Winter gefrieren, so dass die Fliesen platzen. Planen Sie für Fliesen einen schichtweisen Aufbau der Terrasse, auf die Betonbodenplatte kommt erst Estrich und dann eine Drainagematte, auf der schließlich die Fliesen verlegt werden. Die Matte verhindert, dass Wasser unter den Fliesen stehen bleibt, wenn es doch mal durch kleinste Undichtigkeiten durchsickern sollte.

Ein ganz besonderer Belag sind Bambusdielen. Diese sehen schick aus, sind ökologisch unbedenklich, da schnell nachwachsend, extrem robust und verleihen der Terrasse einen ganz besonderen Charme.

Ein Terrassenboden aus Kies ist auch möglich, lässt sich aber schlecht reinigen, da sich immer wieder kleine Blätter zwischen den Steinchen sammeln und sich die Terrasse nicht fegen lässt.

Stauden

Niedrige Stauden bilden einen nahtlosen Übergang von der Terrasse zum Garten.

Überdachungen und Sonnenschutz für die Terrasse

Klassiker sind Sonnenschirme, ausfahrbare Markisen oder gespannte Sonnensegel. Beide sind allerdings windanfällig, fährt man sie zu spät ein, nehmen sie Schaden. Wer es natürlich mag und wenn ausreichend Platz im Garten vorhanden ist, pflanzt man einen schattenspendenden Baum in Terrassennähe oder lässt eine Pergola mit Kletterpflanzen beranken.

Wesentlich stabiler und dauerhafter sind fest installierte Überdachungen mit Holz- oder Aluminiumrahmen, die allerdings auch deutlich teurer sind.

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Die Überdachung Vitello-Flex hat wasserdichte Glasschiebedächer. Wird es zu heiß, öffnen Sie das Dach und sorgen und frische Luft. Foto: JOKA

Feste Überdachungen bieten Schutz vor jedem Wetter und die Terrasse lässt sich ganzjährig nutzen. Allerdings kann sich Hitze unter dem Dach stauen. Wer das nicht möchte und die Kosten nicht scheut, greift zu einem Glasschiebedachsystem, das sich bei Hitze öffnen lässt. Solche Systeme, z.B. Vitello-Flex (JOKA), sind sturmsicher und lassen sich mit schienengeführten Markisen kombinieren.

Sichtschutz auf der Terrasse

Ganz wichtig für jede Terrasse ist Sichtschutz, der auch gleichzeitig als Windschutz dient. Dabei haben Sie die Wahl zwischen Sichtschutzwänden, bepflanzten Rankgittern oder auch hohen Pflanzen in Kübeln, die Sie dann nach Belieben arrangieren können. Dazu gehören etwa Dattelpalmen oder Oleander.

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Eine Terrasse aus Naturstein fügt sich perfekt in einen Naturgarten ein.

Terrassen müssen windgeschützt sein und Rückendeckung sowie eine attraktive Aussicht bieten. Besonders einladend werden sie, wenn Duftpflanzen wie Lavendel oder Kräuter wie Thymian ihren Duft verströmen. Da schmeckt das Glas Wein dann noch einmal doppelt so gut!

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Mit mediterranen Steinmauern, Pergolen oder hohen Pflanzen wird die Terrasse sofort zum Lieblingsplatz.

Auch mitten im Garten lassen sich Traumplätze einrichten, sogar mit Wechselrahmen: umgeben von einem Beet mit hohen Prachtstauden lässt es sich nicht nur herrlich entspannen, durch das ständige Erblühen neuer Pflanzen sieht der Platz immer wieder anders aus.

Tipp: Die Terrasse oder den Balkon mit Balkonpflanzen wie z.B. Geranien aufpeppen.

Text: Thomas Heß; Fotos: Shutterstock, Zeichnungen: Lochner

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