Pflanzendoktor: Diagnose Spinnmilben

Schädling

Schuld sind Spinnmilben, die auf der Blattunterseite den Pflanzensaft aus den Zellen saugen. In die leeren Zellen dringt Luft ein, sodass sie silbrig schimmern. Daher wirkt das Blatt wie fein gesprenkelt. Die Sprenkel rücken näher zusammen, bis die ganze Blattfläche mit Ausnahme eines kleinen Streifens entlang der Blattadern bleichgrau bis bronzefarbig wird.
Die gesamte Pflanze scheint wie mit einem Grauschleier überzogen zu sein. Zwischen den Blattachseln bilden sich feine Gespinste. Die Blätter vertrocknen und können abfallen. Auf den Blattunterseiten sind bei genauer Betrachtung kleine, 0,5 mm große Tiere zu sehen.
Die Milben gehören zu den Spinnentieren, haben 8 Beine und sind gelbgrün bis rot. Neben den 0,5 mm großen erwachsenen Tieren erkennt man blattunterseits auch die rundlichen, gelblich durchsichtigen Eier und die winzigen Larven. Ein Weibchen kann bis zu 120 Eier legen, unter günstigen Bedingungen dauert die Generationsfolge nur eine Woche.

Maßnahmen

Stellen Sie die Pflanzen kühler, ohne direkte Sonne. Bei leichtem Befall lassen sich die Tiere mit einem schärferen Wasserstrahl abspülen. Stark befallene Blätter sollten entfernt werden.
Mehrmaliges Einsprühen mit Schädlingsfrei Neem (Scotts Celaflor), Schädlingsfrei Naturen (Scotts Celaflor), Promanal Neu (Neudorff) oder Lizetan Plus Spray (Bayer) hilft gegen die Tiere.
In geschlossenen Räumen hat sich - auch vorbeugend - der Einsatz der Raubmilbe Phytoseiulus persimilis bewährt.

Vorbeugung

Vermeiden Sie warme, trockene Luft. Bereits geschwächte Pflanzen sind ein gefundenes Fressen für die Tiere. Im Winter kann eine zusätzliche Beleuchtung die Pflanzen stärken.