Pflanzendoktor: Diagnose Thrips (Blasenfuß)

Schädling

Für die Schäden sind Thripse, auch Blasenfüße genannt, verantwortlich. Die Insekten sind 1-2 mm groß und meist gelblich. Thripse sehen wie kleine Fliegen aus. Einige Arten haben schwarzweiß gefleckte Flügel, die ihnen ein gestreiftes Aussehen verleihen. Den Namen Blasenfüße verdanken sie der früheren Annahme, dass Thripse an ihren Beinen blasenförmige Haftorgane haben, was sich jedoch als falsch herausgestellt hat.
Thripse und ihre flugunfähigen, gelblichen Larven saugen einzelne Zellen des äußeren Blattgewebes aus. In die leeren Zellen dringt anstelle des Zellsaftes Luft ein, die den silbrigen Glanz verursacht. Dadurch sieht das Blatt gesprenkelt aus. Junge Pflanzenteile verkrüppeln und trocknen ein.
Besaugte Stellen können - besonders in der Nähe der Blattadern - verkorken. Die Blattfläche wirkt dann rau. Man kann das Schadbild mit dem von Spinnmilben verwechseln. Im Gegensatz dazu sind an den Trieben keine Spinnfäden zu sehen und Thripse hinterlassen blattunterseits schwarze, glänzende Kothäufchen. Die Tiere haben mehrere Generationsfolgen pro Jahr. Die Entwicklung vom Ei bis zum fertigen Insekt dauert etwa vier Wochen.

Maßnahmen

Entfernen Sie stark geschädigte Pflanzenteile. Bei großblättrigen Pflanzen können Sie die Blätter ober- und unterseits mit einem feuchten Lappen abwischen. Damit werden die Thripse und ihre Larven entfernt. Besprühen Sie die Planzen, vor allem die Blattunterseiten, mit Schädlingsfrei Neem (Scotts Celaflor), Gartenspray Pyreth (Dr. Stähler) oder Spruzit Zimmerpflanzenspray (Neudorff).
Natürliche Feinde der Thripse sind Raubmilben. Sie können im Fachhandel erworben werden.

Vorbeugung

Thripse bevorzugen trockene Luft. Wenn Sie die Luftfeuchtigkeit erhöhen, werden die Tiere in ihrer Entwicklung gebremst. Man kann einen Thripsbefall mit Hilfe von Blautafeln recht früh feststellen. Diese Leimtafeln gibt es im Fachhandel.