Pflanzendoktor: Diagnose Weiße Fliege (Mottenschildlaus)

Schädling

Die kleinen, weißen Insekten sind so genannte Weiße Fliegen. Sie sind mit Schildläusen verwandt und werden aufgrund ihres Aussehens auch Mottenschildläuse genannt. Die 1-2 mm großen Insekten sitzen auf der Blattunterseite. Meist sind auch die weißlich bis transparenten, unbeweglichen Larven zu erkennen. Durch das Saugen wird auch die Blattoberseite in Mitleidenschaft gezogen. Sie ist zunächst gelblich gesprenkelt, allmählich vergilbt das ganze Blatt.
Starker Befall hat die Bildung von Honigtau zur Folge. Auf diesem Nährboden siedeln sich oft Rußtaupilze an, wodurch die Photosynthese behindert wird. Die Tiere sind sehr produktiv und haben eine schnelle Generationenfolge. Ein Weibchen legt pro Tag 1-2 Eier, insgesamt bis zu 500. Die Entwicklung bis zum Vollinsekt dauert nur vier Wochen. Die Larven sind zunächst beweglich, sitzen aber bald fest und saugen den Pflanzensaft.

Maßnahmen

In geschlossenen Räumen können Gelbtafeln aufgehängt werden. Die herumschwirrenden Tiere bleiben darauf kleben. Die Leimtafeln gibt es von Neudorff oder Scotts Celaflor. Bei starkem Befall hilft das Pflanzenspray Hortex Neu (Scotts Celaflor), Neudosan Neu (Neudorff) oder Blattlausfrei Pymezin (Dr. Stähler).
Weiße Fliegen sind ein klassisches Beispiel für den Einsatz von natürlichen Gegenspielern: Wenn der Befall erkannt wird, können in geschlossenen Räumen Schlupfwespen eingesetzt werden.