Pflanzendoktor: Pflegetipps Standortwahl

Ins rechte Licht gerückt

Schon von Natur aus haben Pflanzen - je nach Herkunft - unterschiedliche Lichtbedürfnisse. Daher wird nicht jede Pflanze an jedem Standort im Haus gedeihen.

Lichtmangel führt bei Pflanzen zu langen, unbelaubten Trieben ("Vergeilen") und zu Kümmerwuchs. Die Blätter werden abgeworfen, sind weich, und die ganze Pflanze ist geschwächt. Damit werden sie zu einem gefundenen Fressen für Schädlinge. Stellen Sie die Pflanzen möglichst dicht ans Fenster, denn die Lichtintensität nimmt mit zunehmender Entfernung rapide ab. Gönnen Sie Ihren Pflanzen vor allem im Winter ein paar extra Sonnenstunden durch eine zusätzliche Beleuchtung.

Eine Überbelichtung von Pflanzen kommt selten vor, wird aber manchmal in Südfenstern zum Problem. Werden die Pflanzen nicht schattiert, verblasst die Blattfarbe. In extremen Fällen werden die Blattränder trocken, und die Blattfläche bekommt braune Flecken. Besonders Pflanzen, die einen halbschattigen oder sogar schattigen Standort bevorzugen, werden durch ein übermäßiges Lichtangbot geschädigt.

Sonnenbrand bei Kübelpflanzen

Kübelpflanzen können einen richtigen Schock bekommen, wenn sie im Frühjahr aus dem Winterquartier ins Freie gestellt werden. Sie sind dann das helle Licht nicht mehr gewohnt und können einen regelrechten Sonnenbrand bekommen. Da es keine Sonnenmilch für Pflanzen gibt, stellen Sie die Bleichgesichter zunächst bei bewölktem Wetter nach draußen oder in den Schatten. Falls Sie nur über eine Südterrasse verfügen, schattieren Sie die Pflanzen erst einmal.

Nach einigen Tagen haben die Blätter ein stärkeres Abschlussgewebe gebildet. Jetzt können sie an ihren endgültigen Standort gestellt werden.