Pflanzendoktor: Pflegetipps Temperatur

Temperatur am Standort

pappe

Stehen Pflanzen direkt am Südfenster und sind der Mittagssonne ausgesetzt, können durch stauende Hitze auch sonnenliebende Pflanzen wie die Zimmerlinde Probleme bekommen. Dann muss schattiert werden. Wenn man keine Außenmarkise oder Jalousien hat, leisten auch Fächer aus Papier oder aufgestellte Stoffbahnen gute Dienste.

Wenn die Sonne die Blätter richtig aufgeheizt hat, sollten Sie darauf achten, dass die Blätter nicht mit kaltem Wasser in Berührung kommen. Besonders Usambaraveilchen reagieren empfindlich und bekommen Flecken. Eingerollte Blattränder oder braune Blattspitzen sind ein Hinweis auf zu hohe Temperaturen.

Eiskalt erwischt

Auch Zimmerpflanzen kann winterliche Kälte direkt gefährlich werden: Wird die Tür bei harten Minusgraden zu lange aufgelassen, kann die Zugluft an türnahen Pflanzen bereits Schäden verursachen. Besonders betroffen davon sind tropische Pflanzen, die bereits bei Temperaturen unter 5 Grad einen tödlichen Kälteschock erleiden können.

Dunkle, später bräunlich-grün werdende, weiche Blätter sind oft ein Hinweis darauf, dass die Pflanzen der Kälte ausgesetzt waren. Oft sind einzelne Blattpartien wellig oder blasig aufgetrieben. Weihnachtssterne, auch Dieffenbachien reagieren auf Temperaturen unter 15 Grad mit Laubfall, bei Begonien färbt sich das Laub rötlich.

Kälteschäden lassen sich nicht beheben, es bleibt nichts anderes übrig, als die Pflanzen stark zurückzuschneiden.

Warme Füße für Hydropflanzen

Hydropflanzen, die auf Steinfußböden ohne Bodenheizung stehen, sollten im Winter einen Untersetzer aus Kork oder Styropor erhalten. Wärmeliebende Pflanzen wie Birkenfeige, Schefflera oder Dieffenbachie werfen ihre Blätter ab, wenn die Wurzeln ständig niedrigen Temperaturen ausgesetzt sind. Das Gleiche gilt für die Hydropflanzen auf Marmorfensterbänken ohne Heizkörper.