Pflanzendoktor: Pflegetipps Wasserversorgung

Die richtige Wasserversorgung

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Durch unsachgemäße Pflege oder widrige Umwelteinflüsse nehmen Zimmerpflanzen weitaus häufiger Schaden als durch Krankheiten oder Schädlinge. Daher ist es wichtig, bereits auf den ersten Hilferuf der Pflanze zu reagieren und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Haben Pflanzen unter einer falschen Wasserversorgung zu leiden, sind sie sehr leicht anfällig für Schädlinge aller Art.

Unterschiedliche Ansprüche

Obwohl Pflanzen regelmäßig Wasser brauchen, tut man oft zu viel des Guten. Der Wasserbedarf der Pflanzen richtet sich nach der Jahreszeit, der Pflanzenart, der Pflanzen- und Topfgröße und dem Standort. Im Winter wird sparsamer gegossen als in der Wachstumsperiode, Pflanzen mit großen, weichen Blättern müssen häufiger gegossen werden als solche mit ledrigen oder stark behaarten Blättern. Große Pflanzgefäße mit viel Substrat speichern mehr Wasser als kleine, in denen sich fast nur noch Wurzeln befinden. Sumpfpflanzen wie das Zypergras können gar nicht feucht genug sein - sie lieben feuchte Füße. Sukkulente Pflanzen wollen dagegen nur sparsam gegossen werden.

Gegossen wird, wenn das Substrat abgetrocknet ist. Hängen die Blätter bereits schlaff herunter, wird es höchste Zeit. An heißen Tagen müssen besonders durstige Kübelpflanzen oft zweimal täglich gegossen werden. Verwenden Sie zum Gießen möglichst weiches Wasser, z.B. Regenwasser. Dadurch wird verhindert, dass sich schädliche Salze im Substrat anreichern, was besonders bei kleinvolumigen Töpfen zu Problemen führen kann.

Bei Pflanzen mit empfindlichen Blättern oder Blüten (z.B. Gloxinien) sollte das Wasser nur in den Untersetzer gegeben werden.

Ein regelmäßiger Blick in den Übertopf

Meistens stehen Pflanzen in wasserdichten Übertöpfen ohne Abzugsloch, in denen sich überschüssiges Wasser sammelt. Wurzeln sind - wie alle Pflanzenorgane - auf einen ständigen Gasaustausch mit der Umgebung angewiesen und benötigen vor allem Sauerstoff. Haben Pflanzen ständig nasse Füße, ertrinken die Wurzeln. Die gesamte Pflanze welkt und sieht paradoxerweise so aus, als würde sie zu trocken sein.

Ist der Wurzelballen durch Staunässe matschig, topfen Sie die Pflanze aus und wickeln sie zum Trocknen in Küchenpapier. Riecht die Erde schon faulig, muss die Pflanze umgetopft werden. Anschließend darf die Pflanze für einige Zeit nicht gegossen werden, damit sich neue Wurzeln bilden können.