Ambrosie Alptraum für Allergiker

Sie ist grün, behaart, wird bis zu anderthalb Meter hoch und zählt zu den Korbblütern. Die ursprünglich aus Nordamerika kommende Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) hat sich auch in einigen Teilen Deutschlands festgesetzt - und droht zu einem Problem für die Gesundheit zu werden. Denn das Unkraut ist ein Albtraum für jeden Allergiker: Seine Pollen gelten als hochallergen. Bereits sechs Pollen pro Kubikmeter Luft lassen Allergikern die Nase triefen und die Augen jucken. Im schlimmsten Fall kann es zu Atemnot oder einem Kreislaufkollaps kommen. Sogar Menschen, die bislang nicht unter Allergien litten, zeigen oftmals Symptome.
Bereits im 19. Jahrhundert kamen die ersten Ambrosia-Samen aus Nordamerika nach Europa, zusammen mit Ladungen von Getreide, Kleesaat und Kartoffeln. Zunächst vermehrte sich die Pflanze nur in warmen Regionen. Begünstigt durch die Klimaerwärmung sprießt das beifußblättrige Unkraut mittlerweile aber auch im warmen Südwesten Deutschlands. Experten der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) in Braunschweig erwarten, dass sich die Pflanze im ganzen Land ausbreiten wird.
Wer sich nicht ganz sicher ist, ob er die Pflanze im Garten hat, kann sie sich hier gefahrlos aus der Nähe ansehen:

Plagegeister aus dem Vogelfutter

Wer den Vögeln im Winter Futter anbietet, schleppt sich das Unkraut oftmals mit dem Futter ein, das nicht selten mit Ambrosia-Samen verunreinigt ist. Beim Einkauf sollten Sie nach ambrosiafreiem Vogelfutter fragen, das es inzwischen gibt.
Sehen Sie sich im Frühjahr die Fläche unter der Futterstelle genau an, keimen dort verdächtige Pflanzen, raus damit! Wenn Sie junge Ambrosia-Pflanzen finden, reißen Sie diese noch vor der Blüte - am besten mit Handschuhen - aus und entsorgen sie über den Hausmüll, nicht auf den Kompost.
Mehr zum Thema Ambrosie erfahren Sie auf den Seiten der BBA: