Pflanzzeit im Kübelgarten Pflanzenspaß von Anfang an

Auch wenn der April schon sommerlich warm war, warten Sie mit der Bepflanzung möglichst erst die Eisheiligen ab und stellen schon gekaufte Pflanzen so lange frostsicher auf. Denn nur eine Frostnacht kann den Pflanzen so zusetzen, dass Sie neue kaufen müssen! Ob Sie Ihren Kasten oder Kübel nun Ton in Ton oder kunterbunt bepflanzen: Achten Sie darauf, Pflanzen mit verschiedenen Wuchsformen miteinander zu kombinieren - höhere, aufrecht wachsende Geranien oder Fuchsien etwa mit breit-buschig wachsenden Arten wie Mini-Petunien oder Wandelröschen. Ergänzen Sie diese Kombinationen mit Hänge-Petunien, Efeu oder anderen Pflanzen, deren Triebe den Topfrand kaschieren.

Staunässe vermeiden

Kübelpflanzen möchten kalkarmes, weiches Wasser haben. Sehr gut geeignet ist Regenwasser, das man in großen Bottichen sammeln kann. Natürlich hat jede Pflanzenart ihre eigenen Bedürfnisse, was die Wassermenge angeht. Aber wenn die Blätter schlaff herunterhängen, wird es höchste Zeit zum gießen - am liebsten übrigens morgens. Aber Vorsicht: Werden die Pflanzen zu viel gegossen, hängen die Blätter genauso schlaff herab. Kontrollieren! Generell brauchen sie an heißen und sonnigen Tagen mehr Wasser. Kaltes Wasser aus der Leitung kann den Pflanzen einen Schock versetzen. Füllen Sie lieber eine Gießkanne oder eine Regentonne mit dem Wasser auf, und lassen es sich darin zunächst etwas erwärmen. Manche großblättrigen Pflanzen sind übrigens so durstig, dass man sie zweimal am Tag gießen muss.
Vermeiden Sie Staunässe: Decken Sie beim Bepflanzen hoher Kübel die Abzugslöcher mit Tonscherben ab und füllen den Kübel zunächst bis fast zur Hälfte mit grobem Blähton. Darauf kommt ein Stück Gartenvlies. Dann erst wird die Blumenerde aufgefüllt. Das spart Erde, denn Sommerblüher wurzeln nicht so tief. Den Blähton können Sie über viele Jahre wieder verwenden, die Blumenerde sollten Sie jedes Jahr erneuern. Denn alter Blumenerde fehlen Nährstoffe, außerdem reichern sich mitunter Krankheitserreger an.

Richtig düngen

Die meisten Erden für Balkon- und Kübelpflanzen enthalten eine Startdüngung, die die Pflanzen für etwa vier Wochen mit allen Nährstoffen ausreichend versorgt. Wer keine weitere Mühe mit dem Düngen haben will, sollte gleich beim Pflanzen einen Langzeitdünger in Granulatform unter die Erde mischen. Dieser gibt je nach Produkt bis zu einem halben Jahr lang Nährstoffe ab.
Flüssigdünger werden in das Gießwasser gemischt und wirken sehr schnell. Mit ihnen kann man bei Bedarf auch die bereits bestehende Nährstoffversorgung durch Langzeitdünger ergänzen - etwa im Sommer bei Engelstrompeten.

Füße für Kübelpflanzen

Terrakotta-Füße unter den Kübeln sehen nicht nur dekorativ aus. Sie sorgen auch für eine bessere Belüftung des Wurzelballens, weil das Wasser unter dem höher gestellten Topf besser abläuft. Außerdem erschweren Füße das Eindringen von Ameisen, die sich in den Töpfen nicht einnisten sollten. Braucht die Kübelpflanze einen neuen Topf, sollte dieser etwa 4 bis 6 cm breiter und auch etwas höher als der alte sein.