Ratgeber Schädlinge

Blattwanzen an Engelstrompeten

Schadbild: Durchlöcherte und verkrüppelte Blätter oder Schadbild: Durchlöcherte und verkrüppelte Blätter oder Blüten. Der Schaden wird durch 47 mm große Wanzen verursacht, die beim Saugen an den Pflanzen Giftstoffe absondern. Sie leben sehr versteckt. Bei der kleinsten Bewegung verschwinden die Tiere auf die Blattunterseite.
Vorbeugen/bekämpfen: Kontrollieren Sie regelmäßig gefährdete Pflanzen. Spritzen Sie beim Auftreten der ersten Wanzen bzw. Schadsymptome frühmorgens mit einem Mittel gegen saugende Insekten.

Schildläuse

Schadbild: Auf den Blättern befindet sich ein klebriger Belag, auf den Blattober- und Unterseiten sowie an den Trieben weiße und braune „Deckel“. Darunter verstecken sich die Schildläuse. Je älter sie sind, desto dunkler das Schild. Das Saugen der Tiere schädigt die Pflanze auch durch den klebrigen Honigtau, auf dem sich Rußtaupilze ansiedeln können.
Vorbeugen/Bekämpfen: Wischen Sie die Schilde mit einem Lappen ab und spritzen Sie die Pflanze mit einem Schildlausmittel ab.

Weiße Fliege

Schadbild: Kleine weiße Insekten und deren hellgrüne Larven saugen an den Blattunterseiten und scheiden dabei eine klebrige Flüssigkeit (Honigtau) aus. Durch die Saugtätigkeit bilden sich gelblich-weiße Sprenkel auf der Blattoberseite. Später vergilben die Blätter.
Vorbeugen/Bekämpfen: Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit und brausen die Pflanzen dafür öfter handwarm ab. Stecken Sie Gelbsticker in die Erde. Bei starkem Befall hilft nur noch spritzen.

Blattläuse

Schadbild: Die Blätter sind gekräuselt oder gerollt, befallene Blüten verkrüppeln und sterben ab. Auf der Blattunterseite, den Triebspitzen sowie den Knospen saugen die kleinen grünen oder braunschwarzen Tiere in Kolonien und scheiden dabei Honigtau aus. Die Blattläuse übertragen dabei auch Viren.
Vorbeugen/Bekämpfen: Bei geringem Befall kann man die Läuse mit Wasser abspritzen. Wenn das nicht hilft, spritzen Sie die Pflanze mit zugelassenen Mitteln.

Spinnmilben

Auf der Blattunerseite nuckeln winzige, 0,5 mm große, rötliche Tiere am Pflanzensaft, es sind feine Gespinste zu erkennen.
Vorbeugen/Bekämpfen: Stellen Sie die Pflanzen kühler, ohne direkte Sonne. Bei leichtem Befall lassen sich die Tiere mit einem schärferen Wasserstrahl abspülen. Stark befallene Blätter entfernen!

Wolllaus

Auf den Blättern ist weißer, wolliger Belag; darunter sitzen weißrötliche Tiere. Diese watteähnlichen Gebilde an den holzigen Trieben und Blättern sind Wollläuse, die sich am Pflanzensaft gütlich tun. Die dabei entstehenden zuckerhaltigen Ausscheidungen (Honigtau) der Tiere bilden einen glänzenden, klebrigen Belag auf den Blättern.
Vorbeugen/Bekämpfen: Wollläuse treten besonders bei zu trockener Luft auf und befallen auch Pflanzen mit harten Trieben wie den Oleander. Wegen ihrer geringen Größe und versteckten Lebensweise in den Blattachseln werden die Schädlinge oft erst bei starkem Befall entdeckt. Daher sind regelmäßige Kontrollen ratsam. Wichtig ist, die betroffene Pflanze zunächst von anderen zu isolieren, denn in den jungen Stadien sind die Tiere beweglich und erobern schnell die Nachbarpflanzen. Sind nur einzelne Pflanzenteile befallen, können Sie sichtbare Läuse mit einer Pinzette aus den Blattachseln absammeln. Sonst hilft nur spritzen mit zugelassenen Mitteln.

Ameisen

Die Schwarze Wegameise wird 4 bis 10 mm groß und legt unter Platten und Pflasterflächen ein System aus Gängen und Höhlen an. Sie ernährt sich vom Honigtau der Blattläuse und Zikaden. Es kommt auch vor, dass Ameisen ihr Nest in Blumenkübeln anlegen. Die Ameisen schädigen die Pflanzen nicht direkt, sie höhlen aber durch ihre Gänge den Boden so aus, dass die Pflanzenwurzeln nicht mehr an genügend Wasser und Nährstoffe gelangen. Deshalb sollten Sie Ihren Oleander aus dem Topf holen und den Ballen wieder mit ausreichend Erde versorgen.
Vorbeugen/bekämpfen: So können Sie die Tiere vertreiben: Ameisen mögen keine starken Gerüche. Geben Sie in das Nest eine stark duftende Substanz, am besten einige Tropfen Duftöl (z.B. Eukalyptus-, Kampfer- oder Zedernöl). Dann nachgießen, damit sich der Geruch in der Erde verteilt. Das müssen Sie mehrfach wiederholen. Bei besonders hartnäckigen Tieren können Sie Ameisenmittel streuen.