Spezial: So klappt's mit dem grünen Souvenir Verführung am Wegesrand

Ein originell geformter Findling, leuchtend grünes Moos oder hübsche Gräser sind herrliche Deko-Objekte für Wohnung und Garten. Und ein Eimerchen Lauberde oder einen Eichensämling gibt’s beim Ausflug praktischerweise einfach so am Wegesrand - natürlich gratis. Nur: Was darf man überhaupt aus der Natur mitnehmen?
Je nach Bundesland gelten dafür verschiedene, meist wenig griffige Regelungen. In Hessen etwa ist das Sammeln von Kräutern, Beeren und Pilzen, Blumen, Gräsern, Farnkraut und Zweigen in geringen Mengen zum eigenen Verbrauch erlaubt - sofern es sich nicht um geschützte Arten handelt.
Faustregeln gibt es nicht, gesunder Menschenverstand ist gefragt. So verlockend es ist, mit einem selbstgepflückten Strauß das Naturerlebnis zu verlängern: Zum einen ist ein Wildblumenstrauß sehr kurzlebig. Zum anderen wird er oft sofort weggeworfen, wenn zu Hause jede Menge Tierchen herauskrabbeln.
"Leider wissen viele Leute auch nicht, was sie da pflücken. Die Wilde Möhre etwa sieht aus wie Wiesenkerbel, ist aber nicht mehr so häufig", sagt Maria Bonkwald, Stellvertretende Geschäftsstellenleiterin des Naturschutzbund Deutschland (NABU) in Hamburg und klärt auf: "Kaum einer ahnt, dass man mit der Wilden Möhre die Hauptfutterpflanze des Schwalbenschwanzes raubt."
Die Versuchung zu räubern, packt einige Zeitgenossen auch in städtischen Parks. Karsten Ritter vom Hamburger Bezirksamt Altona sagt: "Wenn Parkanlieger von unserem riesigen Bestand eine Portion Bärlauch fürs Risotto pflücken ist das kein Problem. Aber da gab es auch mal Leute, die mit Säcken Schlangenknöterich in Massen für eine Tee-Rezeptur gesammelt haben."
Kaum zu verstehen ist jedoch, wenn geschützte Pflanzen in Naturschutzgebieten ausgegraben werden. Karsten Ritter hat beobachtet: "Wenn wir dort Schilder aufstellen, die etwa die Schachbrettblume beschreiben, wird leider gezielt zugegriffen." Dabei ist hier grundsätzlich alles tabu, sogar das Pilze sammeln.

Bestellen statt ausgraben

Statt Mädesüß (Filipendula ulmaria) der Natur zu entreißen, bestellt man Samen für wenig Geld etwa bei "Syringa":
www.syringa-samen.de
Bärlauch (Allium ursinum), Johanniskraut (Hypericum), Hopfen (Humulus lupulus) und vieles mehr liefert "Rühlemanns" ins Haus:
www.ruehlemanns.de
Die Troddelblume (Soldanella) pflückt man nicht auf der Alm, denn Christian Kreß (Firma Sarastro) hält sie für Sie bereit:
www.sarastro-stauden.com
Biologisch angebaute Raritäten, etwa die geschützte Kornrade (Agrostemma githago), bekommt man bei der Blumenschule Engler:
www.blumenschule.de

Das Sortiment der Gärtnerei Schober konzentriert sich auf Buschwindröschen (Anemone nemorosa) und andere Wildblumenzwiebeln:
www.der-blumenzwiebelversand.de

Die Gärtnerei Schoebel vermehrt eine Vielfalt an Arten und Sorten von Freilandalpenveilchen (Cyclamen), aber auch Farne und Pflanzenraritäten:
www.gaertnerei-schoebel.de
Seit kurzem versendet Essbare Landschaften nicht nur Würz- und Wildkräuter für Salat und Kochtopf, sondern auch Saatgut für Garten und Balkon:
www.essbare-landschaften.de

So klappt's mit dem grünen Souvenir

Mitbringsel von Flugreisen
Verführung am Wegesrand