Living at Home – Redaktionsblog

Wir bitten zu Tisch – oder doch noch nicht?

Thomas Heß Thomas Heß
13. November 2009
5 Kommentare

essenAlle Jahre wieder: Im Herbst fangen meist die Diskussionen an, wann und ob man überhaupt die Vögel im Garten füttern soll. Ich füttere jetzt schon! Nicht nur, weil es einfach Spaß macht, die Vögel zu beobachten. Es gibt schon plausible Gründe, Meisen & Co frühzeitig zu Tisch zu bitten. Und auf ein paar Dinge achte ich dabei natürlich schon.

Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich vor Jahren erst im Winter mit dem Füttern angefangen habe und dann lange vergeblich auch auf nur eine kleine Meise gewartet hatte. Die Vögel fanden die Futterstelle ganz offenbar nicht! Obwohl es ja immer heißt, dass sie so findig wären. Die Vögel hier in der Gegend jedenfalls nicht. Seit dem gibt es schon im Herbst Futter, allerdings nicht die XXL-Portionen wie bei Dauerfrost.

Natürlich hat frühes Füttern auch für die Vögel Vorteile: Vor allem in Ballungsgebieten sind die Gärten oft aufgeräumt und Verblühtes wird gleich abgeschnitten, bevor sich Samen bilden können. Sieht schick aus, aber die Vögel finden dort nicht viel Fressbares. Und gerade bei feuchtem, kaltem Herbstwetter brauchen die Vögel ausreichend Futter, damit sie nicht beim ersten richtigen Frost tot von den Bäumen fallen.

Viele Vögel brüten immer häufiger dreimal im Jahr, vielleicht auch wegen des so genannten Klimawandels. Die Jungen der letzten Generation sind dann noch blutige Anfänger, was die selbstständige Futtersuche angeht. Wenn diese Greenhorns frühzeitig Futterplätze kennen lernen, können sie ihn im Winter gleich ansteuern.

Bei feuchtem Wetter gibt's nur Sonnenblumenkerne!

Bei feuchtem Wetter gibt's nur Sonnenblumenkerne!

Bei Temperaturen über Null gibt es nur Sonnenblumenkerne. Oder wie gerade gestern, altes Biomüsli, in dem sich Speisemotten eingenistet hatten. Auf jeden Fall kein Fettfutter, das bei feuchtem Wetter nur schlecht wird. Also auch keine Meisenringe oder -knödel!

Fast schon Pflicht sind Silofutterhäuser, bei denen das Futter trocken bleibt und die Vögel es nicht mit Kot verunreinigen können. Das Futter kommt in einen Speicher und rutscht automatisch nach, sobald sich die Vögel an der Futteröffnung bedienen.

Bei diesem Silo-Futterhaus kann man durch die Glasscheibe erkennen, wann die Vögel einen Nachschlag brauchen.

Bei diesem Silo-Futterhaus kann man durch die Glasscheibe erkennen, wann die Vögel einen Nachschlag brauchen.

Kommentare (5)

  1. Hallo Thomas,

    endlich sagt es mal einer! Ich finde auch, dass man rechtzeitig mit der Fütterung anfangen kann und soll. Auch mir ist es mal einen Winter so gegangen, dass alle Vögel beim Nachbarn waren und meine Futterstelle haben sie nicht mehr gefunden.

    Ich bin auch der Meinung, dass es nicht schadet, sogar ganzjährig, natürlich das richtige Futter, zu füttern.

    So gibt es bei mir z.B. eine ganze Riesenmenge Spatzen, die ja vor dem Aussterben bedroht sind. Die fühlen sich wohl, vermehren sich in Mengen im Sommer und sind dankbar, für zusätzliche Futtergaben.

    Dein gezeigtes Silo-Futterhaus ist übrigens allerliebst. Gefällt mir sehr gut. Wo bekommt man das?

    LG
    Brigitte

  2. Hallo Brigitte

    Das mit den Spatzen ist mir so noch gar nicht aufgefallen. Aber es stimmt, die habe ich hier eigentlich schon seit Jahren nicht mehr gesehen.
    Von welcher Firma das Vogelhaus ist, kann ich leider nicht mehr sagen. Das habe ich schon zu lange. Ich hatte das in einem großen Gartencenter gekauft, die im Gegensatz zu vielen Baumärkten auch mal Ausgefallenes im Sortiment haben.

    LG Thomas

  3. Hallo Thomas, ich habe in den letzten Jahren auch die Winterfütterung schon Mitte Oktober begonnen und gute Erfahrungen damit gemacht. Man sollte nur auf qualitativ gute Futtermischungen achten. Sie bestehen meist aus ölhaltigen Sonnenblumenkernen, energiereichen Nüssen, Hanfsamen mit vielen ungesättigten Fettsäuren, echten hellen Haferflocken von hohem Nährwert, leckeren Futterrosinen und energiereichen Erdnüssen. Ausserdem enthalten sie wertvolle Mineralstoffe für den Knochenaufbau und die Eierschalenbildung.
    Seit ich meine “Gartenpolizei” versorge, brauche ich mir um meine von Blattläusen befallenen Rosen keine Sorgen mehr machen ! :-) )
    Gartengrüße von Thomas,

  4. Hallo Thomas

    Mit Blattläusen habe ich auch keine Probleme im Sommer, da scheinen sich die Vögel dann für die Winterfütterung zu revanchieren.
    Nüsse und Sonnenblumenkerne fressen die Vögel hier auch sehr gerne, Hanf- oder Hirsesamen bleiben dagegen meist liegen.
    viele Grüße,
    thomas

  5. Hallo Thomas, diese Diskussionen kenne ich auch, und ich fange auch schon im Herbst mit der Fütterung an. Wobei ich sagen muß im ländlichen Gebiet, werden die Beeren des Feuerdorns ratzeputz aufgegefressen, in der Stadt bleiben die Beeren drann. Ich mußte ca. 7 Jahre anfüttern bis endlich Gäste kamen, da sie es jahrelang nicht gewöhnt waren Futter zu bekommen. Dafür kommen sie jetzt in Scharen, und ich genieße es den Piepmätzen zuzusehen. LG Irene

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