Alle Jahre wieder: Im Herbst fangen meist die Diskussionen an, wann und ob man überhaupt die Vögel im Garten füttern soll. Ich füttere jetzt schon! Nicht nur, weil es einfach Spaß macht, die Vögel zu beobachten. Es gibt schon plausible Gründe, Meisen & Co frühzeitig zu Tisch zu bitten. Und auf ein paar Dinge achte ich dabei natürlich schon.
Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich vor Jahren erst im Winter mit dem Füttern angefangen habe und dann lange vergeblich auch auf nur eine kleine Meise gewartet hatte. Die Vögel fanden die Futterstelle ganz offenbar nicht! Obwohl es ja immer heißt, dass sie so findig wären. Die Vögel hier in der Gegend jedenfalls nicht. Seit dem gibt es schon im Herbst Futter, allerdings nicht die XXL-Portionen wie bei Dauerfrost.
Natürlich hat frühes Füttern auch für die Vögel Vorteile: Vor allem in Ballungsgebieten sind die Gärten oft aufgeräumt und Verblühtes wird gleich abgeschnitten, bevor sich Samen bilden können. Sieht schick aus, aber die Vögel finden dort nicht viel Fressbares. Und gerade bei feuchtem, kaltem Herbstwetter brauchen die Vögel ausreichend Futter, damit sie nicht beim ersten richtigen Frost tot von den Bäumen fallen.
Viele Vögel brüten immer häufiger dreimal im Jahr, vielleicht auch wegen des so genannten Klimawandels. Die Jungen der letzten Generation sind dann noch blutige Anfänger, was die selbstständige Futtersuche angeht. Wenn diese Greenhorns frühzeitig Futterplätze kennen lernen, können sie ihn im Winter gleich ansteuern.

Bei feuchtem Wetter gibt's nur Sonnenblumenkerne!
Bei Temperaturen über Null gibt es nur Sonnenblumenkerne. Oder wie gerade gestern, altes Biomüsli, in dem sich Speisemotten eingenistet hatten. Auf jeden Fall kein Fettfutter, das bei feuchtem Wetter nur schlecht wird. Also auch keine Meisenringe oder -knödel!
Fast schon Pflicht sind Silofutterhäuser, bei denen das Futter trocken bleibt und die Vögel es nicht mit Kot verunreinigen können. Das Futter kommt in einen Speicher und rutscht automatisch nach, sobald sich die Vögel an der Futteröffnung bedienen.

Bei diesem Silo-Futterhaus kann man durch die Glasscheibe erkennen, wann die Vögel einen Nachschlag brauchen.

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