Manchmal geschehen noch Zeichen und Wunder! Nach einer gefĂŒhlten Ewigkeit des Suchens, Bangens und Hoffens habe ich endlich eine Wohnung gefunden! AllmĂ€hlich wurde die Zeit auch knapp.
Schon Ende MĂ€rz muss ich raus aus meiner alten Wohnung, rein in eine neue. Ende MĂ€rz – das erschien mir zu Beginn meiner Suche im Dezember noch ungaublich weit weg. Aber die Wohnungssuche gestaltete sich schwieriger als gedacht. Durch Schnee und Eis habe ich mich gekĂ€mpft, bei öffentlichen Besichtigungen ellenlange Wartezeiten im eisigen Wind vor der HaustĂŒr ertragen. Ich habe wildfremden Menschen, die sich Makler nennen, meine kompletten Daten und EinkĂŒnfte offen gelegt und habe WohnungseigentĂŒmern jeden Wunsch von den Augen abgelesen (”Nein, Besuch bekomme ich niemals und meine frisch gewaschene WĂ€sche trockne ich selbstverstĂ€ndlich nur auf dem staubigen Dachboden mit Spinnengehege.”).
Dennoch hat alles lange Zeit gar nichts gebracht. Auch die ersehnten Anrufe auf meine letzten vielversprechenden Wohnungsbesichtigungen blieben aus. Ich war am Boden zerstört. Wenn ich in der Stadt unterwegs war, schaute ich an HĂ€usern empor und stellte mir vor, wie schön es wĂ€re, hinter einem dieser hell erleuchteten Fenster entspannt auf meiner Couch zu sitzen und ein Buch zu lesen. Hach ja, ich hatte es wirklich nicht leicht …

Die beiden unteren Fenster sind meine!
Aber jetzt scheint alles gut zu werden! Eine Freundin hat von einer Freundin gehört, dass eine Freundin eine Freundin kennt, die demnĂ€chst auszieht. Also habe ich wie eine Wilde Mails an die diversen Beteiligten geschrieben. Ich war die Erste die zur Wohnungsbesichtigung kommen durfte, habe gar keine WĂŒnsche von irgendwelchen Augen abgelesen oder EinkĂŒnfte offen gelegt – und trotzdem den Zuschlag bekommen. Ganz spontan. Und ohne Maklerprovision. Nur eine kleine VertragsgebĂŒhr ist zu zahlen. Das ist wie ein Sechser im Lotto! Wohnung gefunden, kein hohes “Eintrittsgeld” und Ende der Suche!
Meine neue Wohnung liegt im Norden Hamburgs. Nicht gerade in einem “In”-Viertel, aber diese Tatsache macht die Wohnung bezahlbar. Sie ist 52 Quadratmeter groĂ, liegt in einer kleinen StraĂe (schön ruhig – ich komme nun in das Alter, in dem man das gut findet …), hat einen kleinen Balkon, einen kleinen Kellerraum und eine kleine EinbaukĂŒche. Alles hĂŒbsch. Nicht meine Traumwohnung fĂŒr immer, aber genau richtig fĂŒr den Moment.

Ich beginne mit dem Einpacken
Frei ist die Wohnung ab Ende MĂ€rz. Enger kann der Zeitplan kaum sein! Nun bricht also das Chaos aus: In meiner alten Wohnung packe ich ein und versuche Möbel zu verkaufen. In meiner neuen Wohnung richte ich – zumindest gedanklich – schon mal alles ein. Es ist noch so viel zu organisieren und zu tun: noch mehr Umzugskartons besorgen, einpacken, abbauen, Umzugswagen, Helfer, ummelden, neue Adresse bekannt machen, weiteren MĂŒll entsorgen, Nachsendeantrag stellen, kĂŒhlen Kopf bewahren! Ich werde berichten, ob mir speziell Letzteres gelingt … Ich glaube nicht!

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