Living at Home – Redaktionsblog

Vögel auf Wohnungssuche

Thomas Heß Thomas Heß
24. Oktober 2011
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nistkasten

Nistkästen gibt es wie Sand am Meer. Praktisch sind sie ja alle, aber wirklich dekorativ sind die wenigsten. Wie wär´s also mit einem Modell, dass auch uns Menschen gefällt? Für diesen Nistkasten brauche ich nur einen schicken Übertopf, einen Untersetzer – und gut eine Stunde Zeit.

Um den Nistkasten zu bauen, muss man kein Heimwerker-Experte sein, und auch die Einkaufsliste ist übersichtlich. Man braucht einen frostfesten Übertopf mit 28 oder 29 cm Durchmesser, einen Untersetzer mit 32 cm, drei rostfreie, 105 cm lange Ketten und Bohrer für Glas/Keramik.

meise

Die Blaumeise ist ein möglicher Bewohner des Nistkastens.

Da ich einen Keramikbohrer bereits habe, liegen die Materialkosten nur knapp über 15 Euro. Untersetzer und Übertöpfe gibt es im Herbst sehr günstig im Baumarkt, wo viele Restposten und Einzelstücke aus dem Sommersortiment verkauft werden.

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In den Übertopf bohre ich ein 27 mm großes Loch als Einflugloch.

1. Einflugloch

Das Einflugloch bohre ich mit einem speziellen Kreisbohrer für Keramik. Wer keinen hat, kann alternativ auch einen Ring aus kleinen Löchern bohren, bis ein größeres entsteht. Die Ränder müssen dann allerdings noch glatt gefeilt werden.

bohr

Maß nehmen: ziehen Sie eine Linie um den Topf und bohren an dieser drei Löcher im gleichen Abstand.

2. Das Dach

Der Untersetzer bildet das Dach des Nistkastens. Er liegt nur auf dem Topf und wird durch die drei Ketten stabilisiert. Diese ziehe ich durch drei Löcher, die ich in den Untersetzer gebohrt habe. Unten im Topf werden die einzelnen Ketten durch ein dünnes Holzstück mit einem Loch in der Mitte gezogen, verknotet und noch mit Kabelbinder fixiert.

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Ein 8 mm dickes Loch in den Topfboden bohren, die Ketten durchziehen und im Topf mit einem Holzstück fixieren. Die anderen Ketten-Enden durch Löcher im Deckel ziehen.

Sie können dem Übertopf noch einen doppelten Boden aus einer ausgesägten Holzscheibe verpassen, damit die Ketten am Topfboden nicht stören.

3. Der Standort

Hängen Sie den Kasten jetzt schon auf, denn im Winter nutzen die Vögel ihn oft als Schlafplatz. Wichtig ist ein etwas geschützter Platz, das Einflugloch sollte nach Südosten zeigen.

Mit der Größe des Einflugloches bestimmen Sie übrigens, wer in den Kasten einziehen soll.

26 -28 mm: Kleinmeisen wie Blaumeise, Tannenmeise oder Haubenmeise
32 mm: Kohlmeise und Kleiber
36 mm: Spatzen
Oval: Gartenrotschwänze lieben Einfluglöcher, die gut 4,8 cm hoch und 3,2 cm breit sind.

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